Benutzerdefinierte Suche


Dies ist ein Wiki und es ist nie fertig. Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie einfach an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Ausgehen und Aktivitäten | Gaststätten | Welser-Kuche


Welser-Kuche

Ein besonderes Augsburger Gasthaus, das ein mittelalterliches Schlemmermahl und damit ein unvergessliches abendfüllendes Vergnügen anbietet.

Allgemeines

Die Welser-Kuche bietet Event-Gastronomie, die gut zu Augsburg passt und jedem Einheimischen oder Touristen empfohlen werden kann. Hier speist man in einer lustigen Runde und in den historischen Gewölben des "Stiermann-Hauses" - und zwar so, wie es im 15. und 16. Jahrhundert in Augsburg üblich war. Der Alltag im Mittelalter war hart und entbehrungsreich. Doch ihre Feste wussten die bürgerlichen und bäuerlichen Familien auch damals sehr wohl zu feiern. Die Augsburger Patriziertochter Philippine Welser führte darüber sogar Buch und beschreibt, wie Bürger und Bauern standesgemäß aßen und tranken, was zu tun war und was sich nicht geziemte. Ihr verdanken wir die besten Original-Rezepte zu den Fest- und Feiertagen der damaligen Zeit.

In der Welser-Kuche versucht man, das historische Festgeschehen, wie es Philippine Welser in ihren Notizen niederschrieb, wieder aufleben zu lassen. Das beginnt schon bei kleinen Äußerlichkeiten. So werden die Gäste für ein paar Stunden zu „Mannsbildern und Weibsbildern“ und die Bedienungen zu „Knechten und Mägden“.

Die Welser-Kuche in Augsburg kann 80 Gäste bewirten. Es stehen zwei Räume mit je ca. 35 Plätzen und ein kleiner Nebenraum für ca. 10 Personen zur Verfügung. Am Abend wird um 19.30 Uhr geöffnet und um 20.00 Uhr das „Welser-Mahl“ aufgetragen.

Geschichte

Details

Das Mahl an sich

Das Welser-Mahl beginnt damit, dass man sich vor der Mahlzeit gründlich die Hände wäscht, denn die „Mannsbilder und Weibsbilder“ wissen sich zwar wie Bürger und Bauern im Mittelalter standesgemäß zu benehmen, aber wie damals müssen die Speisen schon mal „zur Hand“ genommen werden. Die Mägde und Knechte erwarten die Gäste mit leinenen Tüchern und zur Begrüßung wird ihnen Honig-Met im Kuhhorn gereicht. Im Verlauf des Mahls werdet die heutigen „Mannsbilder und Weibsbilder“ nebenbei über Leben, Essen und Trinken in der damaligen Zeit unterrichtet. Zu ihrer Gaudi werden sie mit Musik und Spiel unterhalten. Für schickliches Verhalten und geziemendes Benehmen bei Tische tragen die Mägde und Knechte mit der Schandgeige Sorge. Der Nachtwächter beschließt den Abend und sagt nach alter Väter Sitte, was die Uhr geschlagen hat.

Neben den Fingern hat man zum Essen auch das Stilett, das zum Schneiden des Fleisches dient und ersatzweise als Gabel benutzt werden kann. Zum Brotschneiden aber wird das Stilett nicht verwendet, denn dieses wertvolle Gut bricht man mit den Händen und teilt es gerecht mit den Nachbarn. Heute wie damals ist Essen nicht nur Nahrung, vielmehr ein Genuss. Zwischen den zahlreichen Gängen wird zur Musik von Flöte und Schalmeien fröhlich gesungen und gespielt. Lautes Schreien ist verpönt. So benehmen sich nur Landsknechte und derbes Fahrensvolk, auf keinen Fall aber Bürger und reiche Bauern. Die Speisen werden stets mit großer Sorgfalt behandelt. Diese Gaben Gottes werden auf keinen Fall verschwendet oder gar geworfen. Denn nicht vergessen ist, dass es auch karge Tage geben kann.

