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Vincentinum
Ein kirchliches und gemeinnütziges Belegkrankenhaus der II. Versorgungsstufe am Rand der Augsburger Innenstadt.
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Allgemeines
Das kirchliche Krankenhaus Vincentinum ist in der Trägerschaft der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul?, deren Mutterhaus in der Gögginger Straße? 94 in Augsburg liegt. Dieser Frauenorden geht auf den heiligen Vinzenz von Paul (1581 bis 1660) zurück, der zusammen mit der heiligen Louise von Marillac (1591 bis 1660) karitative Hilfswerke gründete, aus denen der heute weltweit verzweigte Baum der vinzentinischen Familie erwuchs - und eben auch die Augsburger Kongregation. Wie die geistlichen Eltern wollen die Barmherzigen Schwestern auch heute noch das Erbarmen und die Liebe Gottes im Dienst an den Kranken sichtbar machen.
Seit 1. Juni 2006 gibt es in der Klinik einen Beirat, der eine Beratungs- und Aufsichtsfunktion hat. Die laufenden Geschäfte liegen in der Hand des Krankenhausdirektors. Zur Klinikleitung gehört neben dem Direktor auch die Oberin der Kongregation als Vertreterin des Trägers und der Leitende Belegarzt. Sie sprechen alle wichtigen Entscheidungen mit der Pflegedienstleitung ab. Dabei ist die Leitung weitgehend selbständig und unabhängig vom Träger des Krankenhauses. Die christlichen Ziele des Krankenhauses werden also eigenverantwortlich umgesetzt. Neben einer modernen medizinisch-technischen Einrichtung, einer professionellen Pflege und einer wirtschaftlichen Betriebsführung wird besonderes Gewicht auf den menschlichen Umgang mit dem Kranken gelegt. Regelmäßige Besprechungen von Ärzten und mittleren Führungskräften mit der Klinikleitung sollen die Mitverantwortung aller in der Klinik sichern.
Das Vincentinum gehört zum Verbund interdisziplinäre ambulant-stationäre Versorgung Augsburg Vivaxx.
Das Vincentinum ist eine reine Belegklinik. Über 50 niedergelassene Ärzte arbeiten in den Abteilungen Anästhesie, Augen, Chirurgie, HNO, Innere Medizin und Orthopädie stationär und teilweise auch in der Tagesklinik ambulant. So werden Reibungsverluste an der Schnittstelle zwischen stationärem und ambulantem Sektor auf ein Minimum reduziert. Ein Großteil der Patienten wird von dem Arzt, der sie von seiner Praxis aus zur stationären Behandlung anmeldet, anschließend in der Klinik auch betreut.
Details
Christliches Menschenbild
Das christliche Menschenbild ist Grundlage des Handelns im Vincentinum. Dabei lässt das heutige Gesundheitswesen oft weniger Spielraum, als nötig wäre, doch wird immer versucht, den Menschen in den Mittelpunkt des gesundheitlichen Handelns zu stellen, indem die Pflegekräfte und Ärzte jedem in seiner Einzigartigkeit zu begegnen versuchen. Das heißt auch, dass jeder wertgeschätzt wird und jedem die Hilfe und Begleitung geboten wird, die in seiner jeweiligen Situation erfordert ist.
Dabei sind die Trägerinnen des Krankenhauses von ihrer Spiritualität in der Nachfolge ihrer Gründerin und ihres Gründers geprägt. Wie diese wollen sie ihren Glauben tatkräftig leben und denen nahe sein, die auf ihre Hilfe warten, wie etwa Kranke und Alte. Jeder Mensch ist für sie von Gott ins Leben gerufen und geliebt und besitzt aus dieser "Gotteskindschaft" heraus eine unverlierbare Würde. Diese leuchtet auf, wenn der andere aus dem Glauben heraus betrachtet wird und ist völlig unabhängig von allen Äußerlichkeiten, von Rasse und Herkunft, von Geschlecht und Religion. Christus wird im andern sichtbar. Das ist das geistige Fundament für eine Gesellschaftsstruktur, die Platz bietet für alle Menschen.
