Dies ist ein Wiki und es ist nie fertig. Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie einfach an
stoebener@augsburg-wiki.de
Hauptseite | Einkaufen und Arbeiten | Augsburger Branchenbuch | E | Energieversorgung | Stadtwerke Augsburg
Stadtwerke Augsburg

Der größte Augsburger Versorger. Die Stadtwerke liefern für etwa 350.000 Menschen in Augsburg und der Umgebung Energie und Wasser. Darüber hinaus sind sie der größte Träger des ÖPNVs in Augsburg.
Allgemeines
Die Stadtwerke Augsburg beschäftigen rund 1.800 Mitarbeiter aus 16 Nationen (Stand 2011) und sind damit einer der größten Arbeitgeber in der Stadt. Das Unternehmen bietet Augsburg die Möglichkeit, die Wirtschafts- und Umweltpolitik mitzubestimmen.
Geschichte
Laut eigenen Angaben betrug die Wertschöpfung der Stadtwerke Augsburg 2007 fast 181 Millionen Euro. Der Umsatz lag bei 372 Mio. €, die Bilanzsumme bei etwa 876 Mio. €. Aufträge an die Wirtschaft der Region gab es für fast 40 Mio. €, 16 Mio. € waren Konzessionsabgabe an die Stadt Augsburg und 10 Mio. € gingen an die Gesellschafter. Betreiber regenerativer Stromerzeugungsanlagen bekamen mehr als 25 Mio. € von den Stadtwerken, die 2007 etwa 1.800 Arbeitsplätze boten, wofür ca. 88 Mio. € an Pensionszahlungen und Gehältern aufgewendet wurden. Allein 2 Mio. € waren notwendig, um die etwa 100 Auszubildenden zu unterhalten.
Im Mai 2008 ging das Biomasse-Heizkraftwerk der Stadtwerke Augsburg in den Probebetrieb. Anfang Juni 2008 übernahmen die Stadtwerke das Kraftwerk offiziell von dem Generalsunternehmen Kraftanlagen München. Es war zur Zeit der Übernahme das größte in Bayerisch-Schwaben und in seiner Leistungsklasse das erste dieser Art. Hier werden pro Jahr 80.000 Tonnen Hackschnitzel aus heimischen Wäldern, die anders nicht verwendet werden könnnen, zur umweltfreundlichen Erzeugung von Wärme und Strom verwendet. Das entspricht vom Energieinhalt der Verbrennung von 21 Mio. Litern Heizöl, nur dass deren Verbrennung nicht CO2-neutral ist. Das Heizkraftwerk fügt sich in die Strategie der Augsburger Stadtwerke, immer mehr Energie selbst zu erzeugen und so von Rohstofflieferungen aus dem Ausland unabhängiger zu werden. Der Energiemix soll die Umwelt schonen, wirtschaftlich sein und Versorgungssicherheit garantieren. Mit dem Biomasse-Heizkraftwerke erreichte die Eigenerzeugung von Energie und Wärme im Jahr 2008 stolze 28 Prozent. Das ist in etwa der Anteil erneuerbarer Energien an der städtischen Stromerzeugung. Mit dem erzeugten Strom können die Stadtwerke etwa 20.000 Haushalte versorgen, mit der Wärme etwa 3.500 Einfamilienhäuser beheizen. Und das bei einem Wirkungsgrad von etwa 75 Prozent. Insgesamt haben die Augsburger Stadtwerke etwa 24 Mio. Euro in das Heizkraftwerk investiert.
Seit dem Sommer 2008 haben die Stadtwerke bis in den Herbst 2008 etwa 900 Kunden an die Konkurrenz verloren.
Im Herbst 2008 statteten die Stadtwerke Augsburg 700 Haushalte zum Test mit „intelligenten Stromzählern“ aus. Funktioniert der Test sollen die etwa 140.000 Stromzähler im Stadtgebiet nach und nach ausgetauscht werden. Das Gerät liest nicht nur Strom ab, sondern kann auch Gas, Wasser und Fernwärme messen und den Verbrauch in die Zentrale melden. Der Vorteil: Man kann den Preis für Verbräuche an die Nachfrage anpassen und die Kunden können mehrmals am Tag zum jeweils günstigsten Anbieter wechseln – vollautomatisch. Für das Pilotprojekt gaben die Stadtwerke etwa eine halbe Million Euro aus, jeder „intelligente Zähler“ kostet ungefähr 200 Euro.
Kritiker der Griblschen Stadtregierung - etwa Verdi - warfen ihr Ende 2008 vor, die Augsburger Stadtwerke immer mehr als Geldbeschaffungsmaschine zu sehen, was dazu führen könne, dass Arbeitsplätze abgebaut würden, wenn die Gewinne zu sehr von der Stadt abgeschöpft würden.
