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Lechfeld-Museum
Ein geplantes Museum über die Kämpfe auf dem Lechfeld? im Jahr 955.
Allgemeines
Hintergrund soll die Schlacht auf dem Lechfeld? im Jahr 955 sein, die manche Historiker als „Geburtsstunde der Deutschen“ bezeichnen. Das geplante Museum soll die erste Erinnerungs- bzw. Bildungsstätte zu diesem Thema werden. Ziel ist es, die Details und die Folgen dieser Schlacht lebendig werden zu lassen. Das geplante Museum soll in Königsbrunn die Bedeutung und die Folgen der Schlacht für die Region Augsburg, für Deutschland, Ungarn sowie die europäischen Nachbarn darstellen. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke der Friedensförderung.
Im Rahmen der Planung und Entwicklung des Museums wurde der Förderkreis „Lechfeldschlacht955“ als lockerer Zusammenschluss von am Thema Interessierten gegründet. Durch Informationsmaterial, Vorträge und Ausflüge erwerben die Mitglieder Kenntnisse über die Schlacht. Mit ihrem Beitrag fördern und unterstützen sie im Gegenzug die Entstehung des Museums. Der Förderkreis sucht weitere Mitglieder – Informationen zur Schlacht und zum Förderkreis stehen im Internet unter lechfeldschlacht955.de bereit.
Geschichte
Mitte 2009 waren von der Regio Augsburg Tourismus GmbH drei Multimedia-Dioramen mit 10.000 Figuren aus Zinn in Auftrag gegeben worden, obwohl das komplette Konzept, die Finanzierung und der Standort noch nicht feststanden.
2009 wollten Kissing, Mering? und Königsbrunn Standort des Museums werden.
Über 450 Interessierte besuchten am 12. April 2010 im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses ein Symposium zur Lechfeldschlacht. Auf Anregung der Regio Augsburg Tourismus GmbH hatte Prof. Kaufhold vom Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Augsburg hochkarätige Referenten zusammen gerufen, um die legendäre Schlacht aus dem Jahr 955 im Kontext der Planungen für das Lechfeldschlachtmuseum in Königsbrunn zu beleuchten. Besonders die nationale und auch europäische Perspektive auf das Ereignis stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Am 10. August 955 fand die epochale „Schlacht auf dem Lechfeld“ statt: Ungarische Reitertruppen hatten Augsburg belagert. Trotz ihrer mangelhaften Befestigung konnte die Stadt unter der Führung Bischof Ulrichs – heute der Augsburger Bistumspatron – gegen die Einfälle verteidigt werden, bis die Truppen des ostfränkischen Königs Otto I.? zur Unterstützung eintrafen. Auf dem Lechfeld? bei Augsburg kam es schließlich zu einer schicksalhaften Schlacht – die Niederlage der Ungarn bedeutete das endgültige Ende der Ungarneinfälle in das deutsche Reich, das Ereignis wurde in der ZDF-Serie „Die Deutschen“ gar als „Geburtsstunde der Deutschen“ bezeichnet. Doch auch für die Ungarn war die Schlacht auf dem Lechfeld prägend: Die ungarischen Reiter – Gegenspieler der ungarischen Königsmacht – wurden durch die Niederlage entscheidend geschwächt (und in der Folge sesshaft), was zur Festigung des ungarischen Königtums beitrug. Auf der Tagung referierten acht Spezialisten aus ganz Deutschland über die historischen Fakten der Schlacht, aber auch über die Legenden, die sie umgeben, über ihre Verhaftung in der Erinnerungskultur der Region, über ihre Bedeutung für die deutsche und die ungarische Geschichte oder – im Hinblick auf das in Planung befindliche Lechfeldschlachtmuseum – über die Probleme und Perspektiven bei der Darstellung von Krieg und Gewalt in Museen.
Details
Die Dioramen-Zinnfiguren fertigte der Augsburger Martin Sauter?, ein pensionierter Kriminalhauptkommissar.
Weblinks
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