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Öffentlicher Personennahverkehr
Allgemeines
In Augsburg wird der öffentliche Personennahverkehr von der Augsburger Verkehrsgesellschaft, auch AVG genannt, betrieben. Dazu ist auch der Augsburger Verkehrsverbund? (AVV) auf dem Stadtgebiet aktiv.
Geschichte
Bis in die 60er Jahre des letzten Jahrhunderts baute man in Augsburg Straßenbahnlinien ab und ersetzte sie durch Buslinien?.
Seit 2003 untersucht „Socialdata“, ein Institut für Verkehrs- und Infrastrukturforschung, die Verkehrssituation in Augsburg. Ergebnisse in 2009 waren, dass von 7.000 Augsburgern 77 Prozent die Nahverkehrspreise in Augsburg für zu hoch halten und die die Nahverkehrssituation im Schnitt mit einer 3 bewertet wurde. Am 19. Mai 2009 veranstaltete die Augsburger Verkehrsgesellschaft einen Informationsabend, auf dem Werner Brög vom Institut Sozialdata den Vortrag „Mobilität in Augsburg – Verhalten, Einstellungen, Potentiale“ hielt, der die Ergebnisse seiner Befragungen und Forschungen in Augsburg vorstellte. In Auftrag gegeben wurden die Forschungen von den Stadtwerken?.
Danach gingen in Augsburg damals
- 22 % der Verkehrsteilnehmer zu Fuß
- 12 % bewegten sich mit dem Fahrrad
- 36 % nutzten PKW
- 13 % waren Mitfahrer im PKW
- 17 % nutzten den ÖPNV
Nur 63 % der Befragten zeigten sich mit dem Augsburger ÖPNV zufrieden. Die Untersuchung ergab, dass vor allem die Zustimmung zur Tarifpolitik der Stadtwerke? im Lauf der Jahre sank, immer weniger Benutzer die Tariferhöhungen für angemessen hielt.
Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung war, dass 52 % in Augsburg den PKW ausschließlich aus subjektiven Gründen nutzen, obwohl Alternativen vorhanden sind. Nur für 48 % besteht ein Sachzwang zur PKW-Nutzung, weil keine Alternative vorhanden ist. Und zwar nur, was den Binnenverkehr angeht, unter Ausschluss des Durchgangsverkehrs. Für die PKW-Fahrten im Binnenverkehr (Augsburg 2008) in Höhe von 52 % gibt es durchschnittlich 1,5 Alternativen, nämlich den ÖPNV mit einem Anteil von 31 %, das Fahrrad mit 34 % und „Zu Fuß“ mit 14 %. Das bedeutet, dass durch verkehrspolitische Maßnahmen in Augsburg viele weitere Menschen durch den ÖPNV erreichbar wären.
Fahrgastzahlen
Wurden 1950 noch mehr als 45 Mio. Fahrgäste mit dem ÖPNV befördert, waren es 1985 nur noch 41,5 Mio. - und das, obwohl die Bevölkerung von Augsburg in dieser Zeit von etwa 209.000 auf etwa 253.000 Einwohner gestiegen war. Kontinuierlich hatte die Attraktivität des ÖPNV in Augsburg also abgenommen. Es war höchste Zeit geworden, etwas gegen diese Entwicklung zu unternehmen.
Der wichtigste Meilenschritt zur Verbesserung des Angebotes des ÖPNV war die Einführung des 5-Minuten-Taktes im Jahr 1990. Von da an explodierten die Fahrgastzahlen geradezu. Zwar hat sich die Zuwachskurve in den letzten Jahren etwas abgeflacht, aber sie ist immer noch sehr deutlich nach oben zeigend und mit 55 Mio. beförderten Passagieren im Jahr 2005 eindrucksvoll.
Von diesen 55 Mio. beförderten Passagieren wurden 18,7 Mio. durch Stadtbusse befördert, 36,3 Mio. durch die Straßenbahn.
Bei Fahrten in die Innenstadt nehmen heute 40 - 45 Prozent der Menschen die Leistungen des ÖPNV in Anspruch. Dabei sind die Straßenbahnlinien das Rückgrat des Augsburger Verkehrsnetzes, das weiter ausgebaut werden soll.
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