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Katholische Studentenverbindung Ludovicia Augsburg

Die Katholische Studentenverbindung Ludovicia Augsburg (K.St.V. Ludovicia) ist eine 1899 in Augsburg gegründete katholische deutsche Studentenverbindung. Sie gehört dem Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine an. Ihre Mitglieder nennen sich Ludoviker. Die Verbindung trägt die Nummer 80 im Kartellverband und ihre Abkürzung lautet Lu. Ihre Farben sind "Blau-Weiß-Grün". Der Wahlspruch lautet "Gerecht und beharrlich".

Allgemeines

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Es handelt sich um eine Studentenverbindung, die sich im Sinne ihrer drei Grundsätze religio, amicitia und patria den Anforderungen unserer Zeit stellt, eine seit 1899 bestehende Gemeinschaft studierender und im Berufsleben stehender Männer aller Fachrichtungen, eine Verbindung, die dem Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine angehört und die Mensur ablehnt.

Die Verbindung steht für ihre Werte seit 1899 ein Gerade heute muss dem Studenten im anonymen Massenbetrieb der modernen Hochschule eine Möglichkeit des Gedankenaustausches und der Knüpfung freundschaftlicher Kontakte über das Campusleben hinaus geboten werden.

Deshalb will die Verbindung Teamfähigkeit, Führungsqualitäten, soziale Kompetenz und Verantwortung im Sinne ihrer Prinzipien fördern und fordert von ihren Bundesbrüdern Solidarität und reflektiertes Handeln im Sinne des christlichen Glaubens im Alltag.

Geschichte

Die K.St.V. Ludovicia wurde am 24.01.1899 am Lyzeum St. Stephan? von den Studenten Georg Jaser, Michael Mesmer, Friedrich Regenbogen, Johann Schmaus, Otto Stolber und Joseph Wunderle als "Akademische Vereinigung Ludovicia" gegründet. Der Rektor des Lyzeums, Dr. P. Narzifl Liebert, bestätigt die Neugründung. Am 25. März 1899 wird sie publiziert.

Zu ihren Prinzipien erklären die jugendlichen Gründer "Religio, Amicitia, Patria". Als Farben wählen sie "Blau-Weiß-Grün": "Blau-Weiß" als die Farben des Bayernlandes, "Grün" als Bestandteil der Stadtfarben Augsburgs. Wahlspruch der Vereinigung wird die Regierungsdevise König Ludwig I.? von Bayern: "Gerecht und beharrlich". Ihm zu Ehren gab man sich auch den Namen "Ludovicia".

Der erste Weltkrieg bringt einen tiefen Einschnitt in das Verbindungsleben, ein geziemendes Korporationsleben kann sich nicht mehr entfalten. 67 Ludoviker eilen sogleich zu den Fahnen; 17 Bundesbrüder hatten am Ende des grausamen Völkerringens ihr Leben geopfert.

Am 27. Juli 1926 tritt die Ludovicia dem Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine bei und pflegt seitdem engen Kontakt zu tausenden Kartellbrüdern in ganz Deutschland.

Die Zeit des Nationalsozialismus brachte das (vorläufige) Ende für Hochschule und Verbindung; es duldete auf Dauer keine katholischen Gemeinschaften, Korporationen und Bildungseinrichtungen neben sich. Es folgte eine Umbenennung in "Deutsche burschenschaftliche Verbindung Ludovicia" und die Einrichtung einer sog. Wohnkameradschaft im Ulrichsheim am 01.09.1934 sowie schlussendlich die Selbstauflösung am 28. Januar 1937.

Am 15. Februar 1949 beschließt der Convent der Ludovicia eine Wiederaufnahme des Verbindungsbetriebs.

Die Ludovicia erhält ein eigenes Heim. Anlässlich des 60. Stiftungsfestes stellt Verlagsdirektor Josef Hall? der Verbindung im Untergeschoß des "Winfriedwerks?" (Frauentorstraße 5) mehrere Räume als Verbindungsheim zur Verfügung.

Mit der Gründung der Universität Augsburg 1970 blühte das Verbindungsleben auf, sodass 1984 beschlossen wurde, ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes denkmalgeschützte Wohn- und Werkstattgebäude in der historischen Altstadt? von Augsburg am Mittleren Lech 13 zu erwerben.

1993 richtete die Ludovicia zum ersten Mal die Vertreterversammlung des Kartellverbandes Vorort unter Leitung des VOP Martin Buchner aus.

1999 feiert die Ludovicia ihr 100. Stiftungsfest im Kreise ihrer Bundes- und Kartellbrüder.

Bekannte Mitglieder

  • Prälat Siegfried Schindele
  • Prof. Dr. med. Dr. h.c.mult. Roland Hetzer
  • Prof. Dr. jur. utr. Jörg Tenckhoff
  • Prof. Dr. phil. Dietmar Schiersner
  • Prof. Dr. Egon Leimböck
  • Dr. Peter Menacher?
  • Dr. jur. Josef Berchtold
  • Reinhold Wenninger

Literatur

  • Ralph Beckert: 100 Jahre K.St.V. Ludovicia - Geschichte einer kath. Studentenverbindung in Augsburg 1899 - 1999. Verlag Dr. Hall KG (1999). ISBN 3-872-880-01-2
  • Verbandsorgan: Akademische Monatsblätter ISSN 0002-3000
  • Robert Jauch OFM: Das Prinzip "Religion" katholischer Studenten- und Akademikerverbände unter besonderer Berücksichtigung der nachkonziliaren Entwicklung beim Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine (KV). Würzburg 1986. ISBN 3-923-621-14-0

Adresse

K.St.V. Ludovicia
Mittlerer Lech 13
86150 Augsburg

E-Mail: fm(@)ludovicia.de

Weblinks


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