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Sisi-Straße
Eine von der Regio Augsburg Tourismus GmbH initiierte internationale Kulturroute auf Sisis Spuren.
Allgemeines
Die "Sisi-Straße" führt durch sechs Länder zu Orten, die im Leben der Kaiserin und Königin Elisabeth eine wichtige Rolle spielten – Stationen der Tourismusroute liegen in Deutschland und Österreich, Italien, Ungarn, Griechenland und der Schweiz.
Diese Tourismusroute setzt sich seriös und intensiv mit der Geschichte der Häuser Habsburg? und Wittelsbach? auseinander. Die "Sisi-Straße" – laut der Zeitschrift HÖRZU eine der zwölf "schönsten Traumstraßen dieser Welt" – ist eine europäische Kulturroute auf den Spuren der Kaiserin und Königin Elisabeth. Sie folgt vielen Stationen im Leben der in Bayern geborenen Wittelsbacherin, die in ihrer Kindheit und Jugend den Kosenamen "Sisi" trug. Durch die Heirat mit dem Habsburger Kaiser Franz Joseph I. wurde sie Kaiserin von Österreich – zu dem damals auch weite Teile des heutigen Italien gehörte – und wenige Jahre später zur Königin Ungarns. Die für damalige Verhältnisse unkonventionelle Elisabeth (sie hatte ein Faible für sportliches Reiten und Reisen) galt lange als die schönste Frau ihrer Epoche. Die Route leitet zu den Spuren der Wittelsbacherin in sechs Ländern – in Deutschland und Österreich, Ungarn, Italien, der Schweiz und Griechenland.
Sisi bzw. die Kaiserin Elisabeth von Österreich (* 24. Dezember 1837 in München; † 10. September 1898 in Genf) fasziniert auch heute noch viele Menschen, wozu nicht nur die bekannten Sisi-Filme beigetragen haben, sondern auch die Tatsache, dass die junge Kaiserin aus Bayern dem Idealbild einer schönen Frau entsprach und entspricht. Aber nicht nur sie selbst war schön: Sie begeisterte sich auch für alles Schöne und sammelte Portraits von Schönheiten ("Galerie der Schönheit"), aber auch Preziosen.
Die Sisi-Strasse ist eine europäische Kulturroute zu Schlössern und Städten, die im Leben der Monarchin eine große Rolle spielten. Sie ist auch eine Reiseempfehlung für Individualtouristen und Reisegruppen in große Städte, zu Schlössern und Denkmälern, Museen, Garten- und Parklandschaften. Heute führt die Sisi-Strasse nach Bayern, durch Österreich und Ungarn, seit 2004 durch Italien zur Adriaküste und seit dem Jahr 2008 auch in die Schweiz – nach Genf, wo das Leben der Kaiserin Österreichs und Königin Ungarns 1898 endete.
Geschichte
2002 wurde die Route von der Regio Augsburg Tourismus GmbH initiiert.
Seit April 2010 ist das Regensburger Schloss St. Emmeram jüngstes Mitglied der Kulturroute auf Sisis Spuren.
Seit Mai 2010 hat die Sisi-Straße auch einen Facebook-Auftritt. Dort werden Geheimtipps für Übernachtungen, aktuelle Veranstaltungen, Lieblingszitate aus den „Sissi“-Filmen oder Informationen über das medizinische „Sisi-Syndrom“ und vieles andere geboten.
Details
Sisi-Fans und Reisenden auf den Spuren der Kaiserin und Königin steht mit einem Facebook-Auftritt eine Plattform zur Verfügung, die Austausch und Vernetzung ermöglicht. Besonders junge, kulturinteressierte Reisende sollen via Facebook stärker als zuvor angesprochen und über das Angebot der „Sisi-Straße“ informiert werden.
