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Sciencepark Augsburg
Details
Der Bebauungsplan zu "Augsburg Innovationspark" trägt die Nummer 900.
Auf etwa 70 Hektar rund um die Universität Augsburg und ansässige High-Tech-Firmen gehen Forschung und Lehre, Entwicklung und Produktion (prototypische Phase/Kleinserie), Arbeiten und Leben Hand in Hand.
Durch die Vernetzung in räumlicher Nähe soll ein effizienter Austausch, Dialog und die Kooperation zwischen Forschung und Unternehmen möglich gemacht werden. Das soll wieder Innovationen ermöglichen, die in Produktionsverfahren umgewandelt werden können. In fachlichen Kooperationen und in räumlicher Integration finden im Augsburg Innovationspark Unternehmer, Investoren und Fachkräfte exzellente Standortbedingungen. Konkret heißt das: idealer Zugang und Austausch zu hoch verdichtetem Know-how, Synergien in Forschung und Produktion, geballte Innovationskraft und ein riesiges Potential an Herstellern und Zulieferern. Europaweit beachtete Beispiele sind die Kooperationen im Wirtschaftsraum Augsburg zum ressourceneffizienten Werkstoff Carbon und die räumliche Integration aller Kompetenzen zum Thema Ressourceneffizienz im Augsburg Innovationspark.
Profitieren sollen die Großunternehmen der Luft- und Raumfahrt, der Automobilindustrie und des Maschinenbaus. Aber auch für Ansiedlungen mittelständischer Unternehmen und Handwerker, wenn es um Veredelungen anwendungsorientierter Produkte und Prozesse geht, soll der Wissenschaftspark interessant sein. Augsburg versprach sich bei der Konzeption und beim Start des Scienceparks viel. Er sollte der Stadt den Weg zum süddeutschen Zentrum für Composites Technologien, Leichtbau, Mechatronik und Automation sowie Ressourceneffizienz ebnen und die Wettbewerbsfähigkeit sicher stellen. Viele Augsburger sehen den Innovationspark als große Chance für die Region, denn hier werden Unternehmen und Wissenschaft miteinander verbunden, um praxisorientierte Anwendungen oder Produkte zu entwickeln.
Mögliche Firmen, die den Sciencepark für sich nutzen sollen, sind Premium Aerotec GmbH, MT Aerospace?, SGL Carbon?, KUKA AG, Renk?, manroland?, Audi?, BMW?, Eurocopter, Siemens? und Fujitsu Siemens. Einige dieser Firmen sind auch auf dem Gebiet der Rüstung sehr engagiert. Sollten diese Firmen in den Sciencepark eingebunden werden, so wird die Augsburger Wissenschaft auch in die Rüstungsforschung und Kriegsvorbereitung involviert. Kritiker des Scienceparks bzw. Engineering Campus oder Innovationsparks nennen ihn deshalb auch "Rüstungspark". Schon in den 1930er und 1940er Jahren war Augsburg eine bedeutende Stadt der Rüstungsindustrie, die damals allerdings nur mit Hilfe von Zwangsarbeitern und ihrer Ausbeutung so viele Waffen, Motoren und Flugzeuge herstellen konnte, wie die Nationalsozialisten? forderten. Heute ist es mit dem Einsatz von Wissenschaftlern möglich, ohne viele Arbeitskräfte das Produktionsniveau der Rüstungsindustrie? zu steigern.
Ein wichtiges Ziel des Scienceparks ist es, bei der Herstellung von leichten Kohlefaser-Verbundstoffen die industrielle Serienproduktion zu erreichen. Schon früh erkannte der Wirtschaftsraum Augsburg die Chancen von carbonfaserverstärkten Kunststoffen (CFK). Belastbarer als Stahl, aber deutlich leichter eignet er sich für Anwendungsfelder, in denen Effizienz und das Einsparen von Energie im Vordergrund stehen. Gleich zwei namhafte Einrichtungen forschen im Wirtschaftsraum Augsburg zu Leichtbau: Die Fraunhofer Gesellschaft mit zwei Forschergruppen und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das in einem neuen Zentrum für Leichtbautechnologien seine Kompetenzen in der Struktur- und Werkstofftechnik mit denen auf dem Gebiet der Robotik und Mechatronik verknüpft. Die Kooperationspartner der Wirtschaft sitzen direkt vor Ort: SGL Carbon? ist das einzige europäische Unternehmen, das den Hochleistungs-Werkstoff in großem Maßstab herstellt. Für die industrielle Produktion bzw. Verarbeitung von Carbon-Teilen kommt das Kompetenzfeld Mechatronik & Automation hinzu. Im Verbundprojekt CFK-Tex entwickelt das iwb Anwenderzentrum Augsburg? mit Partnern wie dem Technologieführer KUKA Roboter GmbH? die automatisierte Produktion von CFK-Bauteilen. Das neue Forschungsverbundprojekt FORCIMA beschäftigt sich mit CFK/Metall-Mischbauweise im Maschinen- und Anlagenbau. Schließlich vereint die Aerospace Area Augsburg noch die führenden Vertreter der wichtigen Anwenderbranche Flug- und Raumfahrt. 50 Prozent eines Fluggeräts aus leichten Verbundwerkstoffen werden zukünftig auf Basis von Carbon-Fasern gefertigt. Als Lieferanten für Airbus und Ariane 5 sind MT Aerospace AG, Premium Aerotec und Eurocopter bedeutende Geschäfts- und Forschungspartner für Entwicklung, Herstellung und Produktion des innovativen Werkstoffs. Sämtliche einzigartigen Kompetenzen des Wirtschaftsraums Augsburgs zu Carbon laufen im C Ce V? zusammen – ein Kompetenznetzwerk, das die gesamten Wertschöpfungsketten der Faserverbundtechnologien umfasst und das den Spitzenclusterantrag MAI Carbon erfolgreich platziert hat.
Neben der Faserverbundtechnologie sind die Mechatronik, IT und Umwelttechnik die wesentlichen Technologien, mit denen sich der Augsburg Innovationspark befasst.
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