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Mechatronik-Zentrum Bayern
Ein Wissenschaftscluster im Augsburger Wirtschaftsraum.
Hintergrund
Im Jahr 2007 gab der Freistaat Bayern die Zusage für zwei Millionen Euro Förderung eines Mechatronik-Zentrums für Bayern in der Region Augsburg und Schwaben. Die ansässige Wirtschaft steuert mehr als eine weitere Million zur Entwicklung dieses Zentrums bei. Ziel ist es, unter der Leitung der IHK? die Universität Augsburg und ein Firmennetzwerk zusammenzuspannen, um die Forschung und die Ausbildung im Bereich der Mechatronik zu fördern und weiterzuentwickeln. Das ist die Voraussetzung, um Zukunftsfelder zu besetzen und Arbeitsplätze zu sichern. Nur wenn es gelingt, industrienahe Forschung zu bündeln und neue Produkte oder Produktionsverfahren zu entwickeln kann die Region, kann Bayern und Deutschland weiterhin im Weltmarkt erfolgreich sein.
Schon im Jahr 2006 legte die Stadt Augsburg der Bayerischen Staatsregierung den Masterplan "Mechatronik-Offensive" vor. In diesem Papier wurden Vorschläge der Wirtschaft, den Kammern, der Wissenschaft und der städtischen Wirtschaftdirektoren festgehalten, wie der Wirtschaftsraum Bayerisch-Schwaben im Rahmen einer Cluster-Offensive im Bereich Mechatronik, Robotik und effizienten Produktionssystemen zu stärken sei.
Die Mechatronik ist eine neue Wissenschaft, die Mechanik, Elektronik und Informatik kombiniert. Der Begriff ist ein Kunstwort und wurde als "Mechanical Engineering-Electronic Engineering" im Jahr 1969 zum ersten mal in Japan verwendet. In der Mechatronik geht es um das enge synergetische Zusammenwirken von Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik. Und das schon beim Entwurf und der Herstellung industrieller Produkte sowie bei der Gestaltung dieses Prozesses. Es gibt heute kaum mehr ein technisches Gerät, das ohne eine elektronische Steuerung oder einen integrierten Mini-Computer auskommt.
Das Fach versteht sich als interdisziplinäre Wissenschaft, die Produkte oder Prozesse ganzheitlich betrachtet. Als Mechatroniker braucht man Kenntnisse aus Technik, Informatik, Mathematik und Physik. Man muss also über verschiedene Tellerränder hinausschauen können. Weil die Mechatroniker später mit verschiedenen Fachbereichen zusammenarbeiten, müssen sie auch gute kommunikative Fähigkeiten besitzen. Eine Spezialisierung in Fächern wie Regelungs-, Steuerungstechnik, Aktorik, Sensorik, Simulationstechnik, Robotik oder in Eingebetteten Systemen ist möglich. Aber auch Spezialisierungen in Fahrzeugtechnik, Automatisierungstechnik, Medizintechnik oder Flugzeugtechnik ist abwechslungsreich.
An den Berufsschulen in Augsburg und in der Region sind Kapazitäten für die Ausbildung vorhanden. In ganz Schwaben gibt es schon etwa 80.000 Arbeitsplätze, die von dieser neuen Wissenschaft abhängen. Führende Unternehmen in diesem Bereich sind z. B. MAN Roland, eine Firma in Augsburg, die zu den weltweit führenden Druckmaschinenherstellern zählt, oder Eurocopter in Donauwörth, wo Hubschrauber gebaut werden.
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