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Rettungshubschrauber

Allgemeines

Die Stationierung eines Rettungshubschraubers in Augsburg gestaltete sich als langjähriges Drama. Der Zuschlag des Standortes an Augsburg führte zu einer schlechten Versorgung des nördlichsten Teils von Schwaben sowie des südwestlichen Teils Mittelfrankens?, da sie außerhalb eines 60-Kilometer-Radius von Augsburg aus liegen. Am Ende sprach für den Augsburger Standort, dass Notfallpatienten in das Klinikum Augsburg gebracht werden mussten und das Klinikum Augsburg auch das Notfallteam stellen musste.

Bauherr der Luftrettungsstation war das Klinikum Augsburg, das die Station komplett selbst projektierte.

Geschichte

In den Jahren 2010 und 2011 tobte zwischen Augsburg und dem Landkreis Donau-Ries? ein Streit, wo in der Region ein Rettungshubschrauber stationiert werden sollte.

Zu der Entscheidung gab es im Januar eine Sitzung des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Augsburg? (ZRF), in der eine Entscheidung vorbereitet werden sollte. Der Landrat Stefan Rößle? vom Landkreis Donau-Ries? verließ diese Versammlung aus Protest, weil seiner Meinung nach die Entscheidung für Augsburg als Standort schon gefallen und mit keinem Satz der Landkreis Donau-Ries? erwähnt worden sei. Die Versammlung entschied, sich für die Stationierung eines Rettungshubschraubers am Klinikum Augsburg einzusetzen, auch wenn Teile des Landkreises Donau-Ries? aufgrund des Stationierungsortes nicht abgedeckt wurden.

Obwohl ein vom bayerischen Innenministerium? in Auftrag gegebenes Gutachten Donauwörth als den geeigneten Standort für den schwäbischen Rettungshubschrauber sah, entschied sich das Ministerium 2011 für Augsburg als Standort, doch zeigten verschiedene Luftrettungsinstitutionen im Anschluss wenig Interesse den Standort mit einem Rettungshubschrauber auszustatten.

Im Mai 2012 machte der damalige Innenminister von Bayern, Joachim Herrmann (CSU) Druck auf den Augsburger Rettungszweckverband?, er solle nun endlich dafür sorgen, dass der Hubschrauber auf dem Dach des Klinikums Augsburg stationiert werde. Gleichzeitig wurde ein Intensivtransport-Hubschrauber von Nürnberg in das südlich davon gelegene Roth? verlegt, um die schlecht versorgten Teile von Schwaben und Mittelfranken? besser zu erreichen.

Bis Anfang Juni 2012 gab es für den Augsburger Standort keine Bewerber für den Betrieb. Später sagte der Adac? zu, den Rettungshubschrauber Augsburg betreiben zu wollen.

Details

Mit dem Rettungshubschrauber fliegt ein Notarztteam des Klinikums Augsburg, zu dem die Notfallpatienten gebracht werden. Die Luftrettungsstation befindet sich auf dem Dach des Klinikums Augsburg in 58 Metern Höhe. Dort gibt es einen Hangar und Sozialräume für die Rettungshubschrauber-Piloten und -Besatzung sowie eine Rettungswache mit Ärzten und Rettungskräften. Die Landeplattform hat etwa 1.300 Quadratmeter Fläche. Direkt von der Luftrettungsstation geht es per Aufzug in die Notaufnahme und den zentralen Operationsbereich des Augsburger Klinikums, wodurch der schnellste Transport zur Behandlung gewährleistet ist.

Der Helikopter der Luftrettung kann auf dem Dach des Klinikums betankt werden. Dazu ist ein Kerosintank im Erdboden auf dem Gelände des Klinikums mit der Luftrettungsstation auf dem Dach direkt verbunden.

Nachts bekommt der Rettungshubschrauber Augsburg nur in Ausnahmen, wenn Gefahr für Leib und Leben besteht, eine Flugerlaubnis, obwohl aufgrund der Höhe der Station weniger Lärm für Anwohner entsteht als auf einem bodennahen Start- und Landeplatz.

Adresse

Weblinks


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