Angebote der Seelsorge
Weil im Hintergrund des Krankenhauses das christliche Menschenbild steht, wird versucht, den ganzen Menschen zu sehen und in die Genesung auch die seelische Dimension einzubeziehen: "Werft alle eure Sorge auf Gott, denn er kümmert sich um euch (1. Petr 5,7)!" Um ganz gesund zu werden, braucht es Beziehungen, auch die Beziehung zu Gott. Dazu werden vom Krankenhaus die folgenden Angebote gemacht: Gespräch und Gebet mit den Seelsorgeschwestern; Kommunionfeiern: Es wird die Kommunion ins Krankenzimmer gebracht, schwerpunktmäßig am Wochenende, auf Wunsch auch täglich; Krankensalbung: Hier kann die Kraft und der Trost Gottes erfahren werden. Das Sakrament wird durch einen Priester im Krankenzimmer oder im Krankengottesdienst gespendet; Beichte: Im Bußsakrament schenkt Gott Versöhnung und Frieden. Der Empfang ist im Krankenzimmer oder im Beichtzimmer möglich; Teilnahme am Stundengebet der Schwestern. Das Morgenlob (Laudes) und das Abendlob (Vesper) rahmen den Tagesablauf; Rosenkranz: Hier wird in meditativer Form das Leben Jesu betrachtet.
Evangelische Christen werden von der Pfarrei Zu den Barfüßern und von Seelsorgehelferinnen betreut. In der Klinikkapelle finden auch Evangelische Gottesdienste regelmäßig statt. Die Termine werden durch einen Aushang am Stationszimmer bekannt gegeben.
Die Gottesdienste, das Stundengebet und andere religiöse Angebote können auch auf dem Stationszimmer empfangen werden: im Hörfunk auf Kanal 4 und im Fernsehen auf Kanal 33. Außerdem überträgt der Hörfunkkanal 1 den religiösen Sender "Radio Horeb".
Sozialdienst
Am Vincentinum gibt es auch ein kleines Sozialdienst-Team. Dieses Team nimmt sich persönlichen, familiären, beruflichen oder wirtschaftlichen Problemen an, die durch eine Erkrankung entstehen können. So werden intensive Gespräche geführt, eine kontinuierliche Betreuung und Beratung angeboten, es kann eine Prüfung stattfinden, ob für den Patienten eine Betreuung über das Vormundschaftsgericht nach dem Betreuungsgesetz einzuleiten ist, es kann eine Pflegestufe beantragt werden, häusliche Pflege und häusliche Hilfen (Essen auf Rädern, Hausnotruf, Pflegehilfsmittel, Weitervermittlung an Seniorenfachberater) organisiert werden, es kann zur Organisation und Unterstützung bei der Beschaffung eines Heimplatzes, bzw. einer Kurzzeitpflege oder im Sankt Vinzenz-Hospiz? kommen oder bei Antragstellungen Hilfe geleistet werden. Weiter Hilfen können sein:
- Sozialrechtliche Beratung: Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, Schwerbehindertengesetz, Bundessozialhilfegesetz, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung.
- Informationen über Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen, staatliche oder private Hilfsinstitutionen.
- Beratung von Patienten-/innen mit Tumorerkrankungen.
- Beratung von Patienten-/innen mit Suchtmittelabhängigkeit.
- Krisenintervention.
- Einleitung von Anschlussheilbehandlungen und geriatrischen Rehas.
