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Museumslokomotiven

Mehrzweck-Dampflok 41 018

Die Daten:

HerstellerHenschel & Sohn Kassel
Baujahr1939
Länge über Puffer23.90 Meter
Gewicht167 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit90 km/h
Leistung1.472 kW
EigentümerDampflok-Gesellschaft München e. V.

Die 41 018 ist eine ölgefeuerte Maschine und voll betriebsfähig. Sie wird von München, Nürnberg und Augsburg aus für Nostalgiesonderzüge eingesetzt und fährt in ganz Deutschland und in Nachbarländern. In Zusammenarbeit mit der IGE-Bahntouristik und der Dampflok-Gesellschaft München e. V. bietet der Bahnpark regelmäßige Sonderfahrten an.

Die 41018 ist eine Zweizylinder-Güterzuglok mit der Achsfolge 1´D1´h2. Zuletzt war sie in Rheine/Westfalen im aktiven Dienst. Als Nachfolge-Lokomotive für die preußische G8 konzipiert, wurde die Baureihe 41 aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit oft auch vor Personenzügen eingesetzt.

Mehrzweck-Dampflok 41 364

Die Daten:

HerstellerLokomotivfabrik Jung Kirchen/Sieg
Baujahr1940
Länge über Puffer23.90 Meter
Gewicht167 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit90 km/h
Leistung1.472 kW
EigentümerDampflok-Gesellschaft München e. V.

Die 41 364 wurde als Mehrzweck-Dampflok für die Deutsche Reichsbahn gebaut. Weil die ersten Fahrzeuge dieser Baureihe Ende der 30er Jahre Viehzüge aus Ostpreußen nach Berlin zogen, bekamen alle Fahrzeuge der Reihe den Spitznamen „Ochsenlok“. Die 41 364 stand bis September 1977 in Norddeutschland in Dienst.

Jumbo 44 606

HerstellerKrupp Essen
Baujahr1941
Länge über Puffer22.62 Meter
Gewicht169 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit80 km/h
Leistung1.546 kW
EigentümerDampflok-Gesellschaft München e. V.

Über Jahrzehnte hinweg besorgten die „Jumbos“ der Baureihe 44 den schweren Güterzugdienst. Sie hatten einen leistungsstarken Kessen und ein Drei-Zylinder-Triebwerk. Man sah sie vor für die Beförderung von Güterzügen bis 1.200 Tonnen in Mittelgebirgen und bis 600 Tonnen auf Steilrampen. Gebaut wurde die Reihe 44 von 1926 bis 1949. Insgesamt stellten die Werke knapp 2.000 dieser Lokomotiven her.

Die 44 606 des Bahnparks Augsburg wurde 1982 in Wilhelmshaven als Denkmal aufgestellt, bevor sie den Weg nach Augsburg fand.

Elektrische Schnellzuglok E 16 09

HerstellerKrauss München und BBC
Baujahr1927
Länge über Puffer16.30 Meter
Gewicht110,8 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit120 km/h
Leistung2.340 kW
Eigentümerin Privathand

In den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts schritt die Elektrifizierung der Strecken in Bayern rasch voran. Um die elektrifizierten Strecken auch bedienen zu können, ließ die Gruppenverwaltung Bayern der Deutschen Reichsbahn die später so genannte Baureihe E 16 fertigen. Es wurden 17 Exemplare dieser schweren Schnellzugmaschinen gebaut. Nach Schweizer Vorbild besaßen sie als erste (und einzige) Elektroloks in Deutschland Einzelachsantrieb nach der Bauart „Buchli“. Das führte zu zwei unterschiedlichen Ansichtsseiten: die eine Seite zeigt den Buchli-Antrieb, die andere die blanken Speichenräder. Ausgemustert wurden die Loks zwischen 1973 und 1980.

Elektrische Schnellzuglok E 18 08

HerstellerAEG
Baujahr1936
Länge über Puffer16.92 Meter
Gewicht108,5 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit150 km/h
Leistung3.040 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Diese E-Lok wurde 1937 in Paris auf der Weltausstellung dreimal mit dem Grand Prix ausgezeichnet. Sie galt als stärkste Lokomotive ihrer Klasse zur damaligen Zeit. Gebaut wurden von der AEG ab 1935 insgesamt 55 dieser Baureihe 18. Einige dieser Schnellzug-Elektroloks waren auch in Augsburg stationiert und bedienten die Strecken nach Nürnberg und München. Die letzten Exemplare der DB fuhren bis 1984 im Raum Stuttgart und Würzburg.

Elektrische Rangierlokomotiven E 63 05 und E 63 08

Daten für die E 63 05:

HerstellerKrauss-Maffei und BBC
Baujahr1936
Länge über Puffer10.20 Meter
Gewicht51,4 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit50 km/h
Leistung710 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Daten für die E 63 08:

HerstellerAEG
Baujahr1938
Länge über Puffer10.20 Meter
Gewicht53,1 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Leistung725 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Beide elektrischen Rangierlokomotiven taten lange Zeit in Augsburg ihren Dienst. Gebaut wurde die Baureihe E 63 ab 1935 von Krauss-Maffei, AEG und BBC. Wegen ihrer ungewöhnlichen Form erhielten die Maschinen bald den Spitznamen „Bügeleisen“. Der Aufbau bestand nämlich aus einem langen niedrigen Vorbau vorne, dem Führerstand über den beiden hinteren Achsen und einem ebenfalls niedrigen hinteren Vorbau. Die letzte Maschine dieser Baureihe wurde 1979 in Garmisch-Partenkirchen ausgemustert.

