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Mozart 10 - Ein Cello-Zyklus wird geboren
Eine außergewöhnliche musikalische Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt der nächsten zwei Abendprogramme des Interdisziplinären Forums für kammermusikalische Interpretation (Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg). Der Schweizer Paul Sacher (1906 – 1999) war gleichzeitig ein renommierter Dirigent, musikalischer Interpret und Förderer der zeitgenössischen Musik. Aufgrund seiner finanziellen Möglichkeiten war er in der Welt der Musik als großzügiger Mäzen hoch geschätzt.
Sein Name ist für die zukünftigen Generationen mit der von ihm 1973 gegründeten Paul Sacher Stiftung verbunden, die heute mit rund achtzig Nachlässen ein internationales Forschungszentrum für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts bedeutend ist.
Immer auf der Suche nach großartigen Künstlern sowie innovativen musikalischen Entwicklungen und Werken lernte Sacher auch den unvergesslichen Cellisten Mstislaw Rostropowitsch kennen. Zwischen den beiden Künstlern entstand eine wunderbare Freundschaft.
In diesem Zusammenhang beauftragte Rostropowitsch zu Paul Sachers 70. Geburtstag zwölf Komponisten, die ebenfalls mit Sacher persönlich verbunden waren, jeweils ein Werk für Cello zu schreiben: Der Zyklus für zwölf Violincelli war geboren, der am 1. und 3. Februar in Augsburg aufgeführt wird.
Die mit dem Cello-Zyklus verknüpfte musikalische Idee lässt aufhorchen: So, wie Johann Sebastian Bach aus seinem Nachnamen ein musikalisches Motiv mit den Tonfolgen B-A-C-H machte, so wurde diese Idee auch auf Paul Sachers Nachnamen angewandt: eS-A-C-H-E-Re. Für jeden der zwölf Komponisten galt diese Tonreihenfolge als Ausgangsmotiv für die Geburtstagskomposition.
In zwei Augsburger Konzerten - moderiert von dem Leiter des Kammermusikforums an der Universität Augsburg und Leiter des Internationalen Violinwettbewerbs Leopold Mozart, Prof. Julius Berger – wird der Sacher-Zyklus in seiner endgültigen Fassung aufgeführt.
KONZERT 1. und 3. Februar 2010, jeweils um 20 Uhr (geänderter Konzertbeginn) Goldschmiedekapelle St. Anna, Im Annahof 2, 86150 Augsburg
PROGRAMM
Alberto Ginastera, Wolfgang Fortner, Hans Werner Henze, Conrad Beck, Henri Dutilleux, Witold Lutoslawski, Luciano Berio, Cristóbal Halffter, Benjamin Britten, Klaus Huber, Heinz Holliger, Pierre Boulez
12 Hommages à Paul Sacher pour Violoncelle (12 Werke zu Ehren von Paul Sacher für Violoncello Solo)
Pierre Boulez Komposition für 7 Violoncelli
MITWIRKENDE
Meisterklasse Prof. Julius Berger
Philharmonische Cellisten Augsburg
LEITUNG UND MODERATION
Prof. Julius Berger
KOOPERATION
Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg
Theater Augsburg
Konzertreihe ZUKUNFT(S)MUSIK
Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter: www.leopold-mozart-kuratorium.de
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