Mitglieder der „Sisi-Straße“
Bayern
Der westlichste Punkt der Sisi-Strasse in Bayern ist die Fuggerstadt Augsburg. In der Maximilianstraße wohnte der Bruder Elisabeths, Ludwig, der als Offizier in Augsburg lebte. Herzog Ludwig lernte hier die Schauspielerin Henriette Mendel? kennen. Er heiratete sie 1859 – ein Skandal. Die erste (auch noch uneheliche) Tochter aus dieser Ehe führte ein Leben wie aus einem Hollywood-Drehbuch. Marie Louise Elisabeth von Larisch-Wallersee? war Sisis Lieblingsnichte. Als sie jedoch den Selbstmord von Elisabeths einzigem Sohn Rudolf mitverschuldete, wurde sie vom Hof verbannt, ging nach Amerika und kam später nach Augsburg zurück, wo sie 1940 verarmt starb.
Eine unbeschwerte Kindheit erlebte die kleine Sisi wenige Kilometer von Augsburg entfernt im Wittelsbacher Land um Aichach. Im kleinen Stadtteil Unterwittelsbach entdeckt man das Sisi-Schloss?, das von 1838 bis 1850 die bevorzugte Sommerresidenz ihres Vaters Herzog Max in Bayern war. Bei Ausstellungen im Sisi-Schloss? sieht man das Fotoporträt von Herzog Max, das er einer Aichacher Wirtin schenkte. Im nahen Oberwittelsbach sieht man eine Wallfahrtskirche, ein Wittelsbacherdenkmal und Mauerreste der 1209 zerstörten Burg, nach der sich alle Wittelsbacher? nannten.
Von Augsburg oder Aichach aus ist man in weniger als einer Autostunde sowohl in München – der Geburtsstadt Elisabeths von Österreich – als auch am Starnberger See?. Dort liegt in der Gemeinde Pöcking? das Schloss Possenhofen?. Es war seit 1834 die Sommerresidenz von Sisis herzoglicher Familie. Das aus einer Privatsammlung hervorgegangene Kaiserin Elisabeth-Museum? erinnert seit 1998 in den historischen Räumen des Prunkwartesalons des Bahnhofs Possenhofen? an Kaiserin Elisabeth und ihre Familie, vor allem auch in Bezug auf den Starnberger See?. Die kleine Elisabeth verbrachte regelmäßig die Sommermonate mit ihren Eltern im zehn Gehminuten entfernten Schloss Possenhofen?.
Seine schöne Cousine Elisabeth traf der äußerst exzentrische Bayernkönig König Ludwig II.? auf der Roseninsel bei Feldafing?, die man heute wieder besichtigen kann. Kaiserin Elisabeth hatte im Sommer regelmäßig ihre Heimat am Starnberger See? besucht. Auf die Roseninsel zogen sie und König Ludwig II.? sich vor dem Hofzeremoniell und der Öffentlichkeit zurück – es war einer ihrer Lieblingsorte. 1853 hatte König Maximilian II.? von Bayern diese Insel einer Fischerfamilie abgekauft. Vom bedeutendsten deutschen Gartenarchitekten des 19. Jahrhunderts – Peter Joseph Lenné – geplant, entstand dort ein Park um den namensgebenden Rosengarten. Der Park und das Rosarium wurden wiederhergestellt, Führungen auf der Insel und im Casino sind möglich. Im Sommer finden „Roseninsel-Konzerte“ statt.
Die ältere Schwester der Kaiserin – Helene – war ursprünglich als künftige Ehefrau von Kaiser Franz Joseph vorgesehen gewesen, der sich dann jedoch für Elisabeth entschied. Helene heiratete nach Regensburg? und blieb in Bayern. 1858 zog sie mit ihrem Mann, dem Erbprinzen Maximilian Anton von Thurn und Taxis in Regensburg? ein. Im Schloss Sankt Emmeram? – bis heute die Hauptresidenz der Thurn und Taxis – lebte und wirkte die Schwester der Kaiserin. In Schloss, Verwaltung und Stadt hat sie ihre Spuren hinterlassen. Elisabeth besuchte ihre Schwester häufig und wohnte dabei im Schloss. Die engen verwandtschaftlichen Beziehungen zeigten sich in den Jagd und Sommeraufenthalten, die Kaiser und Kaiserin mit dem Erbprinzenpaar Maximilian und Helene verbrachten.
