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Hierzegger, Pia

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Leben und Wirken

Pia Hierzegger wurde im Jahr 1972 in Graz geboren. Seit 1993 ist sie Mitglied des Ensembles des "Theaters im Bahnhof" in Graz. Es ist das größte Freie Theaterensemble in der Alpenrepublik. Seit 1996 arbeitet sie auch als Regisseurin für das "Theater im Bahnhof" und entwickelte Projekte für verschiedene Theaterfestivals in Österreich. Als Mitglied der AutorInnengruppe "Eigenbau" schrieb sie auch Hörspiele (z. B. "Ausritt") und Drehbücher (gemeinsam mit Johanna Moder z. B. das Drehbuch zu "Her mit dem neuen Leben", das 2006 mit dem Thomas Pluch-Förderpreis des Filmfestivals Diagonale ausgezeichnet wurde).

Selbst als Filmschauspielerin hat sie sich schon betätigt. Zuerst spielte sie in "Nacktschnecken" von 2004 mit.

Ein großer Erfolg war "slumming". In diesem Film spielt sie neben August Diehl, Michael Ostrowski und Maria Bill eine tragende Rolle. Es geht um den Stadtpoeten und Quartalsäufer Kallmann, auf den Sebastian und Alex, zwei Tunichtsgut, treffen. Sie wissen mit ihrem Leben nichts anzufangen und ziehen durch ausländische Clubs, Likörstuben und Cafés der untersten Kategorie, was sie "slumming" nennen. Dabei schauen sie den Menschen beim Leben zu, kommentieren es, und manchmal greifen sie auch ein, treiben ein kleines, gehässiges Spiel mit ihnen. So auch mit Kallmann, den sie vor dem Wiener Bahnhof in betrunkenem Zustand aufgreifen, in den Kofferraum ihres BMW laden und nach Tschechien vor den Bahnhof einer Kleinstadt verfrachten. Zufällig bekommt die Volksschullehrerin Pia mit, was die beiden getan haben. Sie beschließt dem Wiener Literaten zu helfen, der in eisigen tschechischen Wäldern herumirrt, um wieder nach Österreich und Wien zu kommen.

Siegerstück im augsburg.stuecke.wettbewerb

Den Augsburger Autorenpreis 2007 gewann die Grazer Schauspielerin, Regisseurin und Autorin mit dem Stück "Vernetzt denken". Die Autorin hat es eigens für den Wettbewerb geschrieben. Mit dem Stück versucht die Autorin ein neues österreichisches Volkstheater zu modellieren, ein leicht groteskes Volksstück, das die Vernetzungen in der Gesellschaft aufzeigt und deutlich macht, wie scheinbar harmlose Mechanismen zu gewalttätigen Folgen führen.

Onkel Donald führt mit Lebensgefährtin Theresa und drei Neffen ein ruhiges Leben. Wichtig für ihn ist der mit Bier bestückte Kühlschrank. Hat Donald mal Arbeit führt ihn sein Weg über die "immer schon" unbebaute Blumenwiese des Nachbarn. So lange, bis er dort einen Grundstücksvermesser antrifft. Jene Wiese, auf der schon seine Oma Skifahren gelernt hat, soll jetzt bebaut werden - von einem reichen Arzt. Klar, dass dem Onkel Donald wehren muss, denn schließlich gehören die Dinge "nicht den Menschen, die Geld dafür bezahlen, sondern denen, die sie lieben“. Die Feindschaft mit dem Häuslebauer spaltet schnell die Familie. Und am Ende schreitet Franz, einer der Neffen Donalds, zur Tat…

Presse

Um so einen Film zu machen, muss man entweder verrückt oder ein Österreicher sein ... SLUMMING ist eine wunderbar schwarze Komödie. (DIE ZEIT)

Weblinks


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