2010 gingen die Stadtwerke Augsburg eine Kooperation mit der Siemens AG ein, um in einem erst einmal auf zwei Jahre ausgelegten Pilotprojekt in Augsburg die Elektromobilität einzuführen (Errichtung von Ladestationen für Elektroautos, Entwicklung von Elektromobilitätskonzepten etc.).
Im Januar 2012 führten die Stadtwerke Augsburg ein neues, etwas verändertes Logo ein. Grund für die Umstellung war die mangelnde Wahrnehmbarkeit des bisherigen Signets, vor allem aus einiger Entfernung. Während die stilisierte Zirbelnuss beibehalten wurde, hat man "Stadtwerke Augsburg" durch die Abkürzung "swa" mit größeren und damit auffälligeren Buchstaben ersetzt. Viele alteingesessene Augsburger brachten mit dem Unternehmenskürzel "swa" auch die 1986 geschlossene Mechanische Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg? in Verbindung. Nachdem über 25 Jahre ins Land gegangen waren, war eine Verwechselung unwahrscheinlich. Im übrigen hatten das Textilunternehmen und die Stadtwerke eine Menge gemein, befindet sich die Konzernzentrale der Stadtwerke doch am Hohen Weg auf jenem Gelände, auf dem einst das Riedinger-Gebäude stand; Ludwig August Riedinger? leitete die Textilfabrik von 1843 bis 1852 und war danach mit seiner eigenen Firma ein Pionier für die Gasbeleuchtungen von Städten.
Details
Ein Teil der Gewinne aus den Geschäften der Stadtwerke Augsburg kommen der Stadt zugute: etwa in der Form des Kultursponsorings oder der Subventionierung des Nahverkehrs.
Ausbildungsbetrieb
Die Stadtwerke Augsburg sind einer der großen Ausbildungsbetriebe in Augsburg. So hatten sie z. B. im Herbst 2011 fast 120 Auszubildende in ihren Versorgungs- und Verkehrsunternehmen. Die Ausbildungsgänge bei den Stadtwerken Augsburg sind so vielfältig wie das Unternehmen selbst: gesucht werden immer wieder Industriekaufleute, Fachkräfte im Fahrbetrieb, Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, Anlagenmechaniker, Industriemechaniker u. a. Um die jungen Leute kümmern sich eigene Ausbilder, die unter anderem auch dafür sorgen, dass die Ausbildung bei den Stadtwerken nicht nur fundiert, sondern erstklassig ist, was auch jedes Jahr sehr gute Abschlüsse bis hin zu Kammersiegern auf Landesebene beweisen. Wer bei den Stadtwerken Augsburg ausgebildet wird, hat im Normalfall auch hohe Chancen danach übernommen zu werden.
Umweltengagement
Auch die Stadtwerke Augsburg engagieren sich für einen umweltfreundlichen Umgang mit Energie. Das geschieht durch professionelle Beratung auf diesem Gebiet, durch Ökoprodukte, Förderprojekte, Naturschutz, Erdgas- und Elektrofahrzeuge, Investitionen in Zukunftstechnologien sowie durch den Betrieb von Kraftwerken, die erneuerbare Energien effizient nutzen. Dazu kommen regionale Versorgungs- und Mobilitätskonzepte sowie spezifische Energielösungen für Kunden, die von der Beratung über den Komplett-Service bis zur Finanzierung reichen.
Konkrete Beispiele
Biomasse-Heizkraftwerk
Die Stadtwerke Augsburg betreiben ein Biomasse-Heizkraftwerk in Lechhausen?, in dem pro Jahr aus 80.000 Tonnen Hackschnitzel Wasserdampf von 500 Grad Celsius erzeugt werden. Durch eine Kraft-Wärme-Kopplung gewinnt man so Strom für mehr als 20.000 Haushalte und Fernwärme für etwa 3.500 Einfamilienhäuser – bei neutraler CO2-Bilanz. Durch die parallele Erzeugung von Strom und Wärme wird dabei die Effizienz gesteigert. So kann der Energiegehalt des Holzes zu 50 % in Wärme und zu 27 % in elektrische Energie umgewandelt werden, wodurch etwa 21 Millionen Liter Heizöl gespart werden. Und das Beste dabei: Das Holz stammt zu 70 % aus Wäldern der Region Augsburg.