Fürst Thurn und Taxis Museen/Regenburg
Regensburg Schloss Sankt Emmeram. Das Schloss St. Emmeram des fürstlichen Hauses Thurn und Taxis in Regensburg? dokumentiert zahlreiche Bezüge und Geschichten zum Leben der Kaiserin Elisabeth. Im Schloss lebte Sisis Schwester Helene, Herzogin in Bayern und Gemahlin des Erbprinzen Maximilian Anton von Thurn und Taxis. 1890 starb sie im Beisein ihrer Schwester im Schloss, ihr Sterbezimmer ist seit ihrem Tod die private Hauskapelle. Ihr Schreibzimmer wurde in historisierender Weise rekonstruiert. Als Vorlage diente eine Fotografie des Raums, das im Archiv aufgefunden wurde. Besucher sehen am Schreibtisch Helenes ein original Briefset von Elisabeths Schwester, aber auch Kopien von Briefen zwischen den Schwestern oder eine wertvolle Kopie eines Sisi-Porträts aus dem Jahr 1923. Beleuchtet wird das Schreibzimmer ganz unromantisch von Glühbirnen – eine Erinnerung daran, dass das Zimmer der erste elektrisch beleuchtete Raum in Regensburg? war.
Die Kaiserin und Königin Elisabeth wurde in Bayern geboren und wuchs dort auf. Eigentlich hätte ihre Schwester Helene – genannt „Nene“ – den österreichischen Kaiser Franz Joseph heiraten sollen. Doch dieser verliebte sich in die jüngere Sisi und verlobte sich 1853 mit der damals 15-Jährigen in Bad Ischl. Heirat und Krönung fanden in Wien statt. Dort lebte man im Sommer im Schloss Schönbrunn oder im nahen Schloss Laxenburg, im Winter in der Hofburg. In Regensburg auf Schloss St. Emmeram, wo Schwester Helene seit 1858 mit ihrem Gemahl, dem Erbprinzen Maximilian Anton von Thurn und Taxis, residierte, besuchte Elisabeth ihre Schwester häufig. Das ehemalige Kloster St. Emmeram ist seit 1810 die Hauptresidenz der Thurn und Taxis. Durch Helene sei zwar die erste familiäre Verknüpfung der Häuser Habsburg und Thurn und Taxis zustande gekommen, beide Familien sind jedoch bereits seit dem 16. Jahrhundert, als die Thurn und Taxis mit der Beförderung der kaiserlichen Kurierpost beauftragt wurden, miteinander verbunden. In St. Emmeram werden nicht nur Erinnerungen an Elisabeth und Helene aufbewahrt. Das Schloss demonstriert vor allem die Pracht und die Eleganz zur Zeit der beiden Schwestern.
Regio Augsburg Tourismus GmbH
Sisi-Schloss Unterwittelsbach/Aichach
Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land
Kaiserin Elisabeth Museum im Bahnhof Possenhofen
Hotel Bischofshof am Dom/Regensburg
Hotel Drei Mohren/Augsburg
Golfhotel Kaiserin Elisabeth/Feldafing
Österreich
Kennengelernt hat Sisi ihren Franz Joseph in Bad Ischl, wo sich 1853 der 23-jährige Kaiser und die 15-jährige Wittelsbacherin verlobten. Die Kaiservilla in Bad Ischl wurde zur geliebten Sommerresidenz, Franz Joseph residierte hier 60 Jahre lang. Der Schreibtisch ist noch zu sehen, an dem der Kaiser die Proklamation „An meine Völker“ unterschrieb, die zum Ersten Weltkrieg führte. Die Kaiservilla und das für Elisabeth errichtete "Marmorschlössl" im Schlosspark hoch über der Kurstadt sind besonders authentische Erinnerungen an das Kaiserpaar.
Von Bad Ischl aus führt die Sisi-Strasse nach Wien. Die Stadt war das glanzvolle Zentrum im Leben der Kaiserin. In Schloss Schönbrunn, der kaiserlichen Sommerresidenz, verbrachte sie die erste Nacht in Wien und die erste Zeit nach ihrer Hochzeit. Während vieler Sommermonate bewohnte Kaiserin Elisabeth die westseitigen Appartements im barocken Schloss und später das dortige Erdgeschoss.
