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Theater Augsburg

Theater Augsburg © Eva Stuhlmüller (www.augsburg-parrot.de)
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Die Bilder zeigen von links nach rechts die Fassade des Stadttheaters bei Nacht und bei Tag, den seitlichen Zugang zum Haupteingang und das Logo des Theaters Augsburg. Copyright aller Bilder by Theater Augsburg.
Allgemeines
Bis 1999 trug das Theater Augsburg den Namen "Städtische Bühnen Augsburg", die ein Vierspartenhaus waren. Das Theater Augsburg ist ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadt Augsburg.
Der Etat des Theaters beträgt um die 20 Mio. EUR, davon sind mehr als 16 Mio. EUR Zuschüsse, das Einspielergebnis liegt bei 17,7 Prozent. Das Theater Augsburg beschäftigt etwa 350 Menschen, davon etwa 20 Schauspieler (plus Gäste), mehr als 10 Sänger, etwa 30 Chormitglieder, um die 15 Ballettmitglieder, zum Orchester gehören mehr als 70 Angestellte. Die übrigen Theaterangestellten arbeiten in den Werkstätten und der Verwaltung. Das Theater Augsburg zahlt Gagen zwischen 1.600 und 3.500 EUR.
Unterstützt wird das Theater Augsburg durch die Theatergemeinde Augsburg e. V..
Geschichte
Die Freie Reichstadt Augsburg hatte schon immer Geld für Kultur und war berühmt für seine Theatertradition. Noch vor Nürnberg wurde hier die erste deutsche Meistersingschule gegründet (1450). Diese "Augsburger Meistersinger Gesellschaft" war nach der Nürnberger Schule die bedeutendste im deutschsprachigen Raum. Schon immer mischten sich Gesangsdarbietungen mit der Schauspielkunst und so verwundert es nicht, wenn die "Augsburger Meistersinger Gesellschaft" in Kirchen, Zunfthäusern und Gasthöfen so genannte "geistlich-christauferbauliche und mit schöner Musik unterspickten Betrachtungsstücke" aufführte.
In dieser spirituellen Theatertradition Augsburgs steht auch eine Eingabe von 1534 an Pfleger und Rat der Stat, ob man die Kunst im Sinne der Reformation, also streng nach der Bibel, wieder aufnehmen dürfe. Aus den Jahren zwischen 1535 und 1614 kennt man 262 Meistersinger mit Namen, doch brachte der 30jährige Krieg den Niedergang des Meistergesangs. Erst Jahre später erholt sich das künstlerische Leben in Augsburg und 1665 wird der "Meistersinger-Stadel" am Lauterlech? errichtet, der also als erster Theaterbau Augsburgs betrachtet werden kann. Der Meistersinger-Stadel war ein Holzbau, der 1776, also genau 111 Jahre später durch einen massiven Steinbau, ein "Städtisches Schauspielhaus" ersetzt wurde.
Zuvor war in der großen Wirtschaftskrise von 1772 das Schauspiel verboten worden und die "Augsburger Meistersinger Gesellschaft" fand ein Ende, aber mit dem neuen Theaterbau hatte nun wirklich ein "Theater großen Stils", das renommierte Ensembles aus aller Welt anzog. Im Oktober 1777 besuchte z. B. Wolfgang Amadeus Mozart das Theater, dessen Oper "Don Giovanni" hier schon im Uraufführungsjahr 1787 gespielt wurde, ebenso die "Zauberflöte" 1793. Der Librettist der "Zauberflöte", Emmanuel Schickaneder?, gastierte öfter in Augsburg und heiratete hier eine Kollegin.
Im Laufe der Jahre kam der Bühnenbau jedoch herunter und als in der Loge des Bürgermeisters Ludwig von Fischer? ein Brand ausbracht, beschloss man im Jahr 1876 einen Neubau. Als das neue repräsentative Theater fertiggestellt war, nutzte man das Theater am Lauterlech als "Leichenversorgungsamt", obwohl die Augsburger ihm den Namen "Komödienstadel" verliehen. Wie das Stadttheater wurde auch dieser Bau bei dem großen Luftangriff auf Augsburg im Februar 1944 total zerstört.
