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Lauschangriff

Augsburger Poetry Slam.

Allgemeines

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Während man als "Lauschangriff" in Deutschland normalerweise akustische Überwachungsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden und auch der Nachrichtendienste versteht, ist "Lauschangriff" in Augsburg die Bezeichnung für einen regelmäßigen Poetry Slam.

Aber was ist ein Poetry Slam? Man könnte das Wort als Dichterwettstreit übersetzen. Jedenfalls geht es darum in einer festgelegten Zeit eigene Texte vor Publikum vorzutragen, die dann sowohl inhaltlich wie von der Vortragsweise her bewertet werden. Jede Art von Texten ist dabei möglich - was den Reiz dieses literarischen Vortragswettbewerbs ausmacht. Hier wird das versonnene Liebesgedicht genauso vorgelesen wie humorige Prosa oder ein Rap-Text. Das Publikum wählt den Slam-Poeten, der ihm am besten gefallen hat. Und der Gewählte erhält einen kleinen, unbedeutenden Preis, denn auf die Höhe des Preises kommt es nicht an. Der Eindruck, den der Poet auf sein Publikum gemacht hat, ist der höchste Preis.

Die Teilnehmer an einem Poetry Slam wie dem Lauschangriff stehen untereinander im Wettbewerb, was das Publikum zum Mitbewerten anspornen soll. Die Stimme des Publikums ist für den Dichter das beste Feedback und dient den meisten Literaten als Ansporn beim nächsten Poetry Slam noch bessere Texten vorzustellen oder noch am Vortrag zu feilen.

Der Poetry Slam in Augsburg findet normalerweise einmal im Monat in der Kresslesmühle statt. Die Termine sind der Webseite des Augsburger Poetry Slam zu entnehmen. Die AutorInnen können ab 20 Uhr auf die Leseliste "einchecken" (und zahlen damit auch keinen Eintritt). Das Los entscheidet, in welcher Reihenfolge man auftritt - und falls es mehr als acht Autoren auf der Leseliste sein sollten, auch wer auftritt. Beginn ist um 21 Uhr.

Geschichte

Gegründet wurde der Augsburger Poetry Slam 1998 von Horst Thieme im damaligen Blauen Salon, einem Musik- und Literaturclub in den ehemaligen Räumen der Spielküche? im Alten Hauptkrankenhaus am Oberen Graben?. Seit 2001 findet er monatlich in der Augsburger Kresslesmühle statt.

Die Gewinner der monatlichen "Dichterturniere" sind auf der Webseite des Augsburger Poetry Slams im Einzelnen aufgeführt.

Regeln

Die Regeln des Augsburger Poetry Slam halten sich an die der international bekannten und allgemein anerkannten - und sind simpel:

Acht Autorinnen oder Autoren treten bei einem Poetry Slam auf. Ausgelost wird jeder Autor unmittelbar vor dem Auftritt - sodass man bis zum Schluss nicht weiß, wen man hören wird.

Jeder hat zehn Minuten Zeit, eigene Texte vorzustellen - Hilfsmittel wie Musikinstrumente oder Ähnliches sind nicht erlaubt.

Nach jeweils vier Leuten stimmt das Publikum via Applaus-Lautstärke ab, wer der oder die Beste war.

Die beiden Finalisten treten dann zum Schluss noch einmal unmittelbar gegeneinander an - und jeder hat nur noch drei Minuten Zeit, sich dem Publikum zu beweisen. Und nur dessen Applaus zählt: Der Poetry-Slam-Sieger des Monats erhält eine Flasche Champagner und einen Büchergutschein - und das jetzt in Augsburg bereits seit über acht Jahren.

Sonderslams

Mehrmals im Jahr finden auch Slams mit musikalischer Begleitung statt. Bei diesen Abenden improvisieren Musiker spontan zu den Texten der Autoren, die gerne auch ihre Wünsche äußern können (Gruselstimmung, Straßengeräusche etc.). Seit 2003 hat sich hier eine Partnerschaft mit den Beackrockerz? ergeben, eine Formation bestehend aus Deniz Khan? und Sebastian "Badan" Guissani?.

Weblinks

Poetry Slam Lauschangriff


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