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Klinikum Augsburg

Eines der größten kommunalen Krankenhäuser Deutschlands mit etwa 2.000 Mitarbeiter Innen? im Pflege- und Funktionsdienst (Stand 2009).

Allgemeines

Das Klinikum Augsburg ist ein 1.500-Betten-Haus der höchsten Versorgungsstufe.

Stationen

Palliativstation

Die Augsburger Palliativstation bietet ganzheitliche Betreuung für ambulante und stationäre Patienten. Es geht also nicht nur um körperliche, sondern auch psychische, spirituelle und soziale Bedürfnisse. Sie startete als bayerisches Modellprojekt, da sie Teil des Interdisziplinären Zentrums für palliative Versorgung? ist.

Die Idee dazu entstand schon 1997, aber erst im Jahr 2002 wurde beim Bayerischen Sozialministerium? der Antrag für die Station gestellt, die 10 Betten umfasst. Danach baute man einen palliativmedizinischen Konsiliardienst auf, der interdisziplinär besetzt ist.

Die Palliativstation ist für Menschen bestimmt, die nicht mehr lange zu leben haben. Dort finden sie Ein- und Zweibettzimmer, einen Wohnbereich, aber auch einen Raum der Stille. Die ärztliche Versorgung ist auf Sterbende eingestellt. Vor allem der Schmerzprophylaxe wird viel Aufmerksamkeit gewidmet, damit der Patient in bestmöglicher Verfassung bleiben kann.

Geschichte

Im September 2008 wurde mit der Einrichtung einer Palliativstation im fünften Stock des Klinikums begonnen. Zuvor hatte es keine Einrichtung für Schmerztherapie am Klinikum gegeben. Die Station hat sieben Ein- und Zweibettzimmer mit Dachterrasse. Für Angehörige gibt es Übernachtungsmöglichkeiten. Für die Station haben Augsburger Unternehmen und Privatleute gespendet und auch der Förderkreis Hospiz zu Hause? hat sich finanziell eingebracht.

2008 wurde das Defizit mit etwa 8 Mio. € beziffert.

Am 20. Februar 2009 meldete die SZ?, dass die SPD das im Februar 2009 von Ministerpräsidenten Horst Seehofer gegebene Versprechen, das Augsburger Klinikum zur Uniklinik zu machen, ernst nimmt. Man forderte, schon im Doppelhaushalt 2009/2010 50 Mio. € für Sanierungen und Investitionen bereitzustellen und einen Bericht zur Umwandlung zu erstellen. Sogleich soll der zuständige Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch von der FDP? gesagt haben, der Freistaat Bayern? werde die 60 Mio. Schulden des Klinikums Augsburg nicht übernehmen. Daraus meldete sich laut SZ? der frühere Innenminister Bruno Merk von der CSU aus Günzburg zu Wort: "Wenn diese Zusage des Ministerpräsidenten nicht reine Sympathiewerbung vor anstehenden Wahlen gewesen sein soll, müssen jetzt endlich Taten folgen." Und setzte nach, "dass sich die Schwaben nicht endlos vertrösten oder gar für dumm verkaufen lassen".

Im Mai 2009 rechnete das Klinikum Augsburg mit etwa 6 Mio. € Defizit für 2009.

Am 9. September legte der damalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer den Grundstein für die neue Kinderklinik und das Mutter-Kinderzentrum gelegt des Klinikums Augsburg, wofür 36 Millionen Euro vom Freistaat Bayern? zur Verfügung gestellt wurden.

Details

Finanzierung

Vom Freistaat Bayern? bekommt das Klinikum pro Jahr 5,4 Mio. € (Stand 2009).

2009 hatte das Klinikum allein im Bereich Medizintechnik einen Investitionsstau von etwa 60 Mio. €.

Ausbildungsstätte

Das Klinikum Augsburg gilt als größter Ausbildungsbetrieb in Schwaben und bildet pro Jahr bis zu 170 Auszubildende in den eigenen Berufsfachschulen für Physiotherapie, Kinderkrankenpflege, Krankenpflege und Krankenpflegehilfe aus. Auch Hebammen, Köchinnen, Köche, Gärtner, Schreiner und Hauswirtschafter Innen? werden hier in ihren Beruf eingeführt.

Da das Klinikum Augsburg ähnlich einer Uni-Klinik ein Haus der Maximalversorgung ist, können nahezu alle Fachrichtungen in der Ausbildung berücksichtigt werden. Kooperationen mit ambulanten Einrichtungen machen es möglich, dass die Auszubildenden auch Bereiche im nicht-stationären Dienst kennen lernen.

Abiturienten können sogar ihre Ausbildung mit dem Studium verbinden. In Kooperation mit der Hochschule München? bietet das Augsburger Klinikum nämlich an, die Ausbildung mit einem Studium (Bachelor of Science in Nursing) zu verbinden.

Parkraumbewirtschaftung

Die kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung am Klinikum Augsburg gibt es seit 2008. Sie wurde notwendig, weil die Parkplätze immer häufiger durch unberechtigte Personen benutzt wurden und weil die Tiefgarage und die Parkplätze saniert und modernisiert werden mussten, was etwa zwei Millionen Euro kostete. Deshalb wurden die gesamten Parkflächen an eine Stuttgarter Firma verpachtet, die dieses Sanierung und Modernisierung in die Hand nahm und den Parkraum bewirtschaftet. Die Parkplätze sind nur noch über Schranken und ein Entgelt zugänglich, das zwischen Angestellten und Besuchern unterscheidet.

Weblinks


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