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Psychische Gesundheit

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Situation bis 2007

Bis 2007 stand in der Versorgung von Menschen mit psychischen Problemen im Bezirk Schwaben die stationäre Unterbringung im Bezirkskrankenhaus im Vordergrund. Auch die Caritas?, die Arbeiterwohlfahrt? oder das Diakonische Werk Augsburg? beteiligten sich an der Versorgung und Betreuung, doch meistens nicht aufeinander abgestimmt. Zum Teil standen manche Einrichtungen auch in einer Konkurrenzsituation.

Gemeindepsychiatrischer Verbund

Viele Städte und Bezirke kennen ihn schon, den Gemeindepsychiatrischen Verbund (GVP) Erst 2007 schlossen sich Stadt und Kreis Augsburg sowie der Kreis Aichach-Friedberg zu einem solchen Verband zusammen. Seit Anfang der 90er Jahre wird in Kaufbeuren ein ähnliches Konzept umgesetzt, um psychisch Kranken oder Behinderten besser und kostengünstiger zu helfen. Acht Träger von Sozialarbeit sowie die Nervenärzte von Augsburg und Umgebung unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, unter anderem die Awosana? (Gesellschaft für psychische Gesundheit der Arbeiterwohlfahrt?, das Diakonische Werk Augsburg?, die Caritasverbände von Bistum?, Augsburg, Augsburg-Land? und Aichach-Friedberg?, der Diakonieverein Eserwall?, das Psychiatrisch-Therapeutische Pflegeheim Zusmarshausen? und last but not least die Bezirkskrankenhäuser von Augsburg, Günzburg?, Kaufbeuren? sowie die niedergelassenen Nervenärzte?.

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Unter dem Schlagwort "ambulant vor stationär" sollen psychisch Kranke wieder fit für ein selbständiges Leben in ihrem sozialen Umfeld gemacht werden. Sie sollen schneller aus den teuren Kliniken entlassen werden und von einem engmaschigeren Hilfsnetz als bisher aufgefangen werden, um nicht den so genannten "Drehtüreffekt" zu erhalten: Patient entlassen, nach kurzer Zeit wieder an der Eingangspforte. Zwar stehen die Kosten nicht im Vordergrund bei der Umstellung der Versorgung psychisch Kranker, doch spielen sie eine große Rolle angesichts leerer Kassen und steigender Kosten im Gesundheitssystem. Das größte Interesse an dem neuen Modell hat der Bezirk Schwaben, ist er doch in der Regel Kostenträger und die Kosten lassen sich durch teilstationäre oder ambulante Betreuung drücken. Der Mensch wird auch hier immer mehr zum Kostenfaktor. Um angesichts zunehmender psychischer Erkrankungen nicht immer mehr Finanzausfälle zu bekommen, sind diese Maßnahmen sicher notwendig, aber alle netten Worte der Verantwortlichen können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich hier wie andernorts um Kürzungen von Leistungen handelt. Man wolle mehr Geld für die Prävention von psychischen Erkrankungen ausgeben - dieser Vorsatz des Bezirk Schwabens kann nur ein schwacher Trost sein, vor allem müssen ihm noch Taten folgen. Und damit hapert es zumeist, wie jeder von uns von seinen eigenen Vorsätzen her weiß.

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