Qualitätsmanagement
Im Vincentinum gibt es ein kontinuierliches Qualitätsmanagement, denn als konfessionelle Klinik sieht man sich in besonderem Maß verpflichtet, fachlich kompetent zu sein, eine einwandfreie pflegerische und medizinische Versorgung zu gewährleisten und darüber hinaus für eine menschliche Zuwendung zu sorgen. Ziel ist es, die Wünsche und Erwartungen von Patienten und Mitarbeitern besser erfüllen zu können, indem Strukturen und Prozesse im Haus reflektiert und kontinuierlich angepasst werden, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
Durch das Qualitätsmanagement KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität), erweitert durch pCC (proCum Cert = Ergänzung für konfessionelle Häuser) werden folgende Aspekte systematisch abgewickelt: Patienten- und Mitarbeiterorientierung, Sicherheit im Krankenhaus, Qualitätsmanagement, Informationswesen, Krankenhausführung, Trägerverantwortung, Spiritualität und Gesellschaft.
Als erstes Krankenhaus in Südbayern und Schwaben und als dritte Klinik in ganz Bayern wurde das Vincentinum am 27.01.2005 zur Zertifizierung nach KTQ und proCum Cert vorgeschlagen.
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Die Stationen
Die Stationen des Vincentinums sind bestimmten Fachrichtungen zugeordnet. Damit soll eine intensive Zusammenarbeit der einzelnen Belegärzte und der MitarbeiterInnen in der Pflege sichergestellt werden.
Die Zimmer sind mit einer TV-Anlage ausgestattet, deren Benutzung für alle Patienten kostenfrei ist. An den Patientenbetten befindet sich ein Telefon, das je nach Bedarf angemeldet werden kann. In den meisten Zimmern gibt es auch einen Tresor für Wertgegenstände, einige Zimmer sind sogar mit einem Kühlschrank ausgestattet. Sämtliche Patientenzimmer haben eine Nasszelle (überwiegend mit Dusche).
Es gibt 24 1-Bett-Zimmer, 31 2-Bett-Zimmer als Wahlleistungen und 54 3-Bett-Zimmer.
- Die Station 1/2 ist die Orthopädie und hat 56 Betten.
- Die Station 3/4 ist die Chirurgie und hat ebenfalls 56 Betten.
- Die Station 5 ist die Interdisziplinäre Intensivpflege und hat 7+7 Betten.
- Die Station 6 ist die Innere Medizin/Orthopädie und hat 32 Betten.
- Die Station 7 ist die Innere Medizin und hat 33 Betten.
- Die Station 8 ist die HNO, Augen, Orthopädie und hat 32 Betten.
- Die Station 9 ist die Innere Medizin und hat 33 Betten.
- Die Station 10 umfasst alle operativen Fachrichtungen und hat 24 Betten.
Ambulante Versorgung
Die ambulante Versorgung umfasst ambulante Operationen, die Tagesklinik, das Ärztehaus und die KVB-Bereitschaftspraxis.
Bei vielen Operationen ist heute kein Klinikaufenthalt mehr nötig. Beim Vincentinum sind solche Operationen in der Tagesklinik möglich, wo die gleichen Standards herrschen wie im stationären Bereich. Nach der OP und einer gewissen Erholungszeit in der Tagesklinik verlässt man das Vincentinum, wenn dies aus ärztlicher Sicht möglich ist und kann sich zu Hause in der gewohnten Umgebung erholen. Besonders bei Kindern ist eine solche Vorgehensweise ratsam, um ihnen einen belastenden Klinikaufenthalt zu ersparen, wenn dies möglich ist. Sollte es Komplikationen geben, kann über Ihren Arzt unmittelbar auf die Einrichtungen der Klinik zurückgegriffen werden - dies bedeutet ein hohes Maß an Sicherheit. Eine Übernahme in stationäre Behandlung ist in einem solchen Fall jederzeit möglich.
