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Rotes Tor

Rotes Tor © Eva Stuhlmüller (www.augsburg-parrot.de)
Eines der wichtigsten Tor der Augsburger Stadtbefestigung Richtung Süden.
Allgemeines
Das Rote Tor diente der Sicherung Augsburgs nach Süden und überwachte den Verkehr von und nach Italien. Über eine Steinbrücke gelangte man hier über die Via Claudia Augusta, die von Italien herkam, in die Reichsstadt? Augsburg.
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Augsburg, Blick vom Ulrichsturm auf die Anlagen beim Roten Tor; 1928. Foto: Trinks; Leipzig; zur Verfügung gestellt von Thomas Werthefrongel, Stadtbergen.
Geschichte
Erwähnt wurde das Rote Tor zum ersten Mal im 13. Jahrhundert. 1259 wird das Tor im Zusammenhang mit dem Prozessionsweg vom Dom Unserer Lieben Frau zum Grab der heiligen Afra in der Kirche Sankt Ulrich und Afra erwähnt. Damals entwickelte sich die Stadt zu einer wichtigen Marktsiedlung.
Als sich im 14. Jahrhundert das Schießpulver in Europa durchsetzte, verstärkte man die Befestigung der Stadt und dabei auch das Rote Tor. Wahrscheinlich hat man es im Zug der Verstärkung der Stadtbefestigung noch einmal verlegt, bevor man es Ende des 14. Jahrhunderts um ein Vortor und eine Befestigung in seiner Umgebung erweiterte.
Bis zur Turmerhöhung durch Jörg Ammann? im Jahr 1428/1429 hieß der Torturm "Haunstetter Tor", weil der Verkehr durch das Tor zunächst Richtung Haunstetten führte. Nach der Erhöhung des Turms strich man den Turm in seiner oberen Hälfte mit der bis heute typischen roten Farbe, der er seinen bis heute bestehenden Namen verdankt.
Auch nach der Turmerhöhung im ersten Drittel des 15. Jahrhunderts gab es Um- und Ausbauten des Tores.
Im 16. Jahrhundert baute man das Tor zur trutzigen Rundbastei aus, um ein sicheres Bollwerk gegen Feinde zu haben.
1622 beauftragte die Stadt Elias Holl? damit, über dem gotischen Fundament des Turmes einen neuen Fünfgratturm zu errichten, der veränderten Bedingungen der Verteidigung Rechnung trug. Elias Holl? kam dem Auftrag dadurch nach, das er einen Aufbau mit zwei Geschossen errichten ließ. Er baute sie in der Form eines unregelmäßigen Oktogons mit abgerundeten Ecken.
Obwohl der schwedische König Gustav Adolf? 1632 die Modernisierung der Gesamtanlage anordnete, kam es dazu aus Geldmangel nicht.
Obwohl in der Umgebung des Tores im 18. Jahrhundert eine rege Bautätigkeit festzustellen ist, wurde das Tor nicht erneut verändert. Selbst als 1866 die Festungseigenschaft der Stadt Augsburg aufgehoben wurde, hat man die Rote-Tor-Anlage im Zuge der Entfestigung unverändert erhalten. Nur hinter der Freilichtbühne hat man im Zuge der Stadtentwallung den Graben aufgeschüttet. Die feingliedrige Schönheit des Roten Tors geht also immer noch auf den Renaissance -Baumeister Elias Holl? zurück.
Details
Aquädukt über dem Wallgraben am Roten Tor
Die Lechkanäle lieferten und liefern Brauchwasser, das nicht immer sauber war/ist und seit dem Mittelalter Mühlen? und Hammerwerke? antrieb. Trinkwasser wurde von Quellen auf dem Lechfeld, aus dem heutigen Stadtwald Augsburg, in Stadtbächen bis zum Wasserwerk am Roten Tor? geführt. Vor dem Wasserwerk lag jedoch die Bastei am Roten Tor mit dem schützenden Stadtgraben. Um den tief liegenden Wallgraben zu überqueren, wurde das Trinkwasser – getrennt vom Brauchwasser aus dem Lech – in parallelen Bachbetten über ein zunächst hölzernes Aquädukt in die Stadt geleitet. 1746 entstand das steinerne Aquädukt, über das heute Wasser des Lochbachs strömt, der ab hier Vorderer Lech heißt.
Das Aquädukt des Wasserwerks am Roten Tor kann man jederzeit von den Wallanlagen aus besichtigen. Den Blick ins Innere ermöglicht jedoch nur eine Führung im Areal der heutigen Freilichtbühne.
Lage
Weblinks
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