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Katholische Heilig-Kreuz-Kirche
Eine ehemalige Augsburger Stiftskirche.
Allgemeines
Katholisch Heilig-Kreuz ist ein spätgotischer Hallenbau mit drei Schiffen und einem Glockenturm, der heute barockisiert erscheint.
Geschichte
In Heilig-Kreuz soll sich 1199 ein Hostienwunder ereignet haben. Angeblich hat eine Augsburgerin nach der Kommunion heimlich die Hostie aus ihrem Mund genommen, um sie zu Hause mit Wachs zu umgeben und aufzubewahren. Fünf Jahre soll sie die Hostie zu Hause bewahrt haben, bevor sich ihr Gewissen bemerkbar machte und sie die Tat gestand. Weil sich die Hostie in dem Wachs in der Zwischenzeit seltsam verändert hatte, informierte man den damaligen Bischof darüber, der sie in den Dom Unserer Lieben Frau bringen ließ, wo die Hostie vor den Augen vieler Menschen während einer Messe so angeschwollen sein soll, dass sich das Wachs von alleine ablöste. Deshalb brachte man in einer feierlichen Prozession die Hostie wieder nach Heilig-Kreuz zurück und richtete für den 11. Mai das "Fest des Wunderbarlichen Gutes" ein.
Die ehemalige Augustinerchorherren? -Stiftskirche, die später eine Dominkanerpriorats- und Wallfahrtskirche wurde, begann man 1492 zu erbauen. 1508 war der Bau vollendet.
1677 erhöhte der Vorarlberger Baumeister Michael Thumb den Glockenturm und versah ihn mit einer Zwiebelhaube. In den Jahren 1716 bis 1719 erfolgte die Barockisierung des Kircheninnenraums. Die Pläne dazu folgten der Stadtpfarrkirche Sankt Moritz und stammten von Johann Jakob Herkomer?. Auch in Heilig-Kreuz kam dem Allgäuer Baumeister die hohe und lichte Raumdisposition der dreischiffigen Hallenkirche bei der Barockisierung sehr entgegen.
1732 hat der bischöfliche Hofmaler Johann Georg Bergmüller die Kirche ausgemalt. Möglicherweise stammte von ihm auch der Gesamtplan zur Barockisierung der Kirche.
Kurz vor der Säkularisation war Heilig Kreuz das reichste Kloster in Augsburg. Nach der Säkularisation nutzte Militär die Gebäude, woraus noch heute die Kasernstraße? beim Theater Augsburg hinweist.
1932 übernahmen Dominikaner? das Kloster.
Bei den Bombenangriffen im Februar 1944 wurde die Kirche im innenraum vergleichsweise wenig beschädigt, doch stürzte nach dem Angriff das Dachtragwerk ein, so dass viele Gewölbe einstürzten, weil man nicht schnell genug Notdächer aufbringen konnte. Die restlichen Gewölbe musste man aus Sicherheitsgründen abtragen. Nach dem Krieg wurde die Kirche bis 1949 wiederhergestellt. Die Zwiebelhaube des Turmes wurde allerdings erst im Oktober 1989 wieder aufgesetzt. Glücklicherweise hatte man die nicht wandfesten Kunstwerke rechtzeitig vor der Bombardierung der Kirche ausgelagert, so dass sie später wieder in der Kirche aufgestellt werden konnten. Der Architekt Michael Kurz (1876 - 1957) lieferte die Pläne für den Wiederaufbau. Dabei lehnte er sich formal an den schlichten spätgotischen Raum der Kirche an.
Details
Bekannt ist die Kirche besonders wegen des Altarblatts von Peter Paul Rubens aus den Jahren 1622 bis 1625.
Adresse
Weblinks
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