Wo früher das Personalwohnheim St. Luise war, steht heute ein Ärztehaus, in dem vor allem Belegärzte des Vincentinums ihre Praxen führen. Die Lage des Ärztehauses in unmittelbarer Nähe zur Klinik verkürzt die Wege erheblich. Jedes Geschoss bietet Praxisräume für mehrere Ärzte, wobei der Zugang an der Ostseite des Gebäudes liegt. Die chirurgische Praxis hat einen Eingang für Liegendkranke und das gesamte Gebäude ist behindertengerecht ausgeführt. Im Hof des Grundstücks sind Parkplätze vorhanden; eine weitere Parkmöglichkeit bietet die Tiefgarage der Klinik Vincentinum.
Die Fachabteilungen
Anästhesie
Angeboten werden hier Allgemeinanästhesieverfahren bei ambulanten und stationären Eingriffen, Regionalanästhesieverfahren bei ambulanten und stationären Eingriffen, Intensivmedizinische Behandlung auf der Intensivpflegestation, Postoperative anästhesiologische Überwachung in der Tagesklinik, Schmerztherapie und Eigenblutspende.
Augenheilkunde
In diesem Fachbereich enthält das Leistungsspektrum der Klinik: Operationen bei grauem Star (Kataraktoperation) mit Implantation von Intraokularlinsen, Operationen bei grünem Star (Glaukomoperation), Glaskörper- und Netzhautchirurgie, plastische und kosmetische Lidchirurgie, refraktive Intraokularlinsenchirurgie, Lasertherapie und ambulante Operationen.
Chirurgie
In der Chirurgie werden folgende Eingriffe vorgenommen:
Allgemein- und Visceralchirurgie
Chirurgie der Schilddrüse, Leistenbrüche (Verfahren nach Shouldice, alloplastische Technik nach Lichtenstein und Rutkow, Implantation titanbeschichteter Polypropylennetze, minimal invasive Hernienchirurgie-TEP), Bauchwand- und Nabelbrüche, Chirurgie der Gallenblase und Gallengänge, eigene Endoskopie (Rektoskopie, Coloskopie, Gastroskopie), Eingriffe am Darm (Appendektomie, Darmverschluß-Ileus, Dickdarmchirurgie, Divertikelkrankheit, Geschwülste an Colon und Rektum), Proktologie (Operationen von Abszess- und Fistelleiden, Haemorrhoidaleingriffe einschl. dopplersonographisch gestützter H.A.L.), resiezierende Operationen am Magen inkl. kompletter Magenentfernung (Ulcus, Carcinom)
Unfallchirurgie
Hüftgelenksnahe Frakturen (Schenkelhals-/pertrochantäre Frakturen) und Sprunggelenks- und Mittelfußfrakturen an der unteren Extremität, an Arm und Schultergürtel Versorgung von Radius- bzw. Unterarmfrakturen sowie Frakturen des Ellenbogens und des Schlüsselbeins, Band- und Sehnenrupturen, konservative Frakturbehandlung, geschlossene Reposition von Frakturen, Reposition von Gelenksluxationen unter Durchleuchtungskontrolle, kindliche Frakturen
Gefäßchirurgie
Phlebologie (Diagnostik und Chirurgie der Krampfadern inkl. MIC-Verfahren bei chronisch venöser Insuffizienz und Ulcus cruris), Farbduplexsonographie, Implantation von Herzschrittmachern, Anlage von Port-Systemen für Chemotherapie und/oder Strahlentherapie, Therapie der peripheren AVK (ohne Bypasschirurgie), konservative Therapie von Phlebothrombosen
Handchirurgie
Carpaltunnelsyndrome, periph. Nervenengpass-Syndrom, siehe auch MIC, M. Dupuytren, schnellende Finger, Ganglien, Versorgung von Finger- und Mittelhandfrakturen
Fußchirurgie
Hallux valgus und rigidus, Krallen- und Hammerzehen, operative Versorgung von Mittelfußfrakturen
Schwerpunkte der Minimal-Invasiven Chirurgie (MIC)
Lap. Cholecystektomie, Appendektomie, Leistenbruchoperation, endoskopische Spaltung des Carpaltunnels / uniportale Technik nach Agee, endoskopische Perforansvenendurchtrennung (ESDP) bei fortgeschrittenem Varizenleiden, Ulcus cruris, Dopplersonographisch gestützte Ligatur der Haemorrhoidalarterien nach Morinaga (H.A.L.), endoskopische Dickdarmresektion bei gutartigen Erkrankungen (Divertikulitis)
Außerdem
Herzschrittmacherimplantation, Kooperation mit der internistischen Abteilung, ambulante Operationen
HNO
In der HNO-Abteilung werden durchgeführt Tonsillektomien, Adenotomien, Nasenseptumchirurgie, endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie, Somnoplastie (Operation bei Schnarchen), Speicheldrüsenoperationen, kosmetische Nasen- und Gesichtschirurgie, Mittelohrchirurgie, hörverbessernde Operationen, Laserchirurgie und ambulante Operationen.
