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Lech

Allgemeines

Der Lech ist eine Sprach- und Kulturgrenze. Östlich des Lechs wird bairisch, westlich wird schwäbisch gesprochen. Im Osten liegt Altbayern, im Westen liegt Schwaben. Früher war der Lech also sogar eine Landesgrenze.

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"Abgang des Wienerflosses auf dem Lechfluße bey Augsburg". Umrissradierung von F. Thomas Weber; um 1820. Fahrplanmäßige Personentransporte wie hier von Augsburg nach Wien (10 bis 14 Tage) konnte man von nahezu allen größeren Orten an floßbaren Flüssen unternehmen. Die Augsburger Anlegestelle lag auf der westlichen Lechseite, unterhalb der Lechhauser Brücke?. Die Fahrten wurden nach Einrichtung der Bahnstrecke nach Wien 1860 allmählich eingestellt. Lit.: Filser, Karl: Flößerei auf Bayerns Flüssen; 1991. Bild zur Verfügung gestellt von Thomas Werthefrongel, Stadtbergen.

Geschichte

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"Der Lech-Fluss von Füessen im Algöw an, bis zu seinen Aufslauff in die Donaw". Kolorierter Kufperstich 1707 von Gabriel Bodenehr (1673 - 1765). Die Kupferstichkarte ist zweiteilig und stammt aus „Bodenehr, Gabriel: Atlas Curieux oder Neuer und Compendieuser Atlas...“, Augsburg um 1720. Privatbesitz.

Im Januar und Februar 2009 meldete die Augsburger Allgemeine ein dramatisches Sterben heimischer Fischarten im Lech bei Augsburg. Der Grund wurde von Fischern und Umweltschützern darin gesehen, dass die Stadt Laichräume für die Winterruhe dieser Fische am Hochablass zuschüttete, womit dringend benötigter Lebensraum der Fische zerstört wurde (so genannte Gumpen mit ruhigem Wasser).

2010 wurden Planungen von E.ON zu einem neuen Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet und Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Stadtwald Augsburg" am Lech bekannt, gegen die sich z. B. die Lechallianz?, aber auch die Die Grünen wandten. Statt eines neuen Wasserkraftwerkes forderte man eine Renaturierung des Lechs zwischen der Staustufe 23 und dem Hochablass, um so einen Erlebnisraum am Wasser für die Augsburger Bevölkerung zu schaffen, aber auch einen besseren Hochwasser- und Trinkwasserschutz. Insgesamt bedeute eine Renaturierung auch eine ökologische Aufwertung des Naturschutzgebiets, das wertvolle Reste der alten Flusslandschaft beinhaltet. Neben Heiden und Schneeheide-Kiefernwäldern auch Kalkflachmoore, Quellbäche, Quellfluren und wechselfeuchte Areale.

Details

Es gibt 20 Lech-Staustufen, aber nur eine verfügt heute über ein Umgehungsgerinne, alle anderen Staustufen sind für Fische nicht passierbar. Die Ufergestaltung der älteren Staustufen spiegelt noch immer den ökologischen Null-Standard der Bauzeit wieder (Stand 2010).

Lechabschnitte

Augsburger Abschnitt

Durch viele Staustufen und Kraftwerke im Lech haben es viele Fischarten im Augsburger Abschnitt nicht leicht zu überleben. Denn durch diese Eingriffe des Menschen wird die Strömung des Flusses langsamer, steigt die Wassertemperatur und wird der Kies zurückgehalten, was sich auf die Flussfische negativ auswirkt.

Gumpen (Rückzugsräume für Fische zum Überwintern oder Laichen) findet man im Augsburger Abschnitt des Lechs z. B. am Eisenbahnerwehr? in Hochzoll.

Unterhalb der Sohlschwelle bei Flusskilometer 50,4 tieft sich der Fluss sichtbar ein. Diese fortschreitende Eintiefung führt zu einem sinkenden Grundwasserstand in wesentlichen Bereichen des „Stadtwaldes Augsburg“.

Im Juli 2010 fand ein Lechuferfest als stadtteilverbindendes Familienfest am Lechufer mit Platz für spannende, vielfaltige, bunte Aktivitäten von der Lechreinstraße? bis zum Osramsteg? statt. Veranstalter war der Stadtjugendring Augsburg.

Weblinks


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