Äußerst sehenswert ist die im Schlosspark gelegene Wagenburg: Dort kann man Sisis Lebensweg anhand ihrer Kutschen nachvollziehen – von ihrem Einzugswagen als Braut über die Budapester Krönungskutsche bis zu ihrem Genfer Reisewagen und ihrem Leichenwagen. Aber auch Roben der Kaiserin, ihr Sattel und Bilder ihrer Pferde werden gezeigt. In der Wagenburg sind fast 50 Wagen, Schlitten, Sänften und mehrere Livreen zu sehen.
Im Jahr 1857 bezogen Elisabeth und Franz Joseph die „Kaiserappartements“ in der Hofburg, die original erhalten sind. Besucher gehen durch das Schlafzimmer, das Turn- und Toilettezimmer sowie das Badezimmer und vorbei am Großen Salon der Kaiserin. Das Sisi-Museum zeigt etliche Originale. Rund 250 Originalobjekte der Dauerausstellung beleuchten das gesamte Leben der Kaiserin, von der Kindheit bis zum Tod.
Wenige Autominuten südöstlich der Metropole findet man Laxenburg, die „Kaiserliche Residenz vor den Toren Wiens“. In Laxenburg wurde Kronprinz Rudolf geboren, der einzige Sohn von Franz Joseph und Elisabeth. Der „Kaiserbahnhof“ erinnert an die Zeit der K.u.K. Monarchie. Die Franzensburg als originalgetreuer Nachbau einer Ritterfestung ist das Herzstück des Schlossparks. Das Museum gilt als „Schatzhaus Österreichs“ und ist von April bis Oktober zugänglich. Der 280 Hektar große Schlosspark ist als einer der schönsten englischen Landschaftsgärten Europas, ein wirklich lohnendes Ziel.
Kaiservilla Bad Ischl
Schloß Schönbrunn/Wien
Tiergarten Schönbrunn/Wien
Wagenburg/Wien
Hofmobiliendepot/Wien
Hofburg/Wien
Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft m.b.H.
Best Western Premier Kaiserhof Wien
Ungarn
Von Wien aus ist man nach zweieinhalb Autobahnstunden in Budapest, wo Elisabeth in der Matthiaskirche zur Königin Ungarns gekrönt wurde: Eine Elisabeth-Büste in der Kirche erinnert daran. Bei der Elisabeth-Brücke sieht man das Elisabeth-Denkmal der in Ungarn bis heute verehrten Wittelsbacherin?. Ein „Muss“ ist auch ein Besuch des legendären Café Gerbeaud: Dort hat sich die Kaiserin und Königin des Öfteren aufgehalten.
28 Kilometer östlich von Budapest liegt Schloss Gödöllö. Es war das Krönungsgeschenk der Ungarn an Franz Joseph und Elisabeth. Das „ungarische Versailles“ – das größte Barockschloss des Landes – war das Lieblingsschloss der Königin. Im Schloss sieht man außer einem großen Prunksaal die königlichen Gemächer mit der Königin-Elisabeth-Gedenkausstellung.
Nur fünf Kilometer vom Schloss entfernt, erinnert der Lázár-Reitpark in Domonyvölgy mit Reit- und Dressurvorführungen sowie Kutschfahrten an die Begeisterung der Kaiserin und Königin für Pferdesport. Möglich ist auch ein Abstecher nach Herend – in die älteste Porzellanmanufaktur Ungarns und die größte der Welt. Das „Weiße Gold“ dieser Manufaktur sieht man auch in der Silberkammer der Hofburg und im Sisi-Schloss Gödöllö.
Königliches Schloss Gödöllö
Hotel Sissi/Budapest
Erzsébet Királyné Hotel/Gödöllö
Italien
Von Oberösterreich aus kommt man wahlweise über den Reschenpass, das Timmelsjoch, den Jaufenpass oder den Brenner zum italienischen Teil der Sisi-Strasse. Nördlichste Station sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran. 1870 und 1889 hatte Elisabeth von Österreich im milden Klima Südtirols überwintert. Wo sich heute das Tourismusmuseum befindet, hat die Kaiserin gewohnt. Eine Dauerausstellung erinnert daran. Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff begeistern heute durch ihr mediterranes Flair. Der "Sisi-Weg" führt vom Schloss zum Kaiserin-Elisabeth-Park und der marmornen Sisi-Statue in Meran.