Elektrische Lokalbahnlok E 69 02

HerstellerKrauss/München und Siemens-Schuckert-Werke
Baujahr1909
Länge über Puffer7.35 Meter
Gewicht25,5 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit50 km/h
Leistung306 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Diese Lokomotive ist die kleinste im Bahnpark Augsburg ausgestellte Maschine. Sie hat zwei Achsen und wurde ursprünglich für die „Localbahn Actiengesellschaft München“ gebaut. Die Baureihe E 69 umfasste insgesamt nur 5 Maschinen, die alle 1938 bei der Verstaatlichung der „Localbahn Actiengesellschaft München“ in den Besitz der Deutschen Reichsbahn übergingen. Einsatz fand die in Augsburg ausgestellte Lok auf der Strecke zwischen Murnau und Oberammergau, die schon 1904 elektrifiziert worden war. Von Eisenbahnfreunden wird die E 69 02 liebevoll „Pauline“ genannt. Nach der Übernahme durch die Deutsche Reichsbahn wurde 1938 in Murnau unter Beteiligung von BBC die elektrische Ausrüstung erneuert. Nach dem Krieg kam „Pauline“ für neun Jahre als Verschieblok nach Heidelberg, bevor sie 1964 wieder von Murnau aus eingesetzt wurde. Bis 1982 im Dienst war die E 69 02 lange Jahre die älteste E-Lokomotive der DB. Als eine der ältesten erhaltenen E-Loks überhaupt symbolisiert sie die Anfänge des elektrischen Fahrdienstes in Bayern.

Elektrische Güterzuglokomotive E 91 99

HerstellerAEG
Baujahr1929
Länge über Puffer17.30 Meter
Gewicht116,4 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit55 km/h
Leistung2.200 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Die Baureihe E 91 war für den Güterzugeinsatz in Bayern und Schlesien gedacht und wurde zwischen 1925 und 1929 von der AEG in Berlin gebaut. Es handelte sich um dreiteilige Gelenklokomotiven, was ihnen die problemlose Fahrt auf kurvenreichen Gebirgsstrecken möglich machte. Im Laufe der Zeit wurde die Höchstgeschwindigkeit im Güterverkehr immer mehr nach oben getrieben. Dabei konnte die Baureihe E 91 natürlich nicht mehr mithalten, weshalb die Maschinen dieses Typs immer häufiger und bis am ihr Dienstende im schweren Rangierdienst an Ablaufbergen eingesetzt wurden.

Die E 91 99 hatte zwei Triebgestelle mit jeweils drei gekuppelten Radsätzen. Jedes Triebgestell besaß einen Antrieb mit zwei in Reihe geschalteten Wechselstrom-Reihenschluss-Fahrmotoren, eine Lüfteranlage, Zentralschmierung, Stromabnehmer SBS 9 und Endführerstand. Die E 91 99 besitzt im Gegensatz zu anderen Maschinen der Baureihe drei große Frontfenster. Nach ihrer Auslieferung kam sie zum Bw Waldenburg-Dittersbach (Schlesien), dann nach Mitteldeutschland, 1946 in die Sowjetunion, von dort 1952 an die DR und danach zur DB, die sie zuletzt im Bw München Ost an den Ablaufbergen München Laim und München Ost einsetzte. Hier wurde sie 1975 ausgemustert.

Nach einigen Wirrnissen und Schäden kam sie über verschiedene Zwischenstationen in den Augsburger Bahnpark, wo sie hoffentlich eine sichere Heimat gefunden hat.

Drehstrom-Lokomotive 120 003

HerstellerKrupp und BBC
Baujahr1979
Länge über Puffer19.20 Meter
Gewicht83,2 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit200 km/h
Leistung5.600 kW
EigentümerDB Museum Nürnberg

Diese E-Lokomotive ist ein ganz besonders wertvolles Ausstellungsstück im Bahnpark Augsburg. Denn sie gehört als Vorserien-Fahrzeug zur Baureihe 120 der DB, die seinerzeit die erste in Serie gebaute Drehstrom-Vollbahn-Lokomotive der Welt war. Eine Schwester-Lokomotive der in Augsburg ausgestellten Maschine stellte 1984 zwischen Augsburg und Donauwörth mit einer Geschwindigkeit von 265 km/h einen Weltrekord für Drehstrom-Lokomotiven auf. Ein Meilenstein der Technikentwicklung!

Das Besondere an dieser Baureihe: Die Drehzahl lässt sich praktisch stufenlos regeln, indem Spannung und Frequenz variiert werden. Damit wurde etwas möglich, was man bis dahin nicht für möglich hielt: Die Maschine konnte alle anderen E-Lokomotiven ersetzen und jede Art von Zug, gleichgültig wie schwer oder schnell, ziehen. Die Serienloks wurden ab 1987 ausgeliefert und zogen InterCity-, InterRegio- und schnelle Güterzüge.