Innere Medizin
Das Leistungsspektrum der Inneren Medizin umfasst die allgemeine Innere Medizin mit Diabeteseinstellung, Abdomen- und Schilddrüsensonographie, Gefäßduplexsonographie, Punktionen (Leber, Knochenmark, Pleura), Gastroentereologie (Endoskopie also Magen- und Darmspiegelung, PEG-Anlage), Coloproktologie, Kardiologie inklusive Echokardiographie inklusive TEE, Schrittmacherkontrolle und -programmierung. Schwerpunktmäßig kümmert man sich um Herzinsuffizienz, Schlaganfälle, Infektionen und Entzündungen des respiratorischen Systems, Gastroskopien bei schweren und leichteren Krankheiten des Verdauungstrakts (ausgenommen Tagesklinik), Diabetes mellitus als Hauptdiagnose, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, Koloskopien bei schweren und leichteren Krankheiten des Verdauungstrakts (ausgenommen Tagesklinik), Koronararteriosklerose und Infektionen der Harnorgane. Aber auch affektive Störungen und Suchterkrankungen oder bösartige Neubildungen von Organsystemen werden hier behandelt. Je nach Behandlungsfall werden aus dem niedergelassenen Bereich Fachärzte oder Spezialisten aus dem Zentralklinikum? hinzugezogen.
Orthopädie
Die Orthopädie hat die folgenden Arbeitsgebiete: Hüft- und Knieendoprothetik (Einsatz und Wechsel künstlicher Hüft- und Kniegelenke), Beinachsenkorrektur, komplette Schulterchirurgie (Operationen bei Schulterluxation, Operationen an der Rotatorenmanschette, Schulterendoprothetik also Einsatz eines künstlichen Schultergelenks), Arthroskopie und arthroskopische Operationen (Gelenkspiegelungen; Knie-, Schulter- und Sprunggelenk, Meniskusoperationen, Kreuzbandplastik, Knorpelchirurgie, Entfernung von Gelenkkörpern, Synovektomie), Handchirurgie inklusive Engpasssyndrome (Carpaltunnelsyndrom, Schnellender Finger, Morbus Dupuytren), Fußchirurgie (Hallux valgus und Hallux rigidus, Krallen- und Hammerzehen, Bandrupturen), Sportverletzungen, Metallentfernungen, Weichteileingriffe an Ellbogen, Achillessehne etc. sowie ambulante Operationen.
Medizinische Einrichtungen
Klinikhygiene
Auf die Klinikhygiene wird von der Qualitätssicherung besonders geachtet. Immer wieder werden die Funktionsbereiche, Stationen und Wirtschaftsbereiche beraten. Es gibt Hygienepläne und Info-Blätter, Fortbildungen im Bereich der Hygiene, Infektionen werden in einer Infektionsstatistik erfasst. Regelmäßige Kontrollen beziehen sich auf die Sterilisatoren, die Desinfektionswaschmaschinen, die Endoskope, die Desinfektionsmittelleitungen und das Badewasser. Auch von den Trinkbrunnenanlagen werden regelmäßige Wasserproben genommen.