Zum Mahle wird getrunken, was aus mancherlei Korn zu mälzen, gären oder brennen ist. Meist reicht man dunkles Bier, nach alter Art gebraut. Dabei trinkt man nicht still für sich, sondern trinkt sich mit dem wohlgemeinten Trinkspruch „Auf die Gesundheit“ oder kurz „G’sundheit“ zu. Es schickt sich, dass die Tischnachbarn den Spruch erwidern. Wenn „Weibsbilder“ mit an der Tafel sitzen, ist es Sitte, dass sie die „Mannsbilder“ versorgen und ihnen aus den vollen Schüsseln die feinsten und schönsten Stücke heraussuchen. Erst dann legen sie sich selbst die Speisen auf ihr Holzbrett und schenken die Getränke ein. Viele andere Benimmregeln der damaligen Zeit werden während des Mahles vermittelt.

Weil man immer an schlechte Zeiten denkt, wird ein Rest des Mahls für die Armen auf dem Essbrett übrig gelassen. Ein Stück Brot allein reicht allerdings nicht! Es muss schon etwas Gehaltvolles sein. Wird, weil es gar so gut schmeckt, die Gabe an die Armen übersehen, muss der reuige Sünder den Fehler wieder gut machen. Die „Mannsbilder“ sühnen, indem sie die Magd, die gerade die Tafel abräumt, auf den Hals küssen. Hat ein „Weibsbild“ die Missetat begangen, bekommt der Knecht den Hals geküsst. Es gibt aber noch eine weitere Unart, die geahndet wird. Manchmal geht es einem „Mannsbild“ nicht schnell genug, bis er von „seinem Weibsbild“ versorgt wird. Schenkt er sich selbst ein oder greift er sich vorschnell ein gutes Stück Fleisch, kommt er mit Kopf und Händen in die Schandgeige und wird für seine Gier verlacht. Zudem dürfen sich die übrigen „Mannsbilder“ eine Strafe für ihn ausdenken, die er dann umgehend verbüßen muss.

Gerichte

Die Welser-Kuchen-Mahlzeit besteht entweder aus sechs oder acht Gängen. Es werden unter anderem folgende Gerichte angeboten:

  • Welser-Mahl Spanferkel: Das Spanferkel – damals auch als Hausschwein gehalten – wird heute mit viel Geduld zart gegart aber die Kruste ist resch und kräftig.
  • Welser-Mahl Hochrippe: Das feine Rindfleisch wird mit viel Liebe und frischen Kräutern verfeinert und im Ofen außen knusprig und im Inneren zart und saftig gebraten.
  • Welser-Mahl Kräutergans: Schon im Mittelaltern wurden Gänse als Festtagsmahlzeit sehr geschätzt. Mit feinsten Kräutern gewürzt wird sie durch schonende Zubereitung besonders zart.
  • Welser-Mahl Hirsch: Während der Zeit von Philippine Welser nur dem Adel mit Jagdrechten vorbehalten – mit vielen Kräutern verfeinert und mit einer im Geschmack frischen Soße serviert.
  • Welser-Mahl Kalbshaxe: Zartes Kalbsfleisch saftig und aromatisch zubereitet - heute wie damals ein Genuss.
  • Welser-Mahl Vegetarisch: Frisches Gemüse und Getreide waren im Mittelalter das "täglich Brot". Fein und aromatisch zubereitet erfreuen sie auch heute.
  • Welser-Mahl Wildschwein: Wie der Hirsch nur dem Adel mit Jagdrechten vorbehalten – heute mit einer deftigen Teigkruste wie vor 450 Jahren zubereitet.

Über die einzelnen Gänge dieser Gerichte kann man sich auf der Webseite der Welser-Kuche detailliert informieren. Dort findet man die Preise, kann sehen, was an welchen Tagen angeboten wird und dann gleich online reservieren (Menüpunkt "Schlemmerplan").

