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Veranstaltungen Augsburg Oktober 2009
31. Oktober 2009
„Die Schöpfung“ mit Star-Solisten - Der Philharmonische Chor präsentiert Joseph Haydns Meisterwerk in „Herz Jesu“
Immer wieder bringt der Philharmonische Chor Augsburg das Kunststück fertig, Gesangs-Solisten zu verpflichten, die man in der Fuggerstadt normalerweise nicht zu hören bekommt. Diese lange Tradition setzt der Chor am 31. Oktober 2009 mit seiner Aufführung von Joseph Haydns „Schöpfung“ fort: Weltklasse-Bariton Michael Volle von der Bayerischen Staatsoper singt in der einzigartigen Jugendstil-Architektur von „Herz Jesu“ in Pfersee den Raphael und den Adam. Kongeniale Solo-Partner des neuen Shootingstars Volle sind keine Geringeren als Kammersänger Ulrich Reß (ebenfalls Bayerische Staatsoper) und die 2008 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnete Sopranistin Sophia Brommer vom Theater Augsburg. Last but not least: Es spielt das Philharmonische Orchester Augsburg, die Leitung hat Wolfgang Reß.
Jürgen Frantz, 1. Vorsitzender des Philharmonischen Chors, kann seinen Stolz über den gelungenen Coup kaum verbergen: „Michael Volle war buchstäblich ein Griff in die Vollen, einen solchen Star bekommt normalerweise nicht nach Augsburg.“ Augenzwinkernd räumt er allerdings ein, dass dabei der kurze Dienstweg des künstlerischen Chor-Chefs Wolfgang Reß über seinen Kammersänger-Bruder Ulrich an die Bayerische Staatsoper durchaus eine Rolle gespielt haben mag. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der Philharmonische Chor Augsburg auch in der Vergangenheit Weltklasse-Sänger wie Fritz Wunderlich, Dietrich Fischer-Dieskau oder Diana Damrau für seine Konzerte verpflichten konnte.
Haydns „Schöpfung“ ist das zweite Eigenkonzert des Philharmonischen Chors in diesem Jahr. Nach dem begeistert aufgenommen Experiment mit den beiden zeitgenössischen britischen Komponisten Karl Jenkins und Paul McCartney im Frühjahr haben Wolfgang Reß und sein Team sich diesmal wieder der Wiener Klassik zugewandt. „Die Schöpfung“ ist ein gewaltiges, ein mitreißendes, in manchen Teilen auch bezaubernd anmutiges Werk. Anlässlich des 200. Todestags des großen Komponisten erklingt es am Samstag, 31. Oktober 2009, um 19 Uhr in der Pferseer Jugendstilkirche „Herz Jesu“.
28. Oktober 2009
Moritz Daniel Oppenheim, Das altjüdische Familienleben. Bürgerliche Gleichstellung und neue Selbstwahrnehmung.
Vortrag von Dr. Eva Atlan, Kustodin der Kunstsammlung, Jüdisches Museum Frankfurt am Main. Jüdisches Kulturmuseum in der Halderstraße 6-8, ab 19 Uhr.
Moritz Daniel Oppenheims „Bilder aus dem Altjüdischen Familienleben“ sind programmatisch: Der Begründer der jüdischen Genremalerei versuchte alle religiösen Richtungen im Judentum anzusprechen. Dabei stellte er die inneren Werte des traditionellen Judentums gleichwertig neben die bürgerlichen Normen. Jüdische Bürger werden in seinen Bildern so zum integralen Bestandteil der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts.
26. Oktober 2009
Vortrag Interkulturelle Elternarbeit. Forschungsergebnisse und Konsequenzen für die Schulpraxis
Referent: Prof. em. Dr. Dr. Werner Sacher
Anhand der Ergebnisse aus PISA wird in diesem Vortrag zunächst das enorme Potenzial der Elternarbeit aufgezeigt und anschließend ein Modell effektiver Elternarbeit vorgestellt. Dieses Modell ist auf den Lern- und Erziehungserfolg der Kinder ausgerichtet und berücksichtigt sämtliche Grundlagen und Aufgaben der Elternarbeit. Unter Bezug auf dieses Modell und im Lichte zentraler Forschungsergebnisse werden sodann die Besonderheiten und Herausforderungen in der Beziehung zwischen der Schule und Eltern mit Migrationshintergrund erörtert. Thematisiert werden etwa die Bildungsaspirationen verschiedener Elterngruppen, die Atmosphäre der Kontakte zwischen Eltern und Lehrkräften, die Kontakte zwischen Eltern mit und ohne Migrationshintergrund, die Erziehungskooperation zwischen Familie und Schule sowie schließlich die Möglichkeiten zu Eltern bildung und Elterntraining. Konsequenzen für die praktische Arbeit werden jeweils bei der Erörterung der einzelnen Aspekte und in einer Zusammenfassung vorgeschlagen.
