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Kaiserviertel

Ein Augsburger Viertel, das ab 2006 auf dem ehemaligen Hasenbräu-Areal entstand.

Allgemeines

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Kaiserviertel ist ein Marketing-Begriff zur Vermarktung der Wohnungen auf dem ehemaligen Hasenbräu-Areal, das in der Innenstadt? nahe der Maximilianstraße liegt. Das bisher industriell genutzte Gebiet entwickelte sich zu einem Innenstadt-Bereich mit Praxen, Wohnungen, Läden und Kanzleien, wodurch es zu einem attraktiven Lebens- und Wohnraum mit etwa 350 Einheiten in Augsburg wurde.

Auch die Max-Höfe gehören zum Kaiserviertel.

Geschichte

Das Areal gehörte bis 2006 der Hasen-Bräu-Brauerei, die es jedoch an die Inselkammer-Gruppe? verkaufte. Um das Viertel gut vermarkten zu können, taufte man es "Kaiserviertel". In den Jahren 2006 bis 2010 entstand ein neues Viertel mit Einheiten zum Wohnen, Einkaufen, Leben und Arbeiten. Und das mitten im Zentrum von Augsburg. Schon im März/April 2007 waren die ersten 150 Einheiten bezugsfertig und man gestaltete die Außenanlagen.

Im Oktober 2011 wurde der Kamin der ehemaligen Hasen-Bräu-Brauerei gegen den Widerstand vieler Augsburger abgebrochen. Dabei schlugen in einem Biergarten neben dem Hasenbräu-Schornstein Ziegelsteine ein, was aber nicht zu Personenschäden führte. Schlimmer: Aus dem Schornstein, der abgetragen werden sollte, schienen Schadstoffe auszutreten, weshalb die Stadt Augsburg die Baustelle erst einmal dicht machte und mit Untersuchungen begann.

augsburg.tv-Beitrag zu den Problemen mit dem Abbruch des Kamins der ehemaligen Hasen-Bräu-Brauerei (11. Oktober 2011)

augsburg.tv-Beitrag zum Baustopp bzgl. des Kaminabbruchs der ehemaligen Hasen-Bräu-Brauerei (12. Oktober 2011)

Einzelheiten der Anlage

Die Bauweise

Die Bauweise des Viertels ist Ziegelbau, die Fassaden wurden im Wärmedämmverbundsystem gefertigt. Lifts gibt es in allen Anlagen, dazu Fußbodenheizung unter Vollholzparkett oder nach Wahl Keramikbelägen. Die Appartements reichen von 2-Zimmer-Einheiten (knapp 60 Quadratmeter) bis hin zu großzügigen Familienwohnungen (bis knapp 170 Quadratmeter). Manche haben Terrasse mit Gartenanteil oder Balkon. Es gibt Dachwohnungen und Penthäuser mit großen Dachterrassen.

Das Schöne an der Anlage ist: Sie liegt zwar direkt in der Innenstadt, hat aber kaum Verkehr und ist so von Lärm und Innenstadt-Belästigungen relativ abgeschirmt. Es wirkt wie ein Innenhof in der Altstadt.

Nicht unumstritten ist die enge Riegelbauweise.

Die ehemalige Mälzerei

Mitte der 1980er Jahre gab man die Mälzerei der Hasenbrauerei zum Abbruch frei. Dieser Abbruch hat jedoch nicht stattgefunden. Im Jahre 2007 wurde von der Inselkammer-Gruppe? und dem Architekturbüro Schrammel? aus Augsburg ein Konzept entwickelt, das den Umbau der Mälzerei in ein Vier-Sterne-Hotel mit 200 bis 400 Betten vorsah.

Neben der Mälzerei steht noch ein Sudhaus, das in die Mälzerei zu integrieren wäre, um so eine Erlebnisgastronomie möglich zu machen. Die eigentliche Mälzerei ist 60 Meter lang, 24 Meter tief und hat bis zu fünf Stockwerke. Ein Gutachter hat den Wert auf 3,7 Mio. € geschätzt. Zwei Untergeschosse könnten als Parkdecks ausgebaut werden, so dass die Gesamtnutzfläche auf 9.000 Quadratmeter käme.

Die Mälzerei steht nicht unter Denkmalschutz, so dass hier historische Substanz mit modernen Stilelementen verbunden werden könnte. Der Standort für ein Hotel wäre ideal, weil das Kongresszentrum und der Hauptbahnhof nicht weit entfernt liegen.

Im Juni 2012 beantragten DIE GRÜNEN eine Planungsänderung, um die Alte Mälzerei zu erhalten. Die Grüne Stadtratsfraktion beantragte, dass sich die Stadtregierung intensiv für den Erhalt der Alten Mälzerei einsetzen solle. Nach den Vorstellungen der Investoren sollte die Mälzerei entgegen des Bebauungsplans 469, in dem der Erhalt der Mälzerei als Ziel formuliert wurde, zugunsten eines Wohnquartiers abgerissen werden. So jedenfalls die Stadtratsfraktion der Grünen. In einer Pressemitteilung vom 26. Juni 2012 schrieb deshalb Eva Leipprand: "Nachdem bereits der alte Kamin der Hasenbrauerei abgerissen wurde, steht nun nur noch die alte Mälzerei als Zeuge für die Geschichte des Quartiers. Industriegeschichte und Industriebaukultur sind für die Stadt Augsburg ein wesentliches Verbindungsstück zur Geschichte der Stadt. Aus Sicht unserer Fraktion sollte die alte Mälzerei als ein städtebauliches Element der Vergangenheit des Quartiers und als Identifikationsmerkmal für das neue Quartier erhalten bleiben!"

Weblinks


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