Operationssäle
Die Anästhesiearbeitsplätze besitzen Narkosegeräte und Überwachungseinheiten der neuesten Generation. Eingesetzt werden Hochfrequenz- und Gefäßversiegelungssysteme zur raschen, sicheren und gewebeschonenden Blutstillung, eine computergesteuerte Klimatechnik sorgt für ein optimales und hygienisch einwandfreies Arbeitsklima, es gibt computerassistierte Hüft- und Knieoperationen (CAS=Computer Assisted Surgery) aufgrund des Einsatzes neuester Navigationstechnik und ein modernes Monitoring.
Die Klinik besitzt sieben Operationssäle und ein OP-Team von etwa 40 Personen plus eine in die Abteilung eingegliederte Zentralsterilisation mit festem Personalstamm. Durch regelmäßige innerbetriebliche und externe Fortbildungen und konsequente Personalrotation versucht man Mitarbeiterzufriedenheit und somit dem Patienten eine Versorgung durch hochmotivierte und routinierte Pflegekräfte zu garantieren.
Zentrallabor
Das Leistungsspektrum des Zentrallabors umfasst die klinische Chemie, Hämatologie, Gerinnungsfaktor, Elektrophorese und den Urinstatus. Per EDV werden von den Stationen im Zentrallabor Leistungen angefordert und von dort wieder per EDV an die Stationen rückübertragen. So sind Ärzte und Pfleger innerhalb kürzester Zeit informiert.
Funktionsdiagnostik
Die Funktionsdiagnostik des Vincentinums umfasst die Endoskopie, die Herzdiagnostik, den Röntgenbereich, die Sonographie und sonstige Funktionsdiagnosen.
Endoskopie
In der Endoskopie gibt es zum einen die Gastroskopie. Hier werden die Speiseröhre und der Magen, meistens auch noch der Zwölffingerdarm endoskopisch betrachtet. Die Befunde werden fotografisch dokumentiert. Aus verdächtigen Bezirken wird Material zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen. Polypen können endoskopisch gleich entfernt werden. Magenspiegelungen werden ambulant und stationär durchgeführt. Die Patienten erhalten auf Wunsch eine Injektion zur "Sedierung", also eine Injektion eines Medikaments, das den Patienten für kurze Zeit einschlafen lässt. Auch der 13C-Harnstoff-Atemtest (Helicobacter pylori) wird hier durchgeführt. Es ist ein einfach durchzuführender und zuverlässiger Test, um eine Besiedelung der Magenschleimhaut mit Bakterien (Helicobacter pylori) zu diagnostizieren. Bei der Erstdiagnose einer solchen Infektion wird in der Regel endoskopiert. Nach einer Eradikationstherapie kann durch diesen Test der Therapieerfolg jedoch ohne erneute Gastroskopie überprüft werden.
Außerdem gibt es in der Endoskopie auch die Koloskopie. Hier werden Magenspiegelungen und Darmspiegelungen durchgeführt. Bei einer Koloskopie (Darmspiegelung) werden Teile des Dickdarms oder der gesamte Dickdarm endoskopisch betrachtet. Die Befunde werden fotografisch dokumentiert. Aus verdächtigen Bezirken wird Material zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen. Polypen können endoskopisch gleich entfernt werden. Solche Darmspiegelungen werden ambulant und stationär durchgeführt. Patienten erhalten auf Wunsch eine Injektion zur "Sedierung", also eine Injektion eines Medikaments, das den Patienten für kurze Zeit einschlafen lässt.
