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Weltenglanz
Vom 20.11.2009 - 14.2.2010 ist der der Mathematisch-Physikalische Salon Dresden zu Gast in Augsburg im Maximilianmuseum
Die Vermessung von Raum und Zeit
Wissenschaftliche Instrumente und Uhren dienten in Renaissance und Barock der fürstlichen Repräsentation. Sie zeichneten sich durch kostbare Materialien und höchste handwerkliche Perfektion aus. Ihre präzise technische Funktion war ein Beweis neuester wissenschaftlicher Erkenntnis. Fürsten glänzten als Herrscher, die mit den Errungenschaften der Wissenschaft vertraut waren und sie zu nutzen wussten: denn die Vermessung von Raum und Zeit bedeutete Aneignung und Beherrschung der Welt.
Der Mathematisch-Physikalische Salon Dresden
Unter August dem Starken wurde im 18. Jahrhundert die Kunstkammer der sächsischen Kurfürsten und Könige in verschiedene, heute weltberühmte Fachsammlungen aufgeteilt: Es entstanden das Grüne Gewölbe, das Kupferstich-Kabinett und der Mathematisch-Physikalische Salon. Der im Dresdner Zwinger beheimatete Salon zählt zu den bedeutendsten wissenschaftshistorischen Sammlungen weltweit, denn der Reichtum der sächsischen Herrscher erlaubte ihnen, nur die besten, kostbarsten und seltensten Objekte zu erwerben. Erstmals in der Geschichte des Salons werden seine wertvollsten Glanzstücke – mehr als 70 Meisterwerke aus Augsburg, Nürnberg, Sachsen und Europa – für wenige Wochen außerhalb Dresdens präsentiert.
Ein Begleitprogramm mit dem Schwerpunkt auf Wissenschaft und Forschung rundet die Ausstellung wissenschaftlicher Instrumente aus der Schatzkammer der Dresdner Könige und Kurfürsten ab. „Weltenglanz – Der Mathematisch-Physikalische Salon Dresden“ ist vom 20. November bis 14. Februar 2009 im Maximilianmuseum zu Gast. Der technische Aspekt der kostbaren Exponate stellt denn auch den größten Anspruch an die Ausstellungsmacher dar: Es gilt, mit zahlreichen Vermittlungsangeboten den Besuchern die Scheu vor Stücken zu nehmen, die nicht „nur“ Kunstwerke sind, sondern auch wissenschaftliche Instrumente. Dies gelingt bei Erwachsenen durch anschauliche Grafiken, Modelle und Computersimulationen, die praxisnah die Mechanismen der Instrumente erklären, und mittels Führungen. Im Maximilianmuseum werden mit einem neuen Ansatz auch Vorschulkindern Inhalte vermittelt und nahe gebracht. In Kooperation mit der Stiftung „Haus der Kleinen Forscher“ werden Kinderführungen durch die Ausstellung angeboten, bei denen im Anschluss selbst experimentiert und geforscht werden darf. Geht es also in der Ausstellung um Automaten, Uhren und Sonnenuhren, werden im praktischen Teil mit einfachen Mitteln und der Hilfe einer Uhrmachermeisterin selbst Sand- und Wasseruhren gebaut, um das Phänomen „Zeit“ zu begreifen und zu erfassen. Weitere Führungen setzen den Schwerpunkt auf das Thema „Astronomie“. Im experimentellen Teil stehen dann die Themen Weltall und Sternenkunde im Mittelpunkt.
Maximilianmuseum
Fuggerplatz 1 (Philippine-Welser-Str. 24)
D – 86150 Augsburg
Kontakt: 0821-324-4103
Öffnungszeiten
20. November 2009 bis 14. Februar 2010
Dienstag 10 - 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 - 17 Uhr
Führungen, Vorträge und Veranstaltungen
Entdeckungsreisen und Experimentieren für Kinder in Kooperation mit der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
Themenführungen
Kurzführungen für Senioren
Wissenschaftliche Vortragsreihe und Konzerte
Mehr Informationen finden Sie unter http://www.weltenglanz.de
Eintrittspreise
Erwachsene 7,00 € Ermäßigt 5,50 €
Kinder 2,50 € Familien 14,00 €
Schüler im Klassenverband je 1,00 €
Kooperationspartner
Stiftung „Haus der kleinen Forscher“
S-Planetarium
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