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Göggingen
Göggingen ist der XIV. Planungsraum von Augsburg und umfasst vier Stadtbezirke:
- den Stadtbezirk 37 Göggingen-Nordwest?
- den Stadtbezirk 38 Göggingen-Nordost?
- den Stadtbezirk 39 Göggingen-Ost?
- den Stadtbezirk 40 Göggingen-Süd?
Die Postleitzahl von Göggingen ist 86199. Ende 2011 hatte der Stadtteil knapp 19.000 Einwohner – bei etwa 2.100 Einwohnern pro Quadratmeter. Zu Göggingen gehören auch die Radau? und die Radaumühle? im Süden und Richtung Leitershofen? die Schafweidsiedlung?. Die ursprüngliche frühere Gemeinde Göggingen liegt an Wertach und Singold. Schon im 19. Jahrhundert wuchs sie mit dem nordwestlich gelegenen Pfersee und dem nordöstlich gelegenen Antonsviertel zusammen. Im Osten Göggingens liegen das Hochfeld und das Universitätsviertel, im Süden breitet sich Inningen aus, südwestlich Bergheim und im Westen Stadtbergen mit dem Ortsteil Leitershofen?.
Geschichte
Zum ersten Mal erwähnt wird Göggingen als „Geginga“ erstmals 969 in einer Urkunde des heiligen Ulrich. Aber auch zuvor war der Ort besiedelt: Aus der Römerzeit? gibt es Siedlungs- und Grabfunde aus dem 1. bis 4. Jahrhundert. Wo heute die Gögginger Straße? und der Römerweg? verlaufen, zog sich damals die Straße aus der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicorum? nach Kempten und von dort nach Bregenz über die Alpen? bis zum Comer See. Etwas südlich von Göggingen fand man bei Inningen einen Meilenstein dieser römischen Trasse. Möglicherweise verlief durch Göggingen auch eine römische Wasserleitung zur Versorgung der Stadt.
Die früheste Besiedlung Göggingens fand am Rand der Hochterrasse über dem Ufer der Wertach statt – und zwar schon in der Bronze-? und der Hallstattzeit?.
Nach dem Rückzug der Römer siedelten die Alamannen? in Göggingen.
Von 1804 bis 1862 war Göggingen Sitz eines Landgerichts und Bezirksamts.
International bekannt wurde Göggingen durch die orthopädischen Heilanstalten? von Friedrich von Hessing? im 19. Jahrhundert. Damals galt Göggingen als Kurort.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Göggingen dynamisch. 1954 übernahm der Ort die Patenschaft für Bewohner der Stadt und des Kreises Neudek im Sudetenland. Aufgrund der Beneš-Dekrete waren sie 1945 enteignet und aus ihrer angestammten Heimat vertrieben worden. Nun zogen viele dieser Sudetendeutschen nach Göggingen, das sich mit dem Zustrom wirtschaftlich entwickelte und vor 1969 auf 16.000 Einwohner anschwoll. Deshalb erhob man 1969 die Marktgemeinde Göggingen zur Stadt.
Die Freude darüber war allerdings von kurzer Dauer, denn schon am 1. Juli 1972 wurde Göggingen mit Haunstetten, Bergheim und Inningen im Rahmen der bayerischen Gebietsreform nach Augsburg eingemeindet.
Details
Die Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen (heute Amann-Group) war der größte Arbeitgeber bis in die 1970er Jahre. Die Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen (heute Amann-Group) war der größte Arbeitgeber bis in die 1970er Jahre.
Weblinks
- Göggingen in der deutschen Wikipedia
- Göggingen auf den Seiten des Gögginger Geschichtskreises e.V.
- Homepage von Göggingen online
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