Herzdiagnostik
Hier werden durchgeführt: Ruhe-EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeitblutdruckmessung, transthorakale farbcodierte Doppelechokardiographie, transösophageale farbcodierte Dopplerechokardiographie, Stressechokardiographie, Schrittmacherkontrolle und -programmierung, farbkodierte venöse Duplexsonographie, farbkodierte supra- und infraaortale Duplexsonographie. Darüber hinausgehende Diagnostik auf diesem Gebiet wird bei niedergelassenen Kollegen oder im Zentralklinikum? durchgeführt. Sollte aufgrund entsprechender Untersuchungsergebnisse eine Schrittmacherimplantation notwendig sein, kann diese sofort in der chirurgischen Abteilung des Vincentinums vorgenommen werden.
Röntgenbereich
Die Röntgen-Abteilung des Vincentinums bietet das gesamte Spektrum der modernen konventionellen bildgebenden Verfahren an, ergänzt durch fachabteilungspezifische Untersuchungen. Durch eine technisch moderne apparative Ausstattung wird die medizinisch notwendige Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert. Man verfügt über ein Rasterwandstativ und einen Untersuchungstisch mit frei beweglicher Tischplatte (Buky-Tisch) mit Tomographieeinrichtung und über spezielle mobile C-Bogen-Geräte in den Operationssälen. Neben den stationären Patienten nutzen auch ambulante Patienten sowie die Patienten der KVB-Bereitschaftspraxis die Röntgenabteilung des Vincentinums.
Sonographie
Mit der Sonographie werden Erkrankungen der Organe des Bauchraumes (Leber, Gallenblase, Gallenwege, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Milz, Lymphknoten) abgeklärt. Das geschieht auf verschiedenen Wegen. Die interkonventionelle Ultraschalldiagnostik ist die ultraschallgezielte Entnahme von Gewebeproben aus den obengenannten Organen. Hierbei wird zum Beispiel bei chronischen Entzündungen der Leber oder bei einem Tumorverdacht mittels Ultraschallkontrolle eine Gewebeprobe mit einer dünnen Nadel (Durchmesser um 1 mm) gewonnen. Diese Eingriffe werden unter lokaler Betäubung durchgeführt. Die Endosonographie ist die transösophageale Echokardiographie. Damit ist eine Ultraschalluntersuchung des Herzens oder der Speiseröhre gemeint. Der Arzt führt ein biegsames Instrument, ähnlich einem Endoskop, an dessen Ende sich ein Ultraschallkopf befindet, in die Speiseröhre ein. Da der Ultraschallkopf so direkt neben dem Herzen liegt, ist es möglich, Ultraschallbilder von Herz und Hauptschlagader (Aorta) anzufertigen ohne störende Einflüsse anderer Gewebe wie z.B. Lungengewebe und Rippen. Dabei werden vor allem Herzklappen und Herzvorhöfe sehr gut dargestellt. Die transösophageale Echokardiographie wird zur Beurteilung von Herzklappenfehlern, Blutgerinnseln oder Tumoren im Herzvorhof und zur Beurteilung der Funktion künstlicher Herzklappen eingesetzt. Für die Sonographie muss der Patient nüchtern sein. Vor der Untersuchung wird der Rachen bei Bedarf oder auf Wunsch örtlich betäubt oder eine Beruhigungsspritze verabreicht. Das Vincentinum führt folgende sonographische Untersuchungen durch: Abdomensonographie (Sonographie der Bauchorgane), farbkodierte Duplexsonographie der peripheren Gefäße (Arterien und Venen), farbkodierte Duplexsonographie der extrakraniellen hirnversorgenden Gefäße, transthorakale farbkodierte Dopplerechokardiographie, transösophageale farbkodierte Dopplerechokardiographie, Stressechokardiographie, Schilddrüsensonographie, sonographisch gezielte Punktionen bei Erkrankungen der Leber, Lymphknoten und Pleura sowie sonographisch gezielte Aszitespunktion.
