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Marschall, Holger

Ein bekannter Gitarrist aus Augsburg.

Leben und Wirken

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Geboren wurde Holger Marschall am 6. September 1963 in Augsburg.

Schon im Alter von 11 Jahren erhielt Holger Marschall 1974 seinen ersten Gitarrenunterricht. Und vier Jahre später gab er 1978 sein erstes öffentliches Konzert mit Werken von Albéniz, Tarrega, Sor und Villa-Lobos und trat öfter in Augsburg und München auf.

Am Augsburger Leopold-Mozart-Konservatorium? begann er 1981 sein Studium, das er 1984/85 in den Niederlanden in Enschede bei Edith Leerkes (Amsterdamer Gitarrentrio) und 1987 - 1989 an der Musikhochschule Köln bei Professor Eliot Fisk fortsetzte, wo er auch sein Konzertexamen ablegte. Darüber hinaus führten ihn ab 1983 seine Studien regelmäßig nach Spanien, wo er bei David Russell, José Luis Gonzalez und Eduardo Fernandez Meisterkurse besuchte. Ab 1990 belegte er ein Zusatzstudium für Alte Musik bei Robert Spencer (London), Toyohiko Satoh (Tokio) und Prof. Hans Michael Koch (Hannover).

Holger Marschall hat sich als Konzertgitarrist einen Namen gemacht und präsentiert in seinen Konzerten Gitarrenmusik aus der ganzen Welt, aus verschiedenen Epochen und auf verschiedenen Instrumenten. Auch auf dem Gebiet der Kammermusik ist Holger Marschall ein gefragter Begleiter und Partner. Zusammen mit dem Sänger und Perkussionisten Knut Matern und dem Lautenisten Markus Märkl gründete er das Renaissancetrio „Tres cañas“, in dem er selbst Vihuela spielt. Das Trio hat sich auf Musik aus Spanien, Italien und England des 16. Jahrhunderts spezialisiert und bringt sie stets in Form eines kleinen Theaterstückes zur Aufführung. Außerdem arbeitet Holger Marschall regelmäßig mit Schauspielern, wie beispielsweise Siegfried Rauch und Karl Michael Vogler zusammen. Großen Erfolg hatte sein Stück „Federico Garcia-Lorca“, ein lyrisch musikalisches Portrait des spanischen Dichters, für zwei Schauspieler und einem Gitarristen.

Schwerpunkt seines musikalischen Schaffens ist jedoch die Interpretation spanischer Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Sein tiefgängiger, großer Gitarrenton mit dem ihm eigenen „mediterranen“ Klangkolorit bringt diese Musik ganz besonders zum Ausdruck.

Besonders prägend für ihn waren die Begegnungen mit dem großen argentinischen Bandoneonvirtuosen und Komponisten Astor Piazzolla im Jahr 1986. Mit seinem Tango Nuevo hat er bei Holger Marschall den Grundstein für die bis heute anhaltende Liebe zur Musik Lateinamerikas gelegt.

Durch sein einzigartiges, virtuoses Gitarrenspiel verbunden mit seiner sympathischen und unterhaltenden Art durch die Programme zu führen, vermag Holger Marschall stets die Herzen seiner Zuhörer für sich und seine Musik zu gewinnen.

Mit großem Lob wurden von Publikum und Presse die CD-Einspielungen „Dedicatoria“ mit Werken von Albéniz Granados und Piazzolla und „Ipanema“ mit Musik brasilianischer Komponisten wie Heitor Villa-Lobos, Egberto Gismonti, Baden Powell, Luiz Bonfá und anderen, aufgenommen.

Im Rahmen seiner regelmäßigen Konzerttätigkeit im In- und Ausland sowie Auftritten in Rundfunk- und Fernsehsendungen führten ihn Konzertengagements auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen, wie unter anderen dem „ZDF-Traumschiff“ MS-Deutschland, bereits in viele Teile der Welt.

