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Gut Mergenthau
Allgemeines
Geschichte
Seit 2010 gehört die „Hiasl-Erlebniswelt“ zu den „Räuberpfaden“ – einem deutschlandweiten Netzwerk von Räubermuseen.
Details
Hiasl-Museum
Etwa ab Anfang Mai bis Ende Oktober ist üblicherweise die Hiasl-Erlebniswelt auf Gut Mergenthau bei Kissing geöffnet. Die Besucher erwartet ein Mix aus Dauer- und Sonderausstellung sowie Veranstaltungen. Eine Broschüre „Der Bayerische Hiasl“ der Regio Augsburg Tourismus GmbH stellt das Programm sowie Angebote rund um die Erlebniswelt vor.
Die Dauerausstellung in der Erlebniswelt dokumentiert das Leben, „Wirken“ und Sterben des „Bayerischen Hiasl“ – des „deutschen Robin Hood“: Er wurde 1736 in Kissing geboren und arbeitete auf Gut Mergenthau als Jagdgehilfe. Nach seiner Entlassung wurde der „Hiasl“ zum Wilderer und Räuberhauptmann, der von den Bauern gefeiert und verehrt, von der Justiz jedoch verfolgt wird. 1771 wird Matthäus Klostermayr dem Militär in die Falle und wird wegen seiner Wilderei, zu der Raubüberfälle und am Ende Mord hinzukamen, in Dillingen? a.d. Donau erdrosselt und gerädert. Acht Themeninseln erzählen mit Hörspielen, Puppentheater, 3-D-Filmen und einem Zinnfigurendiorama die Geschichte dieses „deutschen Robin Hoods“.
Die „Hiasl-Erlebniswelt“ auf Gut Mergenthau wendet sich gleichermaßen an Geschichtsinteressierte, Familien und Schulkinder. Acht Themeninseln führen auf zwei Stockwerken des früheren Ökonomiegebäudes von Gut Mergenthau durch die Zeit und die Lebensgeschichte des „Bayerischen Hiasl“. Eine Landkarte zeigt das Revier der „Hiasl-Bande“. Das Räuberleben wird durch ein Lager am prasselnden Feuer im (beinahe) echten Wald lebendig, und die „Biermösl Blosn“ singen ihr Lied „Da boarisch Hiasl“ dazu. Ein Fahndungsplakat listet seine Straftaten auf, ein Zinnfigurendiorama zeigt das Gefecht vor seiner Gefangennahme, ein historischer Stich dokumentiert seine Kerkerhaft. Besucher nehmen an der Verlesung seines Todesurteils teil und hören die Kommentare der schaulustigen Massen. Räume mit Lebensstationen des „Hiasl“, Hörspiele, Puppentheater und 3-D-Filme versetzen mitten ins Räuberleben. Ein Bildschirm in der Baumhöhle zeigt einen Teil aus dem „Räuber Hotzenplotz“ der Augsburger Puppenkiste und den Räuber-Comic „Die Maske des Zorro“.
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