Im 19. Jahrhundert war es üblich, das Stadttheater an den jeweiligen Direktor zu verpachten, der Erfolg wie Misserfolg tragen musste, während die Stadt höchstens Zuschüsse gab. 1919 kommunalisierte man dann das Theater, das aber in den 20er Jahren vorübergehend auf die Sparten Schauspiel und Operette verzichten musste und nur hin und wieder mit Gastspielen der Münchener Kammerspiele rechnen konnte. Es war eine wirtschaftlich schwierige Zeit. 1929 gelangten die ersten Freilichtbühnenstücke zur Aufführung.
Von 1931 bis 1936 war Erich Pabst? Intendant am Augsburger Theater. Obwohl er vorgab absolut politisch neutral zu sein, war seine Theaterleitung schon stark nationalistisch ausgerichtet.
Außerdem wurde das Theater per NS-Theatergesetz sowie der Zensur von Menschen gereinigt, die ein Dorn im Auge der Nationalsozialisten? Augsburgs waren. Unter anderen entließ man Paul Frankenburger?, obwohl er schon seit 1924 Kapellmeister war. Nur: Als Jude hatte er am Augsburger Theater verspielt und ging noch 1933 unter dem Namen Paul Ben Haim nach Palästina.
Ein Theaterabo wurde nun automatisch mit der Mitgliedschaft in der NS-Kulturgemeinde? von Augsburg verbunden. Die Spielpläne wurden von unliebsamen Autoren gereinigt, die man durch regimefreundliche Schriftsteller oder Klassiker ersetzte.
Noch unter Erich Pabst? kam es zu Plänen, das Theater umzubauen, mit einer breiteren Fassade auszustatten und so der geplanten monumentalen Aufmarschstraße zu einem so genannten Gauforum ein angemessenes Gesicht zu geben. Um dieses Projekt voranzutreiben, kam Adolf Hitler am 24. September 1935 selbst ins Stadttheater. Der Umbau wurde zur Chefsache erklärt.
1936 wurde der neue Intendant Leon Geer? Mitglied der NSDAP? und richtete den Spielplan immer mehr an den nationalsozialistischen Vorgaben aus. Die Fachschaft Bühne an der Reichstheaterkammer in Berlin sorgte ab 1936 für die Gleichschaltung auch des Augsburger Theaters. Eine Freiheit der Kunst gab es nun nicht mehr.
1936 inszenierte Leon Geer? Wilhelm Tell von Friedrich Schiller. In dieser Aufführung setzten die Schauspieler den Rütlischwur als Hitlergruß um.
1937 konnte mit dem Umbau des Theaters begonnen werden. Adolf Hitler besuchte die Baustelle bis zu ihrer Eröffnung drei Mal, was zeigte, wie wichtig ihm der Umbau war.
1938 entließ man den linientreuen Leon Geer?, weil er wegen mangelnder künstlerischer Qualität und anderer Vorwürfe nicht mehr haltbar war.
Der Krieg führte zur Zerstörung des Stadttheaters, das erst 1956 wieder von den "Städtischen Bühnen" bezogen wurde. Heute ist das Theater Augsburg ein Mehrspartenbetrieb mit Musiktheater, Schauspiel und Ballett.
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In den 1980er Jahren begannen die Diskussionen um die Sanierung des Theaters, nachdem man 1976 die Hauptbühne überarbeitet hatte. In den nachfolgenden Jahren diskutierten die Kulturpolitiker aber stattdessen über den Neubau eines Schauspielhauses.
In der Spielzeit 2004/2005 hatte das Theater 243.650 BesucherInnen. 2004/2005 wurde im Jahresabschlussbericht zum ersten Mal die Notwendigkeit der Sanierung des Großen Hauses als dringlich beschrieben. Eine Generalsanierung wurde auf etwa 16 Mio. € geschätzt. Im Finanzausschuss wurde die Generalsanierung anerkannt und die Aufgabe auf mehrere Jahre verteilt. Die Sanierung begann im Jahr 2007. Die Idee eines neuen Schauspielhauses wurde vom Stadtrat? im Jahr 2005 aufgegeben.
