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Klärwerk Augsburg

ein kommunaler Eigenbetrieb der Stadtentwässerung?

Allgemeines

Augsburg hat das viertgrößte Klärwerk Bayerns. Es verbesserte Jahr um Jahr seine Energieproduktion. Nicht nur, dass es sich in der Zwischenzeit selbst versorgt, es produziert in der Zwischenzeit 20 % mehr Strom als es benötigt (Stand 2011). Aus dem anfallenden energiereichen Klärgas kann neben Strom auch noch Wärme gewonnen werden. Fast 16 Millionen Kilowattstunden, das ist etwa der Stromverbrauch von Kriegshaber mit seinen etwa 16000 Einwohnern, verbraucht das Augsburger Klärwerk jedes Jahr, zwei Drittel davon für die Luftversorgung der Mikroorganismen in der biologischen Reinigungsstufe.

Geschichte

In den 1950er Jahren begann sich bei der Stadt Augsburg die Erkenntnis durchzusetzen, dass die seit der Jahrhundertwende in einem immer umfangreicheren Kanalnetz gesammelten Abwässer nicht mehr ohne Reinigung in den Lech geleitet werden könnten. So beschossen die Verantwortlichen im Norden von Oberhausen eine zunächst nur mechanisch wirkende Kläranlage zu bauen. Augsburg weihte das entsprechende Klärwerk 1956 ein. Damals begann die Stadt Augsburg mit der Reinigung ihrer Abwässer und der Abwässer angrenzender Kommunen. Immer wieder wurden seitdem im Klärwerk Augsburg Erweiterungen und Modernisierungen durchgeführt, um immer auf dem modernsten Stand der Technik zu sein.

In den Jahren nach 1956 stieg das Augsburger Abwasservolumen so stark, dass man 1972 das Klärwerk erweitern musste. 1985 hatten sich die umwelttechnischen Auflagen an ein Klärwerk so verschärft, dass man eine dritte Erweiterung des Klärwerks begann. Noch Anfang der 1990er Jahre betrug die Reinigungsleistung des Augsburger Klärwerks nur 90 Prozent. Damals leitete man bei starkem Regen einiges Abwasser fast ungeklärt über ein "Regenwasserentlastungsgerinne" in den Lech. Das änderte sich erst im Laufe der 1990er Jahre durch entsprechende Maßnahmen. Dazu gehörte auch die Phosphat-, Tenside- und Nitratreinigung, die dazu führte, dass der Lech an der Einleitungsstelle des Augsburger Abwassers in der Nähe der Autobahnbrücke bei der A 8 nicht mehr wie ein Vollbad aufschäumte.

1994 baute man eine Turbine zur Stromerzeugung im Klärwerksablauf ein.

In den 1990er Jahren mussten kostspielige Einrichtungen eingebaut werden, um die Geruchsbelästigung für die Bewohner des westlich gelegenen Wohngebietes von Gersthofen zu reduzieren.

2008 und 2011 wurden neue Blockheizkraftwerke in Betrieb genommen, die deutlich mehr Strom aus dem Klärgas produzieren können als ihre Vorgänger.

Seit 2011 ist auch eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Betriebsgebäude installiert und 2012 ging eine biologische Klärgasentschwefelungsanlage in Betrieb, die die Emission von vier Tonnen Schwefel im Jahr bei der Klärgasverbrennung in den Gasmotoren verhindert.

Details

Im Augsburger Klärwerk werden jeden Tag die Abwässer von 375.000 Einwohnern und Abwässern aus der Industrie und dem Gewerbe gereinigt, die weiteren 375.000 Einwohner entsprechen.

Mit der CO2-neutralen Energie, die das Augsburger Werk erzeugt, kann es seinen gesamten Wärme- und Strombedarf zu 100 % decken. Erzeugt wird diese Energie bei der Verbrennung und Verstromung von Klärgas, das durch die Ausfaulung des Klärschlamms und anderer organischer Substanzen entsteht.

Im Klärwerk der Stadt Augsburg sind mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt. Es ist rund um die Uhr besetzt.

Adresse

Klärwerk Augsburg
Klärwerkstraße 10
86154 Augsburg

Tel. 0821/324-7750
Fax. 0821/324-7759
E-Mail: klaerwerk.stadt(@)augsburg.de


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