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Springergässchen

Ein Augsburger Gässchen, das im Domviertel liegt.

Allgemeines

Geschichte

Am heutigen Springergässchen 4 wurde im Jahr 1538 ein ehemaliger Wehrturm mit drei Geschossen zum Wasserturm mit einer Druckhöhe von 35 Metern ausgebaut: der "Untere Brunnenturm". 1626 erhöhte man diesen Turm um weitere drei Geschosse und in den Jahren zwischen 1674 und 1684 erneuerte man den Turm und baute eine Balustrade an (nach anderen Quellen vor 1626). In diesem Wasserturm befand sich im 16. Jahrhundert die Machina Augustana. 1737 soll der Innenausbau durch den Stadtbrunnenmeister? Caspar Walter? stattgefunden haben: Er war 1728 Obmann des "Unteren Brunnenturms" geworden und hatte 1736 die Meistergerechtigkeit erhalten. Im Stadtarchiv Augsburg ist eine lavierte Federzeichnung mit dem Grund und Aufriss des "Unteren Brunnenturms" erhalten, die er 1737 fertigte. Sie verdeutlicht, dass er Turm von ihm innen und außen instand gesetzt wurde und er ihn so ausrüstete, dass er mehr Wasser an die Stadt liefern konnte. 1870 hat man dem Wasserturm einen gußeisernen Pavillon aufgesetzt, in den man den Wasserbehälter einbaute, um einen noch höheren Wasserdruck zu erzeugen.

Details

Springergässchen 2: Dieses Bürgerhaus mit drei Geschoßen ist ein Giebelbau, der in der Höhe gestaffelt im 16./17. Jahrhundert erbaut wurde. Der dazu gehörende Teil der Stadtmauer stammt aus dem 15. Jahrhundert.

Springergässchen 4: auch "Unterer Brunnenturm" genannt. Anders als etwa im Fall des Fischertors, des Fünfgratturms oder des Jakobertors scheiterte eine Nutzung des Turms bis in die 1990er Jahre an Einwänden der Denkmalschützer gegen mögliche Nutzungen durch Mieter, weil etwa Notausgänge oder Stellplätze fehlten. Der Turm hat vier Seiten und fünf ausgebaute Wohngeschosse. Am Turm ist noch ein Rest der Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert erhalten. An seiner Stelle stand zunächst ein Wehrturm "auf dem Horn", der schon im 14. Jahrhundert erwähnt wurde. Andere Historiker gehen von einer Erbauung im Jahr 1405 aus. Über den Fenstern des letzten Geschosses ist eine Gedenktafel in Solnhofer Stein angebracht, die von vier Reliefs von Stadtpfleger? -Wappen umgeben ist und auf den Umbau des Wasserturms im Jahr 1737 hinweist. Zugänglich ist der Wasserturm auch noch vom Brunnenhaus im Unteren Graben 1. Die östliche Seite des Turmes hat zwei Fensterachsen, um das Treppenhaus gut zu erleuchten, an den anderen Seiten gibt es immer nur eine Fensterachse. Die beiden obersten Geschosse weißen Besonderheiten auf: Sie haben architravierte Fenster und Giebel (die Giebel fehlen allerdings im vierten Geschoss) sowie hochovale Okuli mit Faschen. Am Eckmauerwerk ist noch erkennbar, dass hier früher Eckrustika angebracht waren. Die sonstige Dekoration des Wasserturms stammt hauptsächlich aus der Zeit zwischen 1674 und 1684, als der Turm erneuert wurde. Ausnahmen sind die Balustrade und das Zahnschnittgebälk: Diese Elemente stammen wohl aus dem 19. Jahrhundert. Die sechs Geschosse des Turms sind im Inneren flach gedeckt. Die Holztreppenkonstruktion, durch die alle Geschosse verbunden sind, ist barock und wurde 1737 eingebaut.

Springergässchen 8: In dem Vorgängerbau wohnte Rudolf Diesel zwischen 1893 und 1897. Dieser Bau wurde in den 1980er Jahren abgerissen. An dem heutigen Gebäude ist eine Gedenktafel für ihn angebracht.

Springergässchen 12 a: In diesem ehemaligen Befestigungsturm, der zur Feldseite rund gebaut ist, befinden sich heute Wohnungen. Den oberen Abschluss bildet ein kräftiges Gesims. Im Kern geht der Befestigungsturm auf das 15. Jahrhundert zurück und wurde im 17. Jahrhundert ausgebaut. 1885 kam noch ein Vorbau mit einer Holztür dazu.

Lage


Weblinks


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