Zielgruppe: Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten
Termin: Donnerstag, 26. November 2009
Zeit: 18.15 - 19.45 Uhr
Ort: HS 1004, Physik-Hörsaalzentrum (Geb. T), Universitätsstraße 1
Der Referent:
Prof. em. Dr. Dr. Werner Sacher, 1966 bis 1974 Schuldienst in Unter- und Mittelfranken, begleitend Zweitstudium und Promotion, wissenschaftlicher Assistent an der Universität Würzburg, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Staatsinstitut für Schulpädagogik in München, Dozent an der Universität Bamberg, Habilitation 1986, 1991 bis 1996 Professor an der Universität Augsburg, 1996 bis 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Schulpädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg, seit April 2008 emeritiert. Forschung und Publikationen über Schul- und Bildungsgeschichte, Medienpädagogik, Allgemeine Didaktik, Schulentwicklung und Elternarbeit.
25. Oktober 2009
Wenn ich einen Nobelpreis verleihen dürfte, ginge er an Mo Yan.
(Kenzaburo Oe, japanischer Nobelpreisträger)
Frankfurter Buchmesse in Augsburg: Mo Yan liest
Der „wortgewaltigste Gegenwartsautor Chinas“ (br-online) Mo Yan nimmt an einer Veranstaltung der Universität Augsburg, des Vereins zur Förderung deutsch-chinesischer Beziehungen (Landkreis Unterallgäu) und der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Augsburg teil.
Er liest am Sonntag, 25. Oktober, um 18.00 Uhr im Reichle-Saal im Zeughaus Augsburg aus seinem im September bei Suhrkamp erschienenen Erfolgsroman „Die Sandelholzstrafe“. Den deutschen Text trägt der Schauspieler Torben Gerke vor. Dolmetscher und Moderator der anschließenden Diskussion ist Martin-Walser-Übersetzer Professor Huang Liaoyu (Universität Beijing). Der Eintritt ist frei.
Die deutschen Ausgaben der Romane von Mo Yan können an einem Büchertisch direkt erworben werden („Das rote Kornfeld“, „Die Knoblauchrevolte“, „Die Schnapsstadt“, „Der Überdruss“, „Die Sandelholzstrafe“). Mo Yan, der „schreibende Bauer“ aus Gaomi in der bayerischen Partnerprovinz Shandong lebt heute in Beijing, holt sich aber seine Geschichten und seine Figuren aus dem Landleben seiner Heimat. Er genießt in China und weltweit höchste Anerkennung für sein literarisches Werk mit seiner ungeschminkten, drastischen Gesellschaftskritik.
Die „Sandelholzstrafe“ (Tanxianxing) „ist heute schon ein bedeutsames chinesisches Werk, welches das Zeug zum Klassiker hat und dessen Übersetzung von Karin Betz als kongenial bezeichnet werden darf“ (hr-online). Die Geschichte einer großen Liebe in der Zeit des Boxeraufstandes um 1900 und der brutalen Hinrichtung des Katzenoper-Schauspielers Sun Bing ist der Roman mit dem stärksten Rückgriff auf vormoderne chinesische Erzählweisen und nimmt so eine Sonderstellung im Werk von Mo Yan ein. Mo Yan ist weder „Staatschriftsteller“ noch „Dissident“. Er ist einfach ein „Autor von Weltbedeutung“ (Tagesspiegel), der in seinem Werk kein Tabus kennt. In deftigen Worten lässt er das Volk die kommunistische Funktionäre kritisieren: „Wenn ein Partei und eine Regierung nicht für die Interessen des Volks eintreten, dann ist das Volk berechtigt, sie zu stürzen.“ „Das Volk ist nichts als schuftendes Vieh, mit seinem Blut und Schweiß mästet es die korrupten Beamten“ ( „Die Knoblauchrevolte“).