Ausgemustert wurde die 120 003 im Jahr 2002.

Blue Star Train

HerstellerM.A.N, Linke-Hofmann-Busch, Wegmann
Baujahr1957
Länge über Puffer130.72 Meter (siebenteilig)
Gewicht51,3 Tonnen (nur der Triebkopf)
Höchstgeschwindigkeit160 km/h
Leistung2 x 810 kW
EigentümerES GmbH Augsburg

Der so genannte Blue Star Train ist eigentlich ein Diesel-Triebzug der Baureihe VT 11.5, besser bekannt unter TEE (Trans-Europ-Express), später in Baureihe 601 umbenannt. Der Zug wurde in den 50er Jahren entwickelt, ab 1957 eingesetzt und war viele Jahre ein Aushängeschild der DB. Gebaut wurden 19 Triebköpfe, 23 Abteilwagen, acht Großraumwagen, acht Speisewagen und neun Küchenwagen. Der „normale“ TEE bestand aus einer siebenteiligen Garnitur mit 122 Sitzplätzen und 46 Plätzen im Speisewagen.

1971 wurde das InterCity-System bei der DB eingeführt; das führte zur Integration der TEE-Züge in dieses System und zur Streichung der TEE-Verbindungen. 1972 fuhr der letzte TEE. Der Planeinsatz im InterCity-System dauerte bis 1988. Bis auf wenige Ausnahmen wurden die Züge nach Italien verkauft.

Der Augsburger Blue Star Train hat eine bewegte Geschichte: Nachdem er nach Italien verkauft war, lieh ihn sich die DR von Italien aus und ließ ihn als InterCity „Max Liebermann“ zwischen Juli und September 1990 zwischen Hamburg und Berlin laufen. Später kaufte ihn die ES GmbH Augsburg von der SSB Cargo Italia und versah ihn mit der blau-beigen Lackierung, die dem Zug heute den Namen gibt. Es ist der einzige dieser schnellen, eleganten und epochalen Triebzüge mit den zeitlos schönen Formen, der heute noch öffentlich zugänglich ist. Heute ist es ein exklusives Erlebnis, in den Garnituren dieses Zuges zu speisen.

Weitere Informationen finden Sie unter Blue Star TEE und Baureihe 601

Elektrolokomotive 1141.03

HerstellerABES und SGP Graz
Baujahr1955
Länge über Puffer15.26 Meter
Gewicht80 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit110 km/h
Leistung2.160 kW
Eigentümerin Privathand

Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Streckenschäden auf den Gleisen der ÖBB beseitigt waren, brauchte man dringend Neubauloks. Um die Planungszeiten zu verkürzen, wurden viele neue Modelle von älteren abgeleitet, so auch die Baureihe 1141 oder 1041, wie sie auch heißt. Insgesamt wurden etwa 30 Maschinen dieser Baureihe in Dienst gestellt. Sie verkehrten von Wien aus unter anderem auf der berühmten Semmeringbahn Richtung Graz oder auf der Westbahn Richtung Salzburg. Die letzten Loks dieser Baureihe wurden 2003 in Attnang-Puchheim und Selzthal ausgemustert.

Kleinlokomotiven Köf 6311 und Köf 6580

HerstellerGmeinder Mosbach
Baujahr1958 und 1961
Länge über Puffer6.39 Meter
Gewicht17 Tonnen
Höchstgeschwindigkeit45 km/h
Leistung94 kW
EigentümerDampflok-Gesellschaft München e. V. und Marko Nicklich

Mit Köf werden kleine Diesellokomotiven der DR und DB bezeichnet. Den Namen und das Bezeichnungssystem erfand die DR im Jahr 1931. In Köf steht das K für Kleinlokomotive, das ö für Ölantrieb durch Dieselantrieb und das f für Kraftübertragung mittels Flüssigkeitsgetriebe. Mit Einführung der computergerechten Baureihenbezeichnungen 1968 bei der DB und 1970 bei der DR wurde die Bezeichnung Köf offiziell aufgegeben.

Die Kleinlokomotiven bewährten sich auf kleinen und mittelgroßen Bahnhöfen ab den 30er Jahren. Im Bahnpark sind zwei Köfs zu besichtigen. Sie versehen auch heute noch ihren Dienst beim Verschub der anderen Exponate und beim Rangierbetrieb.

Verschiedene Draisinen

Daten z. B.:

HerstellerDraisinenbau Hamburg
Baujahr1956
Länge über Pufferverschieden
Gewicht1,35 Tonnen
Höchstgeschwindigkeitbis 70 km/h
Leistung20,6 kW
EigentümerDraisinenfreunde Bayern e. V. und Karlheinz Eichner

Draisinen werden gerne als „Schienenflöhe“ bezeichnet. Man benutzte sie früher zur Inspektion und Wartung von Gleisanlagen und Signalen. Im Bahnpark Augsburg sind einige dieser kleinsten Schienenfahrzeuge zu besichtigen.


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