Südlich von Meran liegt Madonna di Campiglio. Schon Kaiserin Elisabeth zählte zur illustren Schar der Gäste des beliebten Wintersportorts. Weiter südlich stößt man nur wenige Kilometer von Trient entfernt auf Levico Terme, eine Gartenstadt im Stil der K.u.K. Donaumonarchie. Das Imperial Grand Hotel Terme diente schon der kaiserlichen Familie als Sommerresidenz. Levico Terme wurde durch sein arsen- und eisenhaltiges Wasser zu einem bekannten Kurort.
Von hier aus folgt man der Sisi-Strasse über Padua und Venedig zur Adriaküste und zum Schloss Miramare. Die Kaiserin hat sich von 1869 bis 1896 vor oder nach ihren Reisen über das Mittelmeer 14-mal hier aufgehalten. Nicht nur das Schloss (eine äußerst gut erhaltene historische Stätte), sondern auch der Schlosspark ist sehr sehenswert. Der südlichste Punkt der Sisi-Strasse ist das in Sichtweite von Schloss Miramare gelegene Triest. Kommt man vom Schloss her in die malerische Hafenstadt an der Adria, sieht man vor dem Hauptbahnhof auf das lange Jahre verschollene Elisabeth-Denkmal. Es erinnert an den Einsatz der Kaiserin für die Natur und Kultur.
Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff
Schloss Miramare
Agenzia di Informazione e di Accoglienza Turistica/Triest
Imperial Grand Hotel Terme/Levico Terme
Schweiz
Genf wurde 1898 zur letzten Station im Leben Sisis. Nach einem Aufenthalt in der Kaiservilla von Ischl kam sie am 30. August in Territet bei Montreux am Genfer See an. Unterwegs hatte sie in Bayern einige Familienbesuche abgestattet. Sisi reiste am 9. September per Schiff von Montreux nach Genf, der Stadt am südlichen Ende des Sees. Sie war bei Baronin Rothschild zum Mittagessen eingeladen. Die folgende Nacht verbrachte Kaiserin Elisabeth im Hotel Beau-Rivage, von wo aus sie am frühen Nachmittag des 10. September zusammen mit ihrer Hofdame Gräfin Irma Sztáray aufbrach, um das Linienschiff „Genève“ für ihre Rückfahrt nach Montreux zu erreichen. Ein paar Schritte vom Dampfer entfernt wurde sie von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni mit einer angespitzten Feile niedergestochen. Sisi konnte den Dampfer noch besteigen, erst nachdem dieser abgelegt hatte, wurde man sich der Schwere der Verletzung bewusst. Es wurde eine blutende Brustwunde entdeckt. Da kein Arzt an Bord war, drehte das Schiff bei und kehrte zum Anlegesteg zurück. Im Hotel Beau-Rivage, wohin man sie auf einer improvisierten Bahre getragen hatte, verstarb Elisabeth um 14.40 Uhr nach einstündigem Todeskampf im Alter von 61 Jahren.
Auf halbem Weg zwischen dem Pont du Mont-Blanc (der Mont-Blanc-Brücke) und der Kreuzung zur Rue des Alpes erinnern eine kleine Bronzetafel am Geländer des Seeufers sowie eine Sisi-Statue in der Rotonde du Mont-Blanc auch heute noch an das Attentat von Genf. In der Suite der Kaiserin, im Hotel Beau-Rivage, werden einige persönliche Gegenstände Elisabeths und Erinnerungsstücke an ihren Todestag – darunter ein blutbeflecktes Seidenband – aufbewahrt. In der Basilika Notre Dame erinnert ein buntes Kirchenfenster mit Inschrift und Datum auf eine rührende Art an das Attentat: Die dargestellte heilige Elisabeth trägt die Gesichtszüge der Kaiserin von Österreich.
Genf Tourismus & Kongressbüro
Hotel Beau-Rivage/Genf
Griechenland
„Archilleon“-Palas/Korfu
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