In der Saison 2007/2008 kamen, wenn man den Opernball und diverse sonstige Veranstaltungen einrechnet, etwa 220.000 Zuschauer ins Theater Augsburg, was auch dadurch finanziert wurde, dass der Freistaat Bayern? 5,3 Mio. €, der Bezirk Schwaben 33.300 € und die Stadt Augsburg 11,5 Mio. € zuschossen. Das bedeutet, dass der Steuerzahler etwa 76,50 € im Jahr pro Besucher des Theaters Augsburg aufwenden musste. Damals kostete das Drei-Sparten-Theater der Stadt nach Angaben der Süddeutschen Zeitung? mehr als elf Mio. € im Jahr. In der gleichen Saison erhielt das Projekt Rap for peace einen festen Standort im Theater, sprich seitdem finden Aufführungen des Projekts auf der Großen Bühne statt.
Ebenfalls in der Spielzeit 2007/2008 legte Juliane Votteler den zeitlichen Schwerpunkt der Aufführungen auf die 1920er-Jahre, während 2008/2009 die 1930er-Jahre im Focus der Aufführungen standen.
2008 ist das Projekt MEHR MUSIK! am Theater angelaufen. Es findet in Kooperation mit der Stadt Augsburg und dem „Netzwerk neue Musik“ der Kulturstiftung des Bundes statt. Das Ziel ist, neue Musik zu vermitteln, was vornehmlich an Kindergärten, Schulen und in Kursen und Veranstaltungen passiert. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt.
Für den Dezember 2008 gab das Theater mit 47.000 Besuchern in 93 Vorstellungen einen Besucherrekord bekannt, der seit 10 Jahren nicht mehr erreicht worden war. Spitzenreiter der besuchten Vorstellungen waren das Weihnachtsmärchen "Die Schneekönigin", Puccinis "Madama Butterfly" und die Komödie "Arsen und Spitzenhäubchen".
Die Spielzeit 2008/2009 am Theater Augsburg war sehr erfolgreich. Über 28.000 Besucher sahen allein die Produktionen von "Das Land des Lächelns", "Die Comedian Harmonists", "Carmina Burana" und die Operngala zum 80jährigen Bestehen der Freilichtbühne. Die Auslastung auf der Freilichtbühne lag damit trotz des sehr unbeständigen Wetters bei rund 75 Prozent, was einen Zuwachs von 20 Prozent zum Vorjahr bedeutete. Es kamen insgemsamt etwa 248.000 Besuchern in der Spielzeit 2008/2009. Die Auslastung im Großen Haus lag bei 74 Prozent, das sind knapp 10 Prozent mehr als in der Spielzeit 2007/2008.
Im September 2009 regte Generalmusikdirektor Dirk Kaftan einen Förderpreis für musikalischen Nachwuchs an. Er soll vom Philharmonischen Orchester Augsburg? in Kooperation mit der Albert-Greiner-Musikschule? und dem Leopold-Mozart-Zentrum 2010 zum ersten Mal vergeben werden.
Im Sommer 2008 wurde der Beschluss zu einer Grundlagenermittlung zum Theaterstandort Augsburg durchzuführen. Ab Juni 2009 wurden dann die Spiel- und Werkstätten, die Probe- und Verwaltungsräumlichkeiten des Theaters Augsburg von drei zusammenarbeitenden Fachunternehmen genau untersucht, um eine Bestandsaufnahme zu machen und Handlungsempfehlungen vorzuschlagen. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden am 11. Dezember 2009 dem Werkausschuss und den einzelnen Fraktionen der Stadt Augsburg vorgestellt.
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Die Ergebnisse im Einzelnen:
- Das Theater Augsburg hatte eine desolate Bausubstanz mit Bauschäden in allen Bauteilen.
- Es braucht eine komplette energetische Sanierung im Sinne der Energieeinsparungsverordnung.
- Die innerbetriebliche Logistik ist ineffizient und kann weder durch Umbau noch Anbau verbessert werden.
- Nach Abwägungen von verschiedenen Standorten für eine mittlere Spielstätte des Theaters schlagen die Fachleute eine Generalsanierung und einen Gesamtneubaukomplex vor, der auf der Ebene des Bühnenniveaus liegt, um eine einfache und effiziente Transportlogistik zu gewährleisten.
