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Stadtgraben
Der Stadtgraben war ein wichtiger Bestandteil der Augsburger Stadtverteidigung.
Allgemeines
Sein Zweck war die Verstärkung der Stadtmauer?. Es handelte sich um einen der Stadtmauer vorgelagerten Graben, der mit Wasser gefüllt war und den Angreifern ein weiteres Hindernis bot.
Der größte Teil des Augsburger Stadtgrabens wurde in der Vergangenheit zugeschüttet. Nur noch der östliche Teil der Anlage ist bis heute erhalten geblieben. Dort verbindet er die Wallanlagen vom nördlich gelegenen Lueginsland mit denen im Süden Roter Torwall?. Dabei führt er an der Herwartstraße?, dem Unteren?, Mittleren? und dem Oberen Graben? entlang. Das ist an dieser Stelle die Linie, an der die Stadtbefestigungsanlagen bis ins 14. Jahrhundert standen, bevor man die Jakobervorstadt in die Stadtbefestigung einbezog.
Neben dieser Linie gibt es noch einen anderen Zweig des Stadtgrabens, der über Vogeltor, Jakoberwall?, Oblatterwall, Bert-Brecht-Straße und Unteren Graben? verläuft.
Im Süden des Roten Tors ist der Stadtgraben zum Teil noch erhalten. Man sieht ihn in den Grünanlagen und Teile von ihm sind in die Tribüne der Freilichtbühne eingearbeitet.
Ein weiteres Stück des Stadtgrabens ist der so genannte Schleifgraben? der zwischen dem nördlichen Ende der Volkhartstraße? und dem Wertachbrucker Tor liegt.
Die Thommstraße? bezeichnet in etwa den ehemaligen Verlauf des Stadtgrabens vom Wertachbrucker Tor bis zum Lueginsland.
Geschichte
Im Jahre 1860 wurde der westliche und nördliche Teil des Stadtgrabens ausgehend von der Freilichtbühne zum großen Teil überbaut. Damals hatte man die entsprechenden Befestigungsanlagen abgebrochen. Durch die Aufschüttung entstanden die Eserwallstraße?, der Theodor-Heuss-Platz? (ehemals Kaiserplatz), die Konrad-Adenauer-Allee (ehemals Kaiserstraße), die Fuggerstraße? und die Volkhartstraße?. Die Schießgrabenstraße? verläuft parallel zur Konrad-Adenauer-Allee auf einer Wallaufschüttung, die man nicht abgetragen hat.
In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts plante der Stadtbaurat Ludwig Leybold? die gesamte Stadt mit einem Ring ähnlich großzügiger Straßen wie der heutigen Konrad-Adenauer-Allee zu umgeben, konnte sich aber nicht durchsetzen.
Weblinks
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