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1968

Allgemeines

1968 in Augsburg

Obwohl Augsburg eher ruhig und bieder wirkt, ging das Jahr 1968 auch hier nicht ohne Unruhe vorüber. Junge Menschen trafen sich zu "Sit-ins" in der Stadt, in der Galerie-Kneipe? und im Rehak?. Man las auch in der schwäbischen Fuggerstadt Marx, Adorno und Horkheimer. Auch hier wurde diskutiert, Che Guevara an die Wand gepint und die freie Liebe beschworen. Man demonstrierte gegen die Springer-Presse, die Notstandsgesetze, den Vietnamkrieg, schwenkte Vietcong-Fahnen und empörte sich gegen den Mord an Rudi Dutschke und gegen das Establishment.

Die Kleinbürger regten sich über Aktionen von Schülern auf, die heute nur noch belächelt würden. So ist aus der Augsburger Allgemeinen zu erfahren, dass damals die APO (Außerparlamentarische Opposition in Augsburg nicht marschiert sei, sondern vor dem Maria-Theresia-Gymnasium? herumgelungert habe. Zuvor war die Schülerzeitung Subjektiv? vom Direktor wegen "Freizügigkeit" verboten worden, was den Widerstand von "Revoluzzern" provozierte. Der damalige Augsburger Bürgermeister Wolfgang Pepper? von der SPD sah im April 1968, als die APO in Augsburg ankam, in einem Interview einen "heißen Sommer" auf die Stadt der Renaissance zukommen.

Aber die Befürchtungen waren zu hoch gegriffen: Es kam nicht wie in anderen Städten zu Großdemonstrationen, sondern beschränkte sich auf Diskussionsrunden im kleineren Rahmen, wenn man von einer Hausbesetzung, die schnell beendet war, und dem Verbrennen von NPD? - und Springer-Blättern absieht.

Prominente Augsburger 68er

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