- Um die Kosten für eine derartige Generalsanierung mit Neubau aufzubringen, wird von den Fachleuten ein mehrjähriger Stufenplan vorgeschlagen. Begonnen werden soll mit einem Neubau samt mittlerer Spielstätte für etwa 400 Besucher an der Kasernstraße. Danach erst soll die Sanierung des Großen Hauses erfolgen. In dieser Zeit soll der Neubau als Ausweichspielstätte dienen. Im dritten Schritt will man das Große Haus wieder beziehen und als vierten Schritt die Sanierung der Freilichtbühne angehen.
Die Kosten für die Handlungsempfehlungen wurden auf etwa 100 Mio. € geschätzt.
Im Januar 2010 waren über 25.000 Besucher im Theater Augsburg, was seit 14 Jahren der höchste Wert für einen Januar war. Ausverkauft waren die Vorstellungen von "Die Zauberflöte", "Waschsalon Wunderlich", "Arsen und Spitzenhäubchen", "Das Tagebuch der Anne Frank" und "Ronja Räubertocher". Auch die beiden Aufführungen des Neujahrskonzertes, das in diesem Jahr zum ersten Mal wiederholt wurde, waren nahezu ausverkauft.
Ende April 2010 ließ die Stadt verlauten, das Sanierungskonzept für das Theater werde "Zug um Zug" umgesetzt. Ein so umfangreiches Projekt sei nicht innerhalb der nächsten Jahre zu bewältigen. Priorität genieße zunächst die Schaffung einer Interimsspielstätte.
Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde Ernst Niedermüller neuer Technischer Direktor am Theater Augsburg und trat damit die Nachfolge von Jürgen Höfer an, der ab Oktober 2010 Technischer Direktor bei den Salzburger Festspielen wurde. Seit 2000 war Ernst Niedermüller Technischer Leiter für den Bühnenbetrieb und stellvertretender Technischer Direktor am Bayerischen Staatsschauspiel. Zuvor war er am Staatstheater Mainz und an den Münchner Kammerspielen beschäftigt.
Im Jahr 2010 wurde das Theater Augsburg vom internationalen Opernmagazin "opernwelt" in der Kategorie "Opernhaus des Jahres" nominiert. Markus Thiel vom Münchner Merkur sah das Musiktheater des Theater Augsburgs „als Modellfall für Stadttheater in Finanznöten: ein hoch ambitioniertes, nie zeigefingerndes Programm von der Kulinarik (Don Carlos) über Vernachlässigtes (Der ferne Klang) bis zur ironischen Selbstbespiegelung (I hate Mozart), das musikalisch immer, regietechnisch meistens befriedigt“.
Im Januar 2011 forderte die Stadtratsfraktion der GRÜNEN in einem Dringlichkeitsantrag Klarheit und Verbindlichkeit über die aktuellen Planungen der Stadtregierung zur Sanierung des Großen Hauses. Von der Sanierung des Großen Hauses, die von der Regenbogen? –Regierung beschlossen und begonnen worden sei, höre man nichts mehr und im Haushalt seien dafür auch keine Mittel eingeplant.
Im März 2011 wird dem Theater Augsburg zum dritten Mal von der Umweltgutachtenorganisation INTECHNICA bestätigt, dass das Theater Augsburg die Anforderungen der Verordnung EG 761/2001 erfüllt. Das Theater Augsburg ist damit eine von zwei Dienststellen (insgesamt sechs Unternehmen) in Augsburg, die nach EMAS validiert wurden und deren Umweltmanagementsystem in allen Elementen der EMAS entspricht. EMAS (Eco-Management and Audit-Scheme) ist die höchste europäische Auszeichnung für systematisches betriebliches Umweltmanagement. Beim Theater Augsburg wurden unter anderem das Dach und die Fassade des Großen Hauses saniert und sämtliche Fenster im Großen Haus erneuert. Dadurch konnte der Fernwärmebedarf deutlich reduziert werden.