23. Oktober 2009
Die Stadtregierung lädt Bürger zum Mittagsgespräch ein
Es ist eine neue Form der Bürgersprechstunde, die Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl erstmals am Freitag, 23. Oktober, in den Zeughaus-Stuben am Zeugplatz 4 praktiziert.
Quasi als „Stadtregierung zum Anfassen“ stellt er sich von 11 bis 13 Uhr zusammen mit den Referenten in lockeren Gesprächsrunden allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung, die etwas „auf dem Herzen“ haben. „Das können Anregungen und Ideen für die Stadtgesellschaft sein. Aber genauso gut auch Kritik oder Wünsche und natürlich auch Lob. Wir nehmen es, wie´s kommt“, so der OB. Dr. Kurt Gribl möchte mit den Bürgern der Stadt in einer bewusst ungezwungenen Atmosphäre ins Gespräch kommen und zum Gedankenaustausch anregen. Art und Form des Zusammenkommens unterscheiden sich daher erheblich von der offiziellen Bürgerversammlung, die nach Artikel 18 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern gesetzlich vorgeschrieben ist. Sie muss mindestens einmal im Jahr vom Bürgermeister oder Oberbürgermeister einer Kommune einberufen werden. Der Termin dafür steht bereits fest. Getagt wird in diesem Jahr in Lechhausen, am Mittwoch, 25. November, um 19 Uhr im Gasthaus Grüner Kranz, Neuburger Str. 45. Im Unterschied dazu haben die Bürger bei der offenen Bürgersprechstunde eine gute Gelegenheit, auch informelle und persönliche Dinge anzusprechen. Wer möchte, bestellt sich auf eigene Kosten etwas zu Trinken und/oder zu Essen, um beim Mittagstisch den OB und die Referenten als „Stadtregierung zum Anfassen“ näher kennen zu lernen.
17. Oktober 2009
Filmerlebnis auf dem Wasser - Hallenbad und Sporthalle in Haunstetten feiern 35-jähriges Jubiläum
Vor 35 Jahren wurden das Hallenbad und die Sporthalle Haunstetten der Öffentlichkeit übergeben. Dies ist ein Grund zum Feiern. Aus diesem Anlass veranstaltet das Sport- und Bäderamt am 17. Oktober eine coole Fete für alle Freunde dieser Sportstätte. Gestartet wird mit bunten Animationsprogrammen, unter anderem Schnuppertauchen mit Augsburger Tauchsportvereinen, Babyschwimmen mit einer Schwimmschule, Aqua-Jogging, Aqua-Gymnastik sowie jeder Menge Spiel, Spaß und Sport. Wer den Vormittag eher musikalisch angehen will, kann bei flotter Live-Musik mit einer Combo der Schul-Big-Band St. Anna Jazz-Babies unter der Leitung des bekannten Jazz-Musikers Wolfgang Bauernfeind beim Frühschoppen dem quirligen Treiben im Bad zusehen. „Minis“ des Automobil- und Motorsport-Clubs Haunstetten werden auf einem Parcours ihr fahrerisches Können beweisen.
Gegen 13 Uhr wird Sportreferent Peter Grab in Begleitung der Cheerleaders des American Football-Club Augsburg Raptors die offizielle Begrüßung vornehmen. Nachmittags kocht dann bei einem Fun- und Actionprogramm mit Abenteuerspielen und Wasserfärben das Wasser, bis es heißt „Vorhang auf – Film ab“. Das bedeutet eine schwimmende Filmleinwand und Bade-Inseln, auf denen die Zuschauer ihren Überraschungsfilmhit bequem vom Wasser aus ansehen können, während Taucher vom Beckengrund aus für Spannung und Sicherheit sorgen. Ein Kinoaben(d)teuer für Groß und Klein, lockt mit einem einmaligen Super-Sonder-Eintrittspreis: Für Kinder bis 13 Jahre ist der Eintritt frei, jeder andere kann für 1 € mitfeiern.
Programm (Einlass ab 8 Uhr):
11 bis 14 Uhr
Frühschoppen mit der Schul-Big-Band St. Anna-Jazz-Babies in der Gaststätte
11.30 bis 12.30 Uhr
Schnuppertauchen mit dem Tauchsportverein Big-Blue e.V.
