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Presse

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Der Begriff ist von der Druckerpresse abgeleitet und meinte zunächst alle Druckerzeugnisse. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jhrdts. engte er sich auf Zeitungen und Zeitschriften ein. Heute meint man damit auch das damit zusammenhängende Nachrichten- und Meinungswesen.

Unter Presse verstehen wir hier nicht Hörfunk, Fernsehen und Internet.

Allgemeines

Die Augsburger Presselandschaft

In der deutschen Pressegeschichte spielte Augsburg eine bedeutende Rolle. Mehr dazu unter Pressegeschichte Augsburgs?! Heute hat sich dieses Bild gewandelt. Die Augsburger Presselandschaft ist von einer Monokultur gekennzeichnet. Es ist in Deutschland ungewöhnlich, dass es in einem großstädtischen Ballungsraum von ca. 350.000 Einwohnern nur eine große Tageszeitung gibt. Doch in Augsburg ist das so. Es ist schwierig, sich über Lokales anders zu informieren als über die sogenannte "Heimatzeitung" Augsburger Allgemeine. Viele Augsburger leiden unter dieser Situation und sind von der journalistischen Qualität dieser Zeitung nicht überzeugt, wollen aber auch nicht auf die Süddeutsche Zeitung? mit ihrem höheren intellektuellen Niveau umsteigen, weil diese keinen Lokalteil für Augsburg druckt. Nur in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung? wird in letzter Zeit öfter auch über Augsburg berichtet.

Die Augsburger Allgemeine will, so steht es im Kopf der Printausgabe, eine "unabhängige überparteiliche Tageszeitung" sein. Da die Mediengruppe Pressedruck aber auch die CSU-Zeitung Bayernkurier? druckt, wird sie von vielen Bürgern nicht abonniert.

Dennoch brauchen die Augsburger seit den Zeiten des Internets nicht den Kopf hängen zu lassen. Man bestellt sich einfach einen Google Alert zum Thema Augsburg - und schon ist man über lokale Vorgänge auch durch andere Medien bis hoch nach Kiel informiert. Und wundert sich, warum die "Heimatzeitung" Augsburger Allgemeine über bestimmte Vorgänge nicht berichtet, die für andere Nachrichtenorgane berichtenswert sind. Außerdem entwickelt sich gerade in Augsburg eine Szene von kleineren Publikationsorganen, zu einem nicht geringen Teil auch im Internet, die eigenständig und in einer breiten Vielfalt über Vorgänge in Augsburg berichten. Nicht vergessen sollte man dabei die heimische Bloggerszene, die oft viel schneller über Themen berichtet, als es die traditionsreiche Augsburger Allgemeine tut oder tun kann.

Schülerzeitungen

Seit der Einführung des G8 in Bayern haben Schüler noch weniger Zeit als früher für Engagements außerhalb der Pflichtstunden an der Schule. Das betrifft auch die Arbeit in Schülerzeitungsredaktionen. Deshalb gehen manche Schülerzeitungen ein, andere werden dünner und wieder andere verjüngen sich in ihren Redaktionen, weil die Schüler der elften und zwölften Jahrgänge keine Zeit mehr für die Redaktionsarbeit finden. Trotz des Schulstresses haben die Schülerzeitungen aber auch heute noch eine Zukunft, wenn sich die Betreuungslehrer engagieren.

Geschichte der Augsburger Presse

Augsburg wurde schon früh mit den Fuggerzeitungen das wichtigste europäische Post- und Nachrichtenzentrum der Frühen Neuzeit. Als 1605 die älteste Zeitung der Welt in Straßburg erschien, bezog sie etwa zwei Drittel ihrer Nachrichten aus Augsburg. Und der so genannte "Wolfenbütteler Aviso" von 1609 war sogar ein kompletter Nachdruck eier handgeschriebenen Augsburger Zeitung.

In den 1670er Jahren erschienen Augsburgs erste gedruckte Zeitungen.

Dadurch, dass Johann Friedrich Cotta 1810 die Allgemeine Zeitung in Augsburg ansiedelte, stieg die Stadt für etwa ein halbes Jahrhundert zur angesehensten deutschen Zeitungsstadt auf, die europaweit beachtet wurde. 1824 führte der Zeitungsverleger die Schnellpresse von Friedrich Gottlieb Koenig in seinem Betrieb ein, was enorme industriegeschichtliche Folgen für Augsburg hatte. Carl August Reichenbach, der von Cotta als Maschinenmeister angestellt war, und Carl Buz gehörten bald nach der Übernahme einer kleinen Maschinenfabrik zu den Gründern der MAN, die 1873 die erste kontinentale Rotationspresse baute und nach und nach zu einem Weltmarktführer für Druckmaschinen aufstieg. Auf der anderen Seite entwickelte sich dazu parallel dier größte deutsche Papierhersteller in Augsburg: die Haindl´schen Papierfabriken, heute UPM.

Als 1882 und 1912 Augsburgs wichtigste Zeitungen nach München abwanderten, verlor Augsburg als Zeitungsmetropole für Jahrzehnte seine Bedeutung. Erst mit Gründung der Schwäbischen Landeszeitung? 1945, die 1959 in Augsburger Allgemeine umbenannt wurde, holte sich Augsburg etwas von seiner früheren Bedeutung als Pressestadt zurück, denn die Augsburger Allgemeine entwickelte sich zu einer der größten deutschen Regionalzeitungen.

Einzelne Augsburger Presseerzeugnisse

A wie a-guide

B wie bayernsport

D wie DAZ

E wie Edition Schwaben

F wie Fuggerzeitungen

G wie Gegenwind

I wie Irrational

L wie Lieslotte

N wie neue szene

P wie presstige

R wie Riss

S wie Sprachlos

T wie Tatendrang

Z wie Zeitriss

Weblinks


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