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Marthesia

Ein Text über mythologische Urzeiten Augsburgs.

Allgemeines

Der Text Marthesia ist von Joseph Fischer vom Peterhof verfasst und in seinem Buch mit dem Titel "Augsburger Frauen" veröffentlicht worden.

Der Text

Gleich den alten Chronisten können wir (... ) kaum beginnen, ohne die sagenhafte Amazonenkönigin Marthesia zu erwähnen. Ums Jahr 2.400 v. Chr. soll sie mit ihrem Frauengefolge nach Eroberung eines großen Teiles von Europa auch an das Ufer des Lechflusses gekommen sein, die dort liegende Stadt erobert, zerstört und wieder aufgebaut haben. Zum Zeichen des Sieges habe sie aber bei ihrer Weiterreise einige besonders tüchtige Amazonen als Besatzung am Orte zurückgelassen.

Wohl wissen wir aus der alten griechischen Mythologie, dass die streitbaren Amazonen auf schnellen Rossen weite Kriegszüge in fremde Lande unternahmen, Städte verwüsteten und andere wieder gründeten. Wenn der Sage nach auch Augsburg der Heroin Marthesia seinen ersten Wiederaufbau verdankt, dann ist es nur zu bedauern, dass die Augsburger dieser tatkräftigen und weitblickenden Frau nicht längst ein Denkmal setzten. Jedenfalls sollten sie ihr in den Herzen eine Gedenktafel errichten und ihr ewigen Dank für die Neugründung der Stadt auf dem erhabenen Landrücken zwischen Zusammenfluss von Lech und Wertach sagen.

Die zurückgebliebenen Amazonen sollen aber im weiteren Verlauf der geschichtlichen Ereignisse ihren einseitigen Frauenbund aufgegeben und sich mit alteingesessenen, kräftigen Männern zu jener glücklichen Vermählung herbeigelassen haben, die fernerhin für Augsburgs Entwicklung so überaus fruchtbringend sein konnte.

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