13 Uhr
Auftritt der Cheerleaders des American Football Club Augsburg Raptors e.V. (ca. 18 bis 20 Mädels)
13 Uhr
offizielle Begrüßung durch Bürgermeister und Sportreferent Peter Grab
13.30 bis 14.30 Uhr
Schnuppertauchen mit dem Tauchsportverein Augsburg e.V.
15.30 bis 17 Uhr
Fun & Action Animationsprogramm mit Moderation und Wasserfärben
17.30 Uhr
Überraschungsfilm
Mitwirkende:
Automobil- und Motorsport-Club Haunstetten e.V.
American Football Club Augsburg Raptors e.V.
Tauchsportverein Augsburg e.V.
Tauchsportverein Big Blue e.V.
St. Anna Jazz-Babies
Schwimmschule Flipper Augsburg
H2O fun events
14. Oktober 2009
Bilderbuchkino in der Stadtteilbücherei Göggingen
Am Mittwoch, 14. Oktober, wird für Kinder ab 4 Jahren um 15.30 Uhr das Bilderbuch "Kein Tag für Juli" auf Dias gezeigt und anschließend gebastelt. Der Eintritt zum Bilderbuchkino für Kinder ab 4 Jahren ist frei. Mitzubringen sind Schere und Klebestift. Inhalt: Für Juli ist das so ein ganz blöder Tag - er kann nämlich sein allerliebstes Glühwürmchen nicht finden. Und im Kindergarten ist es gar nicht lustig. Und zu Hause hat niemand Zeit für ihn. So ein verquerer Tag!
Anmeldungen unter der Telefonnummer: 0821 / 324 2728.
Versammlung der Augsburger Bürger mit Behinderung
Die Stadt Augsburg lädt gemäß Paragraph 4 der Satzung für die Vertretung von Menschen mit Behinderung in der Stadt zur Versammlung der Augsburger Bürger/-innen mit Behinderung ein.
Tag: Mittwoch, 14. Oktober 2009
Zeit: 18 Uhr
Ort: Neue Stadtbücherei, Ernst-Reuter-Platz in Augsburg
Die vorgeschlagene Tagesordnung:
1. Eröffnung und Grußwort durch Sozialreferent Max Weinkamm
2. Vortrag „Das persönliche Budget“
3. Bericht aus dem Behindertenbeirat
4. Anträge
5. Verschiedenes
Schwerpunktthema an diesem Abend ist: „Das persönliche Budget“, referiert von Antje Skolut, Bezirk Schwaben.
Rede- und abstimmungsberechtigt sind Personen, die in Augsburg wohnen, mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50. Die Vertretung durch Bevollmächtigte ist zulässig. Alle Interessierten mit und ohne Behinderung sind eingeladen und herzlich willkommen.
13. Oktober 2009
Workshop Comics & Politik in Lateinamerika - Vortrag und Zeichen-Schnellkurs
Dienstag, 13. Oktober 15 – 17.30 Uhr
Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Weiße Gasse 3, Augsburg
Referent: Juan Acevedo, Comiczeichner und Karikaturist aus Peru
Eine Kooperation von Agenda21 Eine Welt Koordination München und Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Juan Acevedo (Lima/Peru) zählt zu den bedeutenden Karikaturisten und Comicmachern Lateinamerikas. Mit kritischem Verstand und spitzer Feder begleitet er als Karikaturist die politischen Ereignisse seines Landes. Zu seinem Werk gehört auch eine Vielzahl hervorragend gemachter Hefte und Alben über Kinderrechte, Ausbeutung oder gerechte Gesellschaft. Besonders herausragend ist seine mehrbändige Geschichte Lateinamerikas - aus Sicht der Kinder. Comic-Kunst in Höchstform mit wissenschaftlicher Genauigkeit. Andere Arbeiten beschäftigen sich mit den Tragödien des Lebens wie Liebe, Sex & Crime. Wer glaubt, Comics seien nur etwas für Menschen mit Leseschwäche, der wird eines Besseren belehrt.
