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Leben ohne Dich e. V.

Eine Augsburger Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern.

Allgemeines

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Viele Eltern stehen nach dem Verlust eines Kindes ohne Hilfe alleine da. In Deutschland sterben jährlich etwa 20.000 Kinder unter 16 Jahren. Für betroffene Familien ist das nicht nur der Verlust eines geliebten Menschen, sondern mehr. Hier setzt der Verein "Leben ohne Dich" an. Denn: Anpassungsschwierigkeiten von Geschwistern in der Schule, von Eltern im Berufsleben sind oft die Folge. In extremen Fällen hat es auch schon Suizide gegeben. Nach dem Tod eines geliebten Kindes beginnt ein langer Trauerprozess. Er ist länger als im Fall des Sterbens eines Erwachsenen und: Wenige andere Menschen verstehen, was es bedeutet ein Kind zu verlieren. Professionelle Hilfe von Psychotherapeuten ist hier oft nicht genug. Betroffene brauchen andere Betroffene, die sie verstehen, mit denen sie reden können.

Geschichte

Gegründet wurde der "Leben ohne Dich" im Jahr 2000 als Selbsthilfegruppe in Mühlheim an der Ruhr.

Im März 2004 wurde "Leben ohne Dich" ein eingetragener Verein, der gemeinnützig, überparteilich und konfessionell nicht gebunden ist.

Die Lokalgruppe Augsburg von "Leben ohne Dich" e. V. wurde Ende 2008 von Ingrid Dziuba und Gabi Becker gegründet.

Details

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Helfen versucht der Verein durch verschiedene Maßnahmen. Z. B. durch den geschützten Chat auf der Webseite des Vereins oder durch seminaristische Arbeit, mehrere jährliche überregionale Kennenlerntreffen und Ferienwochen für trauernde Familien, spezielle Trauerseminare für Eltern und Geschwister. Gerade diese Trauerseminare sind sehr wichtig, denn nicht gelebte Trauer ist oft genug der Auslöser für psychosomatische und körperliche Erkrankungen.

Die Arbeit des Vereins ist von der "Aktion Mensch" anerkannt, die z. B. Trauerseminare für Geschwister fördert.

Um bekannt zu werden und Spenden zu erlangen, ist dem Verein viel an Öffentlichkeitsarbeit gelegen, denn das Problem ist in unserer Gesellschaft in seiner Bedeutung noch nicht erkannt.

Die Selbsthilfegruppe ist wichtig, um Betroffenen zu sagen, dass sie keine Außenseiter sind, sondern auch andere ein solches Los tragen müssen. Die Begegnung mit dem Tod des Kindes wird hier nicht gemieden oder verschwiegen, wobei es aber keine Regel gibt, wie lange die Trauer eines Betroffenen geht, weil jeder Verlust eines geliebten Kindes individuell ist. So will die Selbsthilfegruppe ein Netzwerk sein, das Menschen auffängt, wenn sie in ihrer Trauer abzustürzen drohen, und das Menschen hilft auf den Weg hilft ohne das tote Kind zu leben.

Der Verein feiert den zweiten Sonntag im Dezember als Gedenktag für verstorbene Kinder. An diesem Tag stellen betroffene Hinterbliebene als Zeichen der Solidarität mit anderen jedes Jahr um 19 Uhr brennende Kerzen für ihre verstorbenen Kinder, Enkelkinder oder Geschwister in die Fenster. Manche Ortsgruppen feiern an diesem Tag auch einen ökumenischen Gedenkgottesdienst.

Weil der Verein die Webseite und eine Vereinszeitung finanzieren muss und die Veranstaltungen auch für Menschen ermöglichen will, die wenig Geld übrig haben, ist er auf Spenden angewiesen. Es gibt dazu die Möglichkeit von fördernden Mitgliedschaften oder Einzelspenden. Wer helfen will, findet auf der Webseite des Vereins weitere Informationen.

Kontakt

Die Augsburger Gruppe des Vereins trifft sich immer am ersten Montag eines Monats im Exerzitienhaus Leitershofen?. Dazu ist jeder Betroffene herzlich eingeladen. Bei diesen Gruppenabenden kann jeder reden oder schweigen, erzählen, wenn sie/er gerade Kraft dazu hat, oder einfach nur zuhören. Alles kann, nichts muss. Die Teilnahme ist kostenlos, es werden keine Unterschiede gemacht, wie alt das Kind werden durfte oder wie es sein Leben lassen musste.

Ein erster Kontakt zur Gruppe ist über Frau Gabi Becker möglich. Man kann sie telefonisch unter der Nummer 0176/66286330 oder per E-Mail unter shg-augsburg(@)lebenohnedich.de ansprechen.

Weblinks

Homepage von leben-ohne-dich.de


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