Catering

Auch außerhalb der historischen Gaststätte ist eine Bewirtung bis zu 500 Personen mit Original-Geschirr, in Original-Kostümen und mit allem Zubehör stilgerecht möglich. Das bietet sich für Geburtstagsfeiern, Betriebsfeste, Firmenpräsentationen oder Tagungsbewirtungen an und ist ein nicht alltägliches Erlebnis. Der CreativCatering S&T-Service? übernimmt die gesamte Organisation und Planung bis ins kleinste Detail. Es wird ein individuelles Angebot erarbeitet.

Sonstiges

Das übliche Welser-Kuche-Mahl dauert etwa drei Stunden. Man sollte also Zeit mitbringen, um die Spieler, Gaukler oder Musiker und viel Spaß zu erleben. Auf die normalen Essgebräuche und Tischmanieren braucht aber keiner zu verzichten. Gäste, die sich unter einen mittelalterlichen Abend etwas anderes vorstellen, werden behutsam, aber bestimmt durch Knecht und Magd daran erinnert.

Beim Welser-Schlemmer-Mahl steht das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund, deshalb teilt man sich heute wie damals die gleichen Speisen und feiert zusammen. Unterschiedliche Menügrößen oder Hauptgänge innerhalb einer Gruppe sind deshalb nicht üblich. Damit auch wirklich alle feiern können, bietet man eine vegetarische Alternative für die, die kein Fleisch essen. An einem Abend kann nur ein alternativer Hauptgang zubereitet werden, weshalb man bei der Reservierung nachfragen sollte, ob man einen anderen Hauptgang wählen kann.

Zum Schlemmer-Mahl in der Welser-Kuche gibt es keine Mindestgruppengröße. Kleine wie große Gruppen sind willkommen. Damit es aber zum Festmahl mit viel Spaß wird, sollten aber mindestens etwa 20 Personen gemeinsam kommen. Kleine Gruppen sollten fragen, ob sie am Freitag oder Samstag kommen können.

Auch in München gibt es eine Welser-Kuche (Feldherrnkeller, Residenzstraße 27, 80333 München). In der Nähe ist die Tiefgarage am Max-Joseph-Platz (Nationaltheater). In der Welser-Kuche zu München können ca. 180 Gäste bewirtet werden. An Räumlichkeiten stehen die „Große Stube“ für ca. 110 Personen, die „Gesindekammer“ mit ca. 35 Plätzen und die „Diele“ mit drei Einzeltischen für je ca. 12 Gäste zur Verfügung. Am Abend wird um 19.00 Uhr geöffnet und um 20.00 Uhr das „Welser-Mahl“ aufgetragen.

Auf Restaurantkritik-Seiten wird die Welser-Kuche durchgehend sehr positiv bewertet.

Der Geschenk-Gutschein der Welser-Kuche ist immer ein sehr originelles Präsent.

Adresse und Öffnungszeiten

Welser-Kuche zu Augsburg
Maximilianstraße 83
86150 Augsburg.

Zum Parken empfehlen sich die Parkhäuser der Hotels Steigenberger "Drei Mohren" in der Maximilianstraße und Katharinengasse oder des Cinemaxx? in der City-Galerie am Vogeltor.

Fragen, Beratung oder Buchung unter:

Tel. 08231/96110
Fax. 08231/961128
Online-Reservierung E-Mail: info(@)welser-kuche.de

Das Buchungsbüro ist erreichbar
wochentags von 8.00 bis 18.00 Uhr,
samstags von 9.00 bis 12.00 Uhr.


Weblinks


Hauptseite | Ausgehen und Aktivitäten | Gaststätten | Welser-Kuche


Dies ist ein Wiki und es ist nie fertig. Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie einfach an stoebener@augsburg-wiki.de