Auf Spanisch mit Übersetzung
Vortrag mit Schnellkurs „Einführung in Comic-Sprache“ - auch zum Mitzeichnen
Anmeldung erforderlich:
Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Weiße Gasse 3
86150 Augsburg
Tel.: 0821/ 3 72 61
Fax: 0821/ 15 67 40
Mail: wsw@werkstatt-solidarische-welt.de
www.werkstatt-solidarische-welt.de
Im Rahmen der Augsburger Friedensaktionen Gefördert von InWent aus Mitteln des BMZ
Buchpräsentation zur Augsburger Stadrechtsgeschichte am Dienstag, dem 13. Oktober 2009, um 19.30 Uhr in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg, Schaezlerstraße 25, 86152 Augsburg
- Musikalische Eröffnung: Villotta 1 "Era di Maggio" aus den anonymen 12 oberitalienischen Villotte des frühen 16. Jahrhunderts für drei Stimmen / Villotta 2 "Maggio valente" aus den anonymen 12 oberitalienischen Villotte des frühen 16. Jahrhunderts für drei Stimmen
- Eröffnung der Veranstaltung durch den Vorsitzenden der Juristischen Gesellschaft, Prof. Dr. Hans-Ulrich Jerschke
- Begrüßung durch Dr. Helmut Gier, Direktor der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
- Vortrag von Prof. Dr. Rolf Kießling
- Einführung in die Edition mit Erläuterung des Zusammenhangs zwischen Stadtrecht und europäisch-gemeinem Recht durch Professor Dr. Christoph Becker
- Musikalisches Zwischenspiel: "Von Ehr-abschneidischen Zungen" aus "Ohren-vergnügendes und Gemüth-ergötzendes Tafel-Confect" (Augsburger Tafelkonfekt), Augsburg, 1733-1746, Seite 35 (Erste Tracht, Nummer 6) / "Quodlibeticum: Wir haben drey Katzen" aus dem Augsburger Tafelkonfekt, Seiten 168 f. (Vierte Tracht, Nummer 5)
- Vorstellung zweier Forschungsvorhaben zur Augsburger Stadtrechtsgeschichte der Frühen Neuzeit durch Rechtsanwalt Stefan Ebner (Stadtrechtsreformation) und Assessorin Nicola Birk (Grundstücksgeschäfte)
- Musikalischer Ausklang: "Quodlibeticum: Summirum Summarum" aus dem Augsburger Tafelkonfekt, Seiten 169 f. (Vierte Tracht, Nummer 6) / "Drey Sauff-Brüder" aus dem Augsburger Tafelkonfekt, Seite 29 (Erste Tracht, Nummer 2)
- Anschließend Gelegenheit zu Gesprächen mit Imbiß
Es spielt das "Juridische Ensemble" in der Besetzung: Anja Scherg (Gesang), Barbara Seitz (Blockflöte), Julia Eschenbach (Violine), Ilka Kistner (Cembalo, Tambourin) und Michael Preis (Violoncello).
Hintergrund:
"Notwendigs Bedenckhen": Augsburger Stadtrechtsreformbemühungen im 16. Jahrhundert
Präsentation einer neuen Edition zentraler Dokumente mit festlichem Rahmenprogramm und der Vorstellung laufender Projekte zum Augsburger Stadtrecht am 13. Oktober in der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
"'Consvetvdines almae Reipublicae Augustanae' von Matthaeus Laimann und Georg Tradel mit 'Notwendigs Bedenckhen' von Georg Tradel", lautet der Titel eines vom Augsburger Rechtshistoriker Prof. Dr. Christoph Becker jüngst beim LIT Verlag herausgegebenen Bandes, der die kritischen Editionen zweier zentraler Handschriften zu den Augsburger Stadtrechtsreformbemühungen im 16. Jahrhundert versammelt. In einem festlichen Rahmen wird diese Neuerscheinung am 13. Oktober 2009 um 19.30 Uhr in der Staats- und Stadtbibliothek vorgestellt. Zu diesem Abend, der vom "Juridischen Ensemble" mit frühneuzeitlicher Musik umrahmt wird, lädt die Juristische Gesellschaft Augsburg als Veranstalterin alle Interessierten ein.