Prinz-Karl-Viertel
Ein anderes Beispiel ist das Prinz-Karl-Viertel?, wo seit 2001 auf umweltschonende Heizkonzepte gesetzt wird. Die Energieerzeugung für das Viertel geschieht dezentral. Die ersten Häuser hat man über mobile Heizkessel versorgt, deren Leistung mit der Bebauung Schritt hielt und von 1000 kW auf 2500 kW stieg. Im Jahr 2005 wurde dann ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk gebaut, das Strom und Wärme in Kraft-Wärme-Kopplung und eine elektrische Leistung von 340 kW erzeugt. Dieses Blockheizkraftwerk hat man Ende 2008 auf Bio-Erdgas umgestellt, was für die Umwelt noch einmal besser ist. Heute deckt das Kraftwerk die Grundlast der Wärme- und Warmwasserversorgung von 17 Mehrfamilienhäusern. Der Strom fließt ins vorgelagerte Netz und wird als Strom aus erneuerbaren Energiequellen vergütet. Die Stadtwerke Augsburg Energie GmbH sind Contracting-Partner und kümmern sich um die Instandhaltung, die Wartung, den Kundendienst und den 24-Stunden-Notdienst.
Erdgas Drive
Die Augsburger Stadtwerke versuchen in der Region Erdgas-Angeobte zu fördern, denn Erdgasfahrzeuge stoßen etwa 80 Prozent weniger Schadstoffe als vergleichbare Benziner oder Dieselfahrzeuge aus. So bietet man Beratung zu Erdgasfahrzeugen an und baut Erdgastankstellen aus. Für das Jahr 2011 entwickelten die Stadtwerke Augsburg für Gewerbetreibende das Angebot, dass Gewerbetreibende 400 Euro pro Zulassung eines Erdgas-Neufahrzeuges bekommen.
Service
Service für Gewerbekunden
2011 wurde eine neue Telefonanlage installiert, damit die persönlichen Ansprechpartner für Gewerbekunden noch schneller erreichbar sind. Die Telefonanlage der Gewerbekundenbetreuung (Tel. 0821/6500-8800) ist optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt und sorgt für eine intelligente und schnelle Verteilung der eingehenden Anrufe. Das Telefonsystem berechnet, wann der nächste Betreuer frei ist und informiert den Kunden mit einer Ansage über den Status seines Anrufs: Wird das Gespräch in Kürze entgegengenommen oder soll er zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anrufen? Zudem erhalten die Anrufer einen Hinweis auf die Möglichkeit, auch per E-Mail Kontakt aufzunehmen. Ruft der Kunde außerhalb der Geschäftszeiten an, informiert ihn eine Ansage, wann die Gewerbekundenbetreuer wieder erreichbar sind.
Feiertagsservice
Auch an Feiertagen stehen die Stadtwerke-Mitarbeiter für Notfälle bereit – egal, ob die Versorgung mit Gas und Wasser, Fernwärme, Strom oder der Nahverkehr betroffen sind. Die Leitstellen sind rund um die Uhr besetzt, der Entstördienst Tag und Nacht in Rufbereitschaft, Bus- und Straßenbahnfahrer im Einsatz und die Werkstätten in Betrieb. Insgesamt können an Feiertagen über 250 Stadtwerke-Mitarbeiter im Notfall-Dienst sein. Im Falle von Störungen bei der Energie- und Wasserversorgung steht ein Team von Ingenieuren, Meistern, Monteuren und Leitungsbauern bereit – insgesamt rund 30 Fachleute. Dazu kommen noch etliche in Rufbereitschaft. Rund 40 mal müssen Mitarbeiter erfahrungsgemäß an Feiertagen ausrücken, um Störungen im Netz oder an Hausanschlüssen zu beseitigen – für die Kunden ein kostenfreier Service, der zur Dienstleistung der unterbrechungsfreien Versorgung gehört. Voll im Einsatz sind über Feiertage auch rund 40 Mitarbeiter beim Verkehr, und zwar in der Leitstelle sowie in den Werkstätten. Dazu kommen natürlich auch noch mehr als 180 Fahrerinnen und Fahrer von Bussen und Straßenbahnen.
Im Notfall sind die Helfer der Stadtwerke unter folgenden Telefonnummern erreichbar:
- Strom 0821/6500-6600
- Erdgas 0821/6500-5500
- Wasser 0821/6500-6655
- Fernwärme 0821/6500-5555
Adresse
Weblinks
Homepage der Stadtwerke Augsburg
Hauptseite | Einkaufen und Arbeiten | Augsburger Branchenbuch | E | Energieversorgung | Stadtwerke Augsburg
Dies ist ein Wiki und es ist nie fertig. Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie einfach an stoebener@augsburg-wiki.de