Physikalische Therapie
Hier werden Krankengymnastik, Massagen, medizinische Bäder, Kälte- und Wärmetherapie, Atemtherapie, Elektrotherapie, Lymphdrainagen, passive, assistive und aktive Bewegungstherapie, Einzel- und Gruppengymnastik im Bewegungsbad, Hilfe bei der Prothesen- und Hilfsmittelversorgung sowie kontinuierliche passive Mobilisation auf Motorschienen angeboten.
Nach der operativen und konservativen Behandlung soll so besondern für alte Menschen eine entsprechende Nachsorge mit physiotherapeutischen Maßnahmen eingeleitet werden. Eine nach modernsten Gesichtspunkten eingerichtete physikalische und krankengymnastische Abteilung steht zur individuellen Behandlung zur Verfügung. Zusätzlich steht ein Schwimmbad zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es ein von den Krankenkassen anerkanntes Reha-Haus in ordenseigener Trägerschaft in Pfronten?.
Geschichte
Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul? kaufte 1890 das ehemalige Klosterbrauhaus der Franziskaner zum Heiligen Grab?, weil es damals in der Nähe ihres Mutterhauses lag. Zwei Jahre später eröffneten die Schwestern in diesem Gebäude ein Altenheim, das sie Sankt-Vinzenz-Pensionat nannten (8. Februar 1892).
Wieder ein paar Jahre später baute der Orden das Pensionat um und widmete einen Teil der Räume einer so genannten "Privatheilanstalt", die 50 Betten besaß. Man nahm sie am 1. Januar 1904 in Betrieb.
In den Kriegsjahren von 1914 bis 1917 diente das Krankenhaus als Rotkreuz-Lazarett.
1927 und 1934 wurden Erweiterungsbauten nötig und von 1936 bis 1943 richteten die Schwestern in dem Haus eine ordenseigene Krankenpflegeschule ein.
Auch im Zweiten Weltkrieg dienten Teile des Krankenhauses als Lazarett und 1944 wurde ein Teil der Gebäude bei Bombenangriffen auf Augsburg zerstört.
Der Wiederaufbau erfolgte in den Jahren 1946 und 1947.
1976 besaß das Krankenhaus nach einer Erweiterung etwa 250 Betten. 20 Jahre später riss man den Altbau ab und begann damit einen neuen Trakt zu bauen (1996). Das Krankenhaus wurde zur Belegarztklinik der 2. Versorgungsstufe und bot die Fachrichtungen Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie, Gynäkologie (ohne die Geburtshilfe), HNO- und Augenerkrankungen.
Oktober 1999 Eröffnung der KVB-Bereitschaftspraxis in Räumen des Vincentinums.
Im Jahr 2000 wurde das Ärztehaus beim Vincentinum gebaut.
Oktober 2000 Eröffnung des neuen Gebäudes für die KVB-Bereitschaftspraxis mit Verbindung zum Vincentinum.
Besuchszeiten
Durchgehend von 9 Uhr bis 19:30 Uhr
Adresse
Klinik Vincentinum Augsburg gGmbH
Franziskanergasse? 12
D-86152 Augsburg
Tel. 0821/31670
Fax. 0821/3167229
E-Mail: info(@)klinik-vincentinum.de
Auf der Rückseite des Vincentinums steht für Patienten und Besucher eine Tiefgarage mit 95 Stellplätzen zur Verfügung. Man erreicht die Tiefgarage über die Riedlerstraße? oder über Sankt Maximilian (beim ehemaligen Polizeirevier), dann links, vorbei am Gänsbühl und geradeaus.
Das Vincentinum ist auch im öffentlichen Nahverkehr? mit der Buslinie 35? leicht zu erreichen. Es gibt sogar eine eigene Haltestelle "Vincentinum".
Weblinks
Hauptseite | Gesundheit und Soziales | Krankenhäuser | Vincentinum
Dies ist ein Wiki und es ist nie fertig. Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie einfach an stoebener@augsburg-wiki.de



