Im 16. Jahrhundert gab es in Augsburg - ähnlich wie in anderen Städten des Alten Reichs - Bestrebungen, das Stadtrecht vom Jahre 1276 zu reformieren. Die bis heute in der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek bewahrten Entwürfe und Denkschriften städtischer Juristen bezeugen die frühneuzeitlichen Versuche, das mittelalterliche Rechtsbuch mit seinen Nachträgen, mit weiteren Satzungen der Reichsstadt, mit Beobachtungen aus anderen Ortsrechten sowie Regeln des gemeinen Rechts zu einem schlüssigen neuen Statutarrecht zu verschmelzen. Ein endgültiger Beschluss zu einer Erneuerung des Stadtrechts gelang dem Augsburger Stadtrat bis zum Ende des Alten Reichs zwar nicht. Doch die hierfür erarbeiteten Konzepte belegen den jeweils erreichten Entwicklungsstand des Stadtrechts.
Zwei dieser Handschriften, die die Zeiten in der Staats- und Stadtbibliothek überdauert haben, wurden nun von Prof. Dr. Christoph Becker, Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht, Römisches Recht und Europäische Privatrechtsgeschichte an der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg, ediert und zusammen mit einigen einleitenden Texten als Band 14 der "Augsburger Schriften zur Rechtsgeschichte" beim LIT Verlag veröffentlicht. Bei den beiden Handschriften handelt es sich zum einen um eine von dem reichsstädtischen Ratsadvokaten Dr. Georg Tradel (1530-1598) und einem seiner Kollegen, dem 1589 verstorbenen Matthaeus Laimann, erarbeitete Zusammenstellung des Augsburger Stadtrechts mit dem Titel "Consvetvdines almae Reipublicae Augustanae"; zum anderen um eine von Tradel alleine verfasste und mit Notwendigs Bedenckhen" überschriebene Denkschrift zur Reformation des Augsburger Rechts.
Bei der Präsentation dieser Edition am 13. Oktober 2009 in der Staats- und Stadtbibliothek wird neben Becker selbst auch Prof. Dr. Rolf Kießling, ehemaliger Inhaber des Augsburger Lehrstuhls für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte, einführende Worte zur Geschichte Augsburgs zu Beginn der Frühen Neuzeit sprechen. Überdies werden von Becker betreute Doktorandinnen und Doktoranden, die sich einem stadtrechtshistorischen Thema gewidmet haben, aus ihren Forschungen berichten.
"Consvetvdines almae Reipublicae Augustanae" von Matthaeus Laimann und Georg Tradel mit "Notwendigs Bedenckhen" von Georg Tradel. Eine Zusammenstellung Augsburger Stadtrechts mit einer Denkschrift zu seiner Reform vom Ende des sechzehnten Jahrhunderts (Handschrift der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg 2° Cod. Aug. 168). Herausgegeben und bearbeitet von Christoph Becker (= Augsburger Schriften zur Rechtsgeschichte, Band 14), LIT Verlag, Berlin - Münster - Wien - Zürich - London 2008, 136 S., 29.90 EUR, gb., ISBN 978-3-8258-1859-3
11. Oktober 2009
Oper Extra
Don Carlos und Il re pastore
11. Oktober 2009
11.00 Uhr
Foyer, Großes Haus
Das Theater Augsburg startet im Oktober mit gleich zwei Premieren fulminant in die Musiktheatersaison 2009/10: Am 17. Oktober hat Verdis Don Carlos und am 25. Oktober Mozarts Il re pastore Premiere.
Ludger Engels, Oberspielleiter am Theater Aachen, ist für die Regie der Verdi-Oper verantwortlich. Augsburgs neuer Generalmusikdirektor Dirk Kaftan dirigiert mit Don Carlos seine erste Opernpremiere am Theater. Erstmalig wird auch der junge Bariton Seung-Gi Jung als Posa zu erleben sein. Der Koreaner, der seit dieser Spielzeit festes Ensemblemitglied am Theater Augsburg ist, hatte Ende August den renommierten Königin Sonja Wettbewerb in Oslo gewonnen.
Alexander May inszeniert Mozarts Jugendoper für das Foyer des Theaters. Carolin Nordmeyer, seit dieser Spielzeit 2. Kapellmeisterin am Theater Augsburg, ist für die musikalische Leitung verantwortlich. Gemeinsam mit Mitgliedern des Augsburger Opernensembles singen und spielen Studierende des Leopold-Mozart-Zentrums und der Musikhochschule München dieses musikalisch faszinierende Werk.