Anfang August 2011 gab das Theater für die Saison 2010/2011 einen vorläufigen Besucherstand von 198.353 Besuchern, in dem die zwölf Gastspiele im August auf der Freilichtbühne noch nicht enthalten waren. Die Auslastung im Großen Haus lag bei 76%, was im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 3% bedeutete. Das Schauspiel "Der Besuch der alten Dame" war mit einer Auslastung von 92,3% der Publikumsrenner. Nur beim Weihnachtsmärchen "Die kleine Hexe" war die Auslastung mit 94,7% noch etwas höher. Im Musiktheater war Mozarts Oper "Le nozze di Figaro" mit einer Auslastung von 82,8% das beliebteste Stück, gefolgt von Wagners "Tristan und Isolde" mit 79,2%. In der Sparte Ballett hatte die Produktion "Gemischtes Doppel" auf der Hinterbühne mit 99,1% die beste Auslastung (785 Besucher). Die meisten Besucher kamen aber zu der Koproduktion von Ballett und Musiktheater "Orpheus - Saitenschlag" mit 7264 Zuschauern. Im Konzert zählten das Silvester- und Neujahrskonzert sowie die drei Familienkonzert mit jeweils einer Auslastung von über 100% zu den Spitzenreitern. Die Sinfoniekonzerte in Gersthofen waren durchschnittlich mit einer Auslastung von 90,5% besucht.
Am 2. Dezember wurde Katharina Heier als Siegerin im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks auf Bundesebene in Bielefeld im Bereich Damenschneiderei ausgezeichnet. Sie absolvierte ihre Lehre in der Werkstatt der Kostümabteilung des Theaters Augsburg unter der Ausbildungsleitung von Claudia Neumann. Zunächst war sie mit einem schwarzen doppelreihigen Cashmeremantel in 60er-Jahre Schnittführung und ausgefallener handgearbeiteter Verzierung mit passendem Minirock beste Absolventin in Schwaben, dann siegte sie im bayernweiten Wettbewerb und errang sogar den ersten Platz auf Bundesebene. Zudem wurde ihr Gesellenstück in Bielefeld als beste Arbeit in Hinblick auf Kreativität und Design im Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk“ prämiert.
Details
Spielorte
Der wichtigste Spielort ist das Stadttheater Augsburg?. Daneben wird die Komödie, die Freilichtbühne und der Hoffmann-Keller? bespielt. Das Philharmonische Orchester, das zum Theater Augsburg gehört, bespielt die Augsburger Kongresshalle?. Nicht zu vergessen: Im Foyer des Stadtheaters Augsburg? werden regelmäßig Lesungen abgehalten.
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Neben diesen Spielorten ist auch noch der Theater-Container zu nennen. Damit wird ein Bühnenprovisorium in Augsburg bezeichnet, das etwa 15 Jahre lang dem Theater Augsburg Aufführungen ermöglichen soll. Am 14. Juni 2011 meldete die Augsburger Allgemeine, dass bei einer zweiten Ausschreibung für den auf 5,3 Mio. Euro geplanten Theater-Container insgesamt 14 Firmen das Leistungsverzeichnis von der Stadt Augsburg angefordert hätten und der Theater-Container als Spielstätte ab 2012 verfügbar sein soll.
Finanzsituation
Es ist ein offenes Geheimnis, dass öffentliche Theater subventioniert werden. Das ist natürlich auch in Augsburg so. Seit dem Haushalt 2004/2005 hat der Freistaat Bayern? seine Zuschüsse für das Augsburger Theater um 335.000 Euro im Jahr gekürzt. Die Stadt Augsburg hat jedoch als Oberzentrum diese Kürzung hingenommen und den Spielbetrieb wie gewohnt aufrechterhalten, um der kulturellen Einrichtung strukturelle Einbußen zu ersparen. Im Jahr 2007 ist so ein Defizit von 1,8 Mio. Euro aufgelaufen, weshalb der Stadtrat eine Aufstockung des städtischen Zuschusses pro Jahr um 600.000 Euro beschlossen hat.
Das städtische Kulturreferat? verweist jedenfalls darauf, dass das Theater positive Kennzahlen aufweise. Die Besucherzahlen liegen kontinuierlich zwischen 240.000 und 250.000. Man habe die Einspielergebnisse erhöht, die Personalkosten reduziert und im Vergleich mit 18 anderen deutschen Häusern mit mehreren Sparten habe das Augsburger Theater den geringsten Betriebskostenzuschuss (etwa 70 Euro pro Besucher in der Spielzeit 2003/2004). Das Augsburger Kulturreferat? verweist auf den Bayerischen Rechnungshof und ist überzeugt, dass das städtische Theater "wirtschaftlich" arbeitet. Da hilft auch nicht der Verweis, dass ein Privatunternehmen mit einer solchen Bilanz schon längst hätte dichtmachen müssen. Ein städtisches Theater hat damit kein Problem, es ist ja das Geld von uns Steuerzahlern, das hier dem Augsburger Bildungsbürger zu seiner Eintrittskarte überreicht wird.
