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Geschichte der Stadtbücherei Augsburg

Schon vor dem Ersten Weltkrieg wollte man in Augsburg eine Lesehalle bauen. Sie sollte eine Volksbücherei für alle Schichten sein. So baute man im Jahr 1920 an das Gebäude der Staats- und Stadtbibliothek ein Gebäude an, das man für diesen Zweck vorsah. Wegen des Krieges konnte man diesen Anbau jedoch erst 1920 für den vorgesehenen Zweck einrichten. Zu Beginn hatte die Stadtbibliothek Augsburg 10.000 Bücher und war eine Abteilung der Staats- und Stadtbibliothek.

Im Jahr 1944/45 wurde die Bibliothek zum Teil durch Bombenangriffe zerstört und man musste die Volksbücherei schließen. Erst im Jahr 1947 konnte man sie wieder eröffnen.

1951 richtete man im Amerikahaus? in der Prinzregentenstraße? 11 eine Jugendbücherei ein.

Bis 1953 blieb diese Volksbücherei mit der Staats- und Stadtbibliothek verbunden, obwohl sie einen eigenen Lesesaal und im Keller eine eigene Buchausleihe hatte.

Im Jahr 1953 wurde zur Versorgung der Augsburger Außenbezirke eine Fahrbibliothek eingerichtet.

Nachdem die Stadtbücherei 1953 verwaltungstechnisch selbständig geworden war, siedelte sie 1954 in die Prinzregentenstraße? 11 über und übernahm damit auch die so genannte Amerika-Bibliothek? mit der Jugendbibliothek. Der erste Direktor der Volksbücherei war ab 1953 Dr. Josef Wirth?.

Schon 1956 zog die Stadtbücherei wieder um. Diesmal an den Standpunkt in der Gutenbergstraße?, wo sie ein neu errichtetes Gebäude bezog.

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1958 eröffnete die Musikbücherei und 1962 bekam die Bibliothek einen neuen Bücherbus. Ab 1969 leitet Georg Braune? als neuer Direktor die Volksbücherei.

Im Zuge der Eingemeindungen? in den 70er Jahren übernahm die Augsburger Stadtbibliothek im Jahr 1972 die Bücherei in Haunstetten als erste Zweigstelle, im Jahr 1976 dann die Bücherei in Göggingen und 1981 schließlich die Bücherei in Lechhausen.

1976 wird die EDV-Verbuchung von Büchern eingeführt.

Erst 1978 benannte man die Volksbücherei in Stadtbücherei Augsburg um.

1982 kommt wieder ein neuer Bücherbus. 1989 rüstet man die EDV-Anlage um und wird autonom.

1990 übernimmt Manfred Lutzenberger? die Leitung der städtischen Bibliothek. 1995 kann man 75jähriges Bestehen feiern, den Zettelkatalog auf OPAC (Online Public Access Catalogue) umstellen und den Lesesaal in ein Lesecafé umwandeln.

2000 feiert man 25 Mio. Entleihungen seit Bestehen. Ein Jahr später stellt man den OPAC im Internet bereit und richtet Internetarbeitsplätze und eine eigene Homepage ein.

2002 wird die Offensive für eine neue Stadtbücherei? gegründet. Ein Jahr später kann man die Bilderbuchecke der Kinder- und Jugendbücherei neu gestalten. Ein ebenfalls 2003 erstelltes externes Gutachten empfiehlt für die neue Bibliothek mehr Nutzfläche (4.000 Quadratmeter gegenüber 1.100 Quadratmetern damals).

2005 kommt es zum Bürgerbegehren für eine neue Stadtbücherei. Noch im gleichen Jahr beschließt der Stadtrat einen Neubau am Ernst-Reuter-Platz. Als Architekt fungiert der Augsburger Stefan Schrammel?, der über eine Investitionssumme von etwa 15 Mio. € verfügen kann.

2007 kann dort der Grundstein für ein neues Stadtbüchereigebäude gelegt werden. Bei der Grundsteinlegung am 25. April 2007 waren der damalige Oberbürgermeister? Paul Wengert, der damalige Sozialreferent Konrad Hummel?, der damalige Bildungsreferent Sieghard Schramm und Kurt Idrizovic (Bürgerinitiative Neue Stadtbücherei? anwesen.

2008 feiert man Richtfest der neuen Stadtbücherei, die laut Zeitplan im Mai 2009 eröffnet werden sollte. Die neue Stadtbücherei Augsburg wurde von der Wohnungsbaugesellschaft? der Stadt errichtet, während die Stadt selbst in Zukunft als Mieterin des Gebäudes auftritt, was im Jahr etwa eine Mio. € kosten wird.

Für das Jahr 2008 meldete die Stadtbücherei mit fast 820.000 Entleihungen einen Entleihrekord. Besonders die Nachfrage nach Kinderbüchern und audiovisuellen Medien war stark gestiegen. Auch der Bücherbus erreichte mit mehr als 85.000 Entleihungen einen neuen Rekord. Und die Zweigstelle Haunstetten überschritt mit 92.000 Entleihungen ihre erst im Jahr 2006 aufgestellte Bestmarke. 2008 begann man auch mit der Beschaffung von Konsolenspielen, womit bereits der Bestandsaufbau für die neue Jugendabteilung "RELAX" in der Neuen Stadtbücherei am Ernst-Reuter-Platz begonnen wurde. Insgesamt führte man 262 Veranstaltungen in der Stadtbücherei und 127 Führungen durch. Mit 3.930 Neuanmeldungen verzeichnete man auch eine Steigerung der Bibliothekskunden von fast 2 Prozent.

2009 Einweihung der Neuen Stadtbücherei und Umzug aus den alten Räumlichkeiten an den Ernst-Reuter-Platz. Die Eröffnung der neuen Stadtbücherei brachte dem Haus innerhalb von vier Wochen etwa 2.600 Neuanmeldungen und etwa 60.000 Besucher.

Im September 2009 wurden erste bauliche Probleme der neuen Stadtbücherei bekannt: Wölbungen im Bodenbelag, die schon ab Juli 2009 auