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Sankt Jakob

Eine evangelische Kirche in der Jakobervorstadt Süd?.

Allgemeines

Geschichte

An der Stelle der heutigen Jakobskirche soll schon um 600 n. Chr. eine Kirche gestanden haben. Es war der erste Vorgängerbau der heutigen Kirche. Im 10. Jahrhundert ist eine hölzerne Kapelle bezeugt. Sie wurde 1088 zerstört.

Darauf folgte noch ein weiterer Vorgängerbau. Dieser zweite Vorgängerbau wurde im Jahr 1355 verschönert. Das hatten Spenden von Ulrich Ilsung dem Älteren? und Jakob Haußstetters? möglich gemacht. Heute ist dieser verschönerte Bau der Chor der Kirche. Dieser Bau war der erste steinerne Kirchenbau zu Ehren des hl. Jakobus.

Bis zur Reformation trafen sich hier die Pilger, die zum Grab des heiligen Jakobus in Santiago de Compostella pilgern wollten. Auch Wallfahrten nach Rom nahmen hier ihren Ausgang.

1525 wurde Sankt Jakob die erste evangelische Kirche, 1649 wurde sie protestantisch und 1840 zur evangelisch-lutherischen Pfarrkirche.

Seit dem 17. Jahrhundert dienten eingeschossige Läden, die man im Chorbereich zwischen den Strebepfeilern außen einschob, der Pfründeverwaltung als Einnahmequelle.

Das 18. Jahrhundert hat der Kirche eine Barockisierung gebracht.

Anfang des 19. Jahrhunderts hat man die Kirche als Scheune verwendet und erst 1827 wieder Gottesdienste in ihr abgehalten. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurden zwei Lechkanäle aufgeschüttet, die bis dahin die Kirche, die Sakristei, das Mesnerhaus, das Pfründhaus und einige Bürgerhäuser im Westen der Kirche umgaben.

1944 fiel ein großer Teil der Kirche im Februar der Bombardierung Augsburgs zum Opfer und lag im Zentrum der schwerzen Kriegszerstörungen. Von der Kirche blieben nur der geräumige gotische Chor mit 5/8-Schluss samt Dachstuhl, Firsthahn und den zwischen den Strebepfeilern eingeschobenen eingeschossigen Läden erhalten.

Nach dem Krieg schuf man rund um die Kirche eine Verkehrsinsel an der Gabelung der Jakoberstraße und der Pilgerhausstraße?. Bis dahin war die Bebauung ringsum sehr kleinteilig gewesen. Die Kriegszerstörungen nutzte man in der Zeit des Wiederaufbaus, um durch die Verlängerung der Straße am Leonhardsberg eine leistungsfähige Verbindung zur Oberstadt? zu schaffen und damit eine zentrale Ost-West-Verbindung innerhalb der Altstadt?.

Erst 1975 war die Kirche (äußerlich) wieder in den Vorkriegszustand zurückversetzt.

Details

Lage


Weblinks


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