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Jaumann, Bernhard

Ein in Augsburg geborener deutscher Schriftsteller.

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Leben und Wirken

Bernhard Jaumann wurde am 8. Juni 1957 in Augsburg geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verbracht hat. Sein schriftstellerisches Metier sind Kurzgeschichten und Krimis. Zu seiner Kindheit und Jugend in Augsburg schreibt er auf seiner Homepage: "Geboren in Augsburg ein Jahr nach der bundesdeutschen Wiederbewaffnung. Dennoch weitgehend unbeschwerte Kindheit. Spätere Rachegelüste an der Gesellschaft erklären sich allenfalls durch die im Kindergarten Sankt Ulrich? gepflegte Sitte, die Schutzbefohlenen bis zur endgültigen Leerung des Tellers am Tisch sitzen zu lassen. Sonnige Schulzeit im Peutinger-Gymnasium?, so dass die Idee keimt, selbst mal als Lehrer immer Recht haben zu dürfen."

Nach dem Abitur studierte Bernhard Jaumann in München an der Ludwig-Maximilians-Universität? Deutsch, Geschichte und Sozialkunde für das Lehramt an Gymnasien. In dieser Zeit hat er Feldforschungen in Jobs als Ziegeleiarbeiter betrieben, als Bibelvorleser, Volleyballtrainer, Hilfsarchäologe, Biergartenbedienung, Gebäudereiniger, Zeitschriftenausträger, Nachhilfelehrer, Nikolaus, Kleinbusfahrer und Mitarbeiter im Aktenkeller der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Schwaben?. Angeblich zeigten sich in dieser Zeit "Neigungen zu abweichendem Verhalten wie zu literarischem Schaffen (...) deutlich im Sprühen von Graffitis ("Den Bonzen und Bullen zum Weihnachtsfest / Malaria und Beulenpest"), die die Weltrevolution auslösen sollen".

Nach dem Studium arbeitete Bernhard Jaumann als Gymnasiallehrer in Bad Aibling, war aber auch immer wieder länger im Ausland und lebte in Italien, Mexiko-Stadt und Australien.

Ab 1997 schrieb er eine Krimiserie. Ihre Bände beziehen sich je auf einen der fünf Sinne und spielen jeweils in einer anderen Metropole: „Hörsturz“, „Sehschlachten“, „Handstreich“ und „Duftfallen“ erschienen alle im Aufbau Verlag. Ebenso der letzte Band der Serie „Saltimbocca“.

Danach schrieb er eine Krimi-Trilogie, die in Montesecco (Italien) spielt, wo Bernhard Jaumann zuletzt abwechselnd mit Windhoek (Namibia, ab 2006) gelebt hat. Diese neueren Krimis heißen "Die Vipern von Montesecco" (2005), "Die Drachen von Montesecco" (2007) und "Die Augen der Medusa" (2008). In all diesen Krimis wird Montesecco, ein kleines, vom Aussterben bedrohtes Dorf in den italienischen Marken, Schauplatz von Verbrechen, die von den Dorfbewohnern selbst aufgeklärt werden.

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Im Rahmen der Konzertreihe Die Fugger und die Musik las Bernhard Jaumann am Samstag, den 17. November 2012 in der Leonhardskapelle? aus seinen italienischen Romanen. Die Lesung stand unter dem Motto "Morde, Menschen und Moneten". Die Schülergruppe Musica Annensis? sorgte u.a. mit der "Fugger-Sinfonie" des Domherrn Johann Nepomuk Fugger?, Renaissancekompositionen von Orlando die Lasso und dem Bach-Schüler Philipp David Kräuter für den musikalischen Rahmen.

Werk

  • Die Stunde des Schakals (2010)
  • Die Augen der Medusa. Ein Montesecco Roman (2008)
  • Geiers Mahlzeit (2008)
  • Die Drachen von Montesecco (2007)
  • Die Vipern von Montesecco (2005)
  • Saltimbocca (2002)
  • Duftfallen (2001)
  • Handstreich (1999)
  • Sehschlachten (1999)
  • Hörsturz (1998)

Auszeichnungen

Für den letzten Band seiner Fünfer-Krimiserie ("Saltimbocca") erhielt er 2003 den Friedrich-Glauser-Preis für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Jahres.

2008 bekam er für seine Erzählung „Schnee an der Blutkuppe“ wiederum den Friedrich-Glauser-Preis, diesmal in der Sparte Kurzgeschichte.

2009 gab es für "Die Augen der Medusa" den Deutschen Krimipreis (2. Rang national). Das Werk stand drei Monate in Folge in der KrimiWelt-Bestenliste und wurde für den Friedrich-Glauser-Preis 2009 nominiert.

2011 erhielt der Autor den Deutschen Krimipreis (1. Rang national) für sein Werk „Die Stunde des Schakals“.

Pressestimmen

Jaumann schildert den beklemmenden Einbruch des Realen in die Provinz so fesselnd wie die beunruhigenden Beißreflexe einer Mediengesellschaft, die vorverurteilt und kriminalisiert, wo sie es nur vermag. (Florian Stark in WELT-ONLINE, 3.11.2008)

Glänzend beschreibt Jaumann das Leben in der italienischen Provinz. Charakterisiert einfühlsam und mit feinem Humor ihre dickschädeligen Bewohner. (Volker Albers im "Hamburger Abendblatt")

Immer wieder bezaubert Jaumann durch kluge, feinsinnige Erzählweise und beobachtungsgenaue Sprache. (Tobias Gohlis in der ZEIT)

Jaumann schmückt seine Bilder detailreich, üppig, farbenprächtig und sinnlich aus. Nach dieser Ode an die Nahrungsaufnahme hat der gesättigte Leser nur noch einen Wunsch: Nachschlag! (NÜRNBERGER NACHRICHTEN zu Saltimbocca)

Sonstiges

Bernhard Jaumann ist Mitglied des Syndikats, der renommierten Vereinigung deutscher Krimischriftsteller. Vertreten wird er von der Literaturagentur Coypwrite. Veröffentlicht hat Bernhard Jaumann vor allem im Aufbau-Verlag, aber auch im Kiepenheuer-Verlag, in der edition nautilus und bei Wunderlich.

Für das Augsburger Lokalkolorit ist noch ein Hinweis auf Jaumanns Kurzgeschichte "Vom Himmel ein Stück" angebracht. Sie erschien in: Jan Costin Wagner (Hg.): 13 Morde hat das Jahr, Heyne, 2009. Diese Kurzgeschichte spielt nämlich in Augsburg und hat u. a. mit Roy Black zu tun.

Weblinks


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