Als freischaffender Gitarrist hat er Konzerte im In- und Ausland, Konzerte auf internationalen Kreuzfahrtschiffen, u.a. MS Deutschland, MS Berlin, MS Hanseatic, MS Columbus etc., Fernseh- und Radioproduktionen, musikalisch-literarische Projekte mit Schauspielern und Autoren, spielt in verschiedenen Kammermusikbesetzungen, bietet Begleitung für Liederabende oder spielt bei Konzerten mit Orchester.

Auch in der Lehrer ist Holger Marschall tätig: als Leiter der Gitarrenklasse der Augsburger Domsingknaben und als Lehrer an der Albert-Greiner-Musikschule Augsburg?. Von 1990 - 2000 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Augsburg und hin und wieder ist er Juror bei musikalischen Wettbewerben wie z. B. „Jugend musiziert“.

Repertoire

Holger Marschall widmet sich vor allem den klassischen Stücken für Gitarre, die in den letzten Jahrzehnten die Komponisten der ganzen Welt inspiriert haben. So schrieb z. B. der Japaner Yuquijiro Yocoh mit seinen Sakura-Variationen sinnliche asiatische Musik für Gitarre, während der Komponist Peter Sculthorpe mit mystischen Gitarrenklängen seine Heimat Australien beschreibt. Stanley Myers verträumte Cavatina begeistert Gitarrenfreunde nicht nur in Amerika, sondern auf der ganzen Welt. Die spanischen Flamenco-Stücke von Regino Sainz de la Maza und der beliebte Tango en Skaï des französischen Gitarristen Roland Dyens runden das Programm von Holger Marschall ab. Schon der großartige spanische Gitarrenvirtuose, Francisco Tarrega (1852-1909), verstand sein Publikum mit Gitarrenbearbeitungen von Bach, Schubert, Schumann, Mendelsohn, Chopin und sogar mit der Musik von Edvard Grieg aus dem fernen Norwegen zu begeistern. Auch diese und viele andere Kompositionen bezieht Holger Marschall in seine Gitarrenkonzerte ein.

Ein weiterer Programmschwerpunkt von Holger Marschall ist spanische Gitarrenmusik aus vier Jahrhunderten. Seine La Guitarra española ist eine musikalische Reise durch die spanische Musikgeschichte. Im 16. Jahrhundert, der Zeit der spanischen Eroberer, erschienen die ersten Gitarrenstücke im Druck. Im Jahr 1674 veröffentlichte Gaspar Sanz in Zaragossa die erste Gitarrenschule. Hundert Jahre später gaben Gitarristen wie Fernando Sor oder Dionisio Aguado mit ihren sehr an der Wiener Klassik orientierten Werken Konzerte in ganz Europa. Aus dem Flamenco heraus hat sich in Spanien im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert eine eigenständige Kunstmusik entwickelt. Sie atmet den romantisierenden Geist der einstigen maurischen Kultur des Landes und ist durchdrungen von Rhythmen und Themen spanischer Volkslieder und Tänze. Die hervorragendsten Vertreter waren Isaac Albéniz, Enrique Granados und Manuel de Falla. Mit ihren spanischen Tänzen und Huldigungen an andalusische Städte wie Granada, Sevilla oder Cordoba hinterließen sie die schönsten Stücke spanischer Musik. Holger Marschall präsentiert sie alle.