An der Einführungsveranstaltung am kommenden Sonntag, dem 11. Oktober 2009, um 11.00 Uhr werden Juliane Votteler (Produktionsdramaturgin von Don Carlos), Ludger Engels (Regisseur von Don Carlos), Dirk Kaftan (Dirigent von Don Carlos), Alexander May (Regisseur von Il re pastore) Carolin Nordmeyer (Dirigentin von Il re pastore) und Dr. Ralf Waldschmidt (Produktionsdramaturg von Il re pastore) Einblicke in die Produktion geben.
Für musikalische und künslerische Beiträge sorgen Kerstin Descher, Ute Fiedler, Stephanie Hampl, Cathrin Lange, Sally du Randt; Philipp Carmichael, Seung-Gi Jung, Ji-Woon Kim, Eberhard Peiker und der Damenchor des Theater Augsburg.
Der Eintritt beträgt 6,50 Euro.
8. Oktober 2009
Medien-Einladung: Präsentation des historischen Heimat-Krimis „Jodok“ von Peter Garski
Donnerstag, 8.10.2009 / 11.00 Uhr: Präsentation in der neuen Buchhandlung im Augsburger Hbf. --- 11.15 Uhr: Info-Frühstück, nebenan in der Bhf-Gaststätte Brauhaus 1516
Jeder Medien-Besucher erhält 1 „Jodok“-Buch.
Zu dem Buch:
Ein mysteriöser Mordfall geschah 1870 in der Wallfahrtskapelle St. Jodok, die zwischen Augsburg und München einsam am Waldrand steht. Auf dieses grausame Verbrechen - ein Mesner-Ehepaar wurde mit dem Beil erschlagen - stieß Peter Garski bei seinen Recherchen zum Krimi „Panik in der Puppenkiste“.
Im 19. Jahrhundert befällt das Eisenbahnfieber Bayern, der Märchenkönig entlobt sich, Preußen zieht mit Bayern gegen Frankreich und Sisi heiratet den österreichischen Kaiser. Geschildert wird das Schicksal von Menschen, die versuchen, aus ihrem Leben das Beste zu machen. Ein Hilfslehrer, der womöglich zwei Frauen schwängerte, erschießt sich. Ein Selbstmordforscher entdeckt den Mörder einer verzweifelten Pfarrhaushälterin.
Mit einer Mischung aus Historie und Fantasie hat Peter Garski aus dem ungeklärten Doppelmord im Wittelsbacher Land und anderen dubiosen Vorfällen einen Roman verfasst. Er spielt im Zeitraum 1840 bis 1930. Ganz anders geschrieben als die bisherigen sieben Augsburg-Krimis von Peter Garski.
Leidenschaft, Kampf, Lüge und Gier regieren das Leben mancher Personen in diesem Roman, die sich nicht dagegen wehren können, dürfen - oder wollen.
„Jodok“, von Peter Garski, einen Mischung aus Krimi und Heimatroman, wird in den nächsten Tagen ausgeliefert.
7. Oktober 2009
Ein Zuhause für die Ausgestoßenen
Straßenkinder in Kolumbien
Mittwoch, 7. Oktober
19.30 Uhr
Im Annhof 4, Hollbau, Veranstaltungsraum
Referent: Reinel Garcia Martinez, Direktor der Kinderrechtsorganisation Fundacion Creciendo Unidos, Bogotá, Kolumbien
Auf Spanisch mit Übersetzung
Eine Kooperation von Augustana-Forum, Brot für die Welt und Werkstatt Solidarische Welt e.V.
Im Rahmen der Friedensaktionen 2009
Im Süden von Bogotá leben drei Viertel aller Familien in Armut. Die Zahl der Schulabbrecher ist hoch, viele Jugendliche wachsen ohne Perspektive auf. Die Fundación Creciendo Unidos (FCU) hilft denen, die am staatlichen Schulsystem gescheitert sind, die gezielt gefördert werden müssen und nicht die finanziellen Mittel dazu haben.
Reinel García Martinez war früher selbst Kinderarbeiter und ist heute Direktor des Brot für die Welt-Projektpartners Fundación Creciendo Unidos. Die Stiftung unterstützt in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá arbeitende Kinder und Straßenkinder bei der Selbstorganisation. Sie bietet schulische Bildung und Fortbildung in Kinderrechtsthemen. Die Kinder werden bei der beruflichen Bildung und der Schaffung von Einkommensalternativen unterstützt. Darüber hinaus ist die Stiftung engagiert in der Koalition gegen die Einbeziehung von Kindern in den Krieg.
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