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Peutinger, Konrad
Ein Augsburger Kaufmannssohn, der als Syndicus, Chronist Augsburgs, Humanist und Berater von Kaiser Maximilian I.? und Kaiser Karl V.? bekannt wurde.
Leben
Geboren wurde der Augsburger Kaufmannssohn Konrad (IV.) Peutinger 1465. In Italien studierte er Rechtswissenschaften und lernte in dieser Zeit den Humanismus kennen.
Wirken
Grundlage des Wissens und Wirkens von Konrad Peutinger war seine riesige Bibliothek. Sie soll etwa 10.000 Bände umfasst haben. Die Bücher trug der Stadtschreiber auf seinen Reisen zusammen. Heute ist seine Bibliothek leider über ganz Europa verteilt. Teile der Bibliothek Konrad Peutingers bildeten anderenorts die Grundlage neuer Bibliotheken.
Begeistert trug Konrad Peutinger lateinische Inschriften der römischen Stadt Augusta Vindelicum zusammen, stellte sie zunächst in dem Hof seines Hauses aus und publizierte sie später auch. Der Stadtschreiber sammelte römische Münzen und Steindenkmäler und begründete damit die Augsburger Römerforschung. An der Tordurchfahrt und im Innenhof des Peutingerhauses beim Dom in der Peutingerstraße 11 wurden von Peutinger gesammelte römische und jüdische Steindenkmäler wie das Grabmonument des Iulianus Iulius aus dem frühen 3. Jahrhundert eingemauert.
Konrad Peutingers erste Publikation geht in das Jahr 1505 zurück. Es war eine aufwändige Publikation mit 23 Inschriften aus dem römischen Augsburg. Als er die zweite Ausgabe dieser Schrift veröffentlichte, stellte er die Inschriften nicht nur als Text, sondern auch als antiquarische Objekte vor, was für die damalige Zeit neu war. Mit der Gleichrangigkeit von Text und Lokalisierung wollte Konrad Peutinger seine Heimatstadt erfassen und aufwerten.
Ein weiteres wichtiges Werk von Konrad Peutinger ist das Buch "Caesares" (Die Kaiser). Es versammelte die Lebensläufe aller Kaiser von Caesar bis zu Maximilian I.?, ging aber leider zum größten Teil verloren.
Nach Konrad Peutinger benannte Markus Welser? die 1598 in Augsburg publizierte Tabula Peutingeriana, die Kopie einer römischen Weltkarte.
Weblinks
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