Der dritte Schwerpunkt der Musik von Holger Marschall ist die klassische Gitarrenmusik aus Südamerika. Aus Mexiko, Venezuela und Kuba, vor allem aber aus Brasilien und Argentinien stammen die schönsten Gitarrenstücke des 20. Jahrhundert. Die anmutigen Walzer von Antonio Lauro erklingen als Kontrast zu den herben Tangos und Milongas von Astor Piazzolla, dem Tangokönig aus Buenos Aires. In Rio de Janeiro wurde mit Heitor Villa-Lobos der berühmteste Komponist Brasiliens geboren. Er vermochte die Klang- und Farbvielfalt des Amazonasregenwaldes und das kulturelle Leben seines Heimatlandes in Form von bezaubernder Gitarrenmusik wiederzugeben. Ebenfalls aus Rio de Janeiro stammen großartige Musiker wie der Gitarrist Baden Powell, Luiz Bonfá, der Komponist von Manha de carnaval aus dem brasilianischen Kultfilm Orfeu Negro, und Carlos Antonio Jobim, der eines der berühmtesten Lieder aller Zeiten schrieb: The girl from Ipanema. Holger Marschall spannt einen Bogen von romantischen Walzern über südamerikanische Folklore bis hin zum Bossa Nova.

Auch sein Programm mit gehobener Unterhaltungsmusik kommt oft zur Aufführung. Hits wie My Way oder As Time Goes By, Filmmelodien wie Der Pate oder Cavatina, die berühmte Spanische Romanze, sowie ausgewählte Canzonen aus Italien und Titel aus Operetten und Musicals runden einen festlichen Abend ab.

Sonstiges

Die Auftrittsorte von Holger Marschall sind Konzertsäle und Kirchen. Seine Musik ist aber auch in der Lage, Innenhöfe, Galerien und Museen in interessante Konzertstätten zu verwandeln. Großen Anklang finden seine Konzerte auch in Hotelfoyers. Voraussetzung ist immer eine entsprechende Konzertatmosphäre.

Für Veranstaltungen im Freien oder im Zusammenspiel mit Orchestern besteht die Möglichkeit einer natürlichen Verstärkung des Gitarrenklanges mit Hilfe eines hervorragenden Tonabnehmersystems und eines speziell für klassische Gitarren konzipierten Verstärkers.

Über öffentliche Konzerte hinaus pflegt Holger Marschall auch die alte Tradition des Hauskonzertes, die durch unsere zeitgemäßen Medien wie Fernsehen, Computer und CD schon fast in Vergessenheit geraten ist. Kaum ein anderes Instrument ist hierfür geeigneter als die Gitarre! So kann man sich und seinen Gästen einen ganz besonderen Konzertabend gönnen, indem man den Künstler zu sich nach Hause einlädt.

Pressestimmen

In den Kompositionen von Isaac Albéniz und Enrique Granados zeigte Marschall, wo seine größte Begabung liegt. Mit berückendem Ton schuf er aus dem Nichts die Atmosphäre spanischer Nächte und ließ die Zeit stillstehen. (Augsburger Allgemeine)

Holger Marschalls überzeugende Interpretation von Royal Wintermusik, Second Sonata von Hans-Werner Henze kam auch bei den nicht mit neuer Musik vertrauten Zuhörern sehr gut an. (Kölner Stadtanzeiger)

Seine Interpretationen treffen die Idiomatik der Stücke sehr genau, und es fasziniert vor allem das präzise, plastische Spiel des Musikers und seine äußerst differenzierte Behandlung der Klangfarben bis hinein in die Formung des Details. (Günzburger Zeitung)

Das Publikum war von den Instrumenten, dem Programm und dem Spiel des Augsburger Gastgitarristen Holger Marschall so angetan, dass viele die Musik dieses Abends in Form seiner sehr empfehlenswerten CD Dedicatoria mit nach Hause nahmen. (Süddeutsche Zeitung)

Ausnehmend schön geriet Johann Sebastian Bachs Lautensuite Nr. III a-moll BWV 995 durch ausgewogene Proportionierung von Läufen, Verzierungen und Arpeggios in fein variierter Klangfarbenwahl. (Frankfurter Rundschau)

Adresse

Holger Marschall
Spickelstraße? 2 1/2
86161 Augsburg

Tel. 0821/5893574
Fax. 0821/5672499
E-Mail: post(@)holger-marschall.de

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