Auszeichnungen
2008 wurde der Regisseur Jan Philipp Gloger, der in der Spielzeit 2008/2009 am Theater Augsburg "Emilia Galotti" inszenierte, für seine Inszenierung von Goethes "Clavigo" am Theater Augsburg bei den Bayerischen Theatertagen? mit dem Regie-Preis ausgezeichnet.
Nach dreijähriger Ausbildung zur Maßschneiderin-Damen am Theater Augsburg wurden 2009 zwei Gesellinnen für ihre herausragenden Leistungen in der Gesellenprüfung ausgezeichnet: Eva Kuppelmayer und Frances Maslin. Als Gesellenstück nähte Frau Kuppelmayer ein Kostüm mit doppelreihigem Schnitt, Frau Maslinb verwendete wollige Materialien bei der Umsetzung. Die Lehrwerkstatt der Kostümabteilung des Theater Augsburg, seit 2007 unter der Leitung von Frau Claudia Neumann, bildete 2009 sechs Auszubildenden aus und vermittelte einer Praktikantin die handwerklichen Fertigkeiten für diesen Beruf.
Besonderheiten
Service für Schwerhörige
Schwerhörige können sich am Theater Augsburg Hörbügel ausleihen, die an eine Infrarotanlage gekoppelt sind und zu einem besseren Hören beitragen. Zusätzlich wird eine Induktionsanlage angeboten, über die Schwerhörige, die ein Hörgerät mit Telefonspule besitzen, ebenfalls besser mithören können. Man braucht nur noch auf den Wahlschalter "T" umstellen, um bestens mithören zu können. Es handelt sich um eine Infrarot-Anlage, die alle Theaterplätze erreicht. Man kann gegen Pfand auch Kopfhörer ausleihen.
Die Theatercard
Wer eine goldene oder silberne Theatercard besitzt, bekommt preisliche Vergünstigungen. Sie gibt es auch für bestimmte Gruppen.
Sonstiges
Tag der offenen Tür
Natürlich veranstaltet das Theater auch regelmäßig einen Tag der offenen Tür, an dem die Besucher einen Blick hinter die Kulissen zu werfen können und es unterschiedlichste Aktionen und Darbietungen gibt. Etwa Führungen durch das Haus. Die Besucher gelangen an Orte im Theater, etwa in den Ballettsaal oder in den Fundus, die ihnen sonst verschlossen bleiben. Oder man kann die Bühnen-Technik-Show studieren, die Aufgaben der Licht- und Tontechniker, die jenseits des Rampenlichts eine Vorstellung erst möglich machen. In der Ballett-Ecke wird alles rund um den Tanz am Theater vorgestellt. Auch für die Klein(st)en wird einiges geboten. Neben Kinderschminken, bei dem die Kinder von professionellen Maskenbildnerinnen des Theaters betreut werden, sowie einem Luftballonstand, gibt es die Möglichkeit im Rahmen von „Triff die Oper“ erste Einblicke in das Musiktheater zu gewinnen. Vor allem für Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren besteht die Gelegenheit, das jtt näher kennen zu lernen. Abschluss dieses Tages ist die Verleihung des Theaterpreises Augsburg. Selbstverständlich wird den ganzen Tag der offenen Tür auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Eintritt für den Tag der offenen Tür und die Verleihung des Theaterpreises ist frei. Den Termin des Tages der offenen Tür erfährt man auf der Webseite des Theaters oder in der Presse.
Adresse
Theater Augsburg
Kasernstrasse 4-6
D-86152 Augsburg
Telefon: +49/821/3244900
Telefax: +49/821/3244544
theater@augsburg.de
Theaterkasse
Telefon: +49/821/3244900
Telefax: +49/821/3244517
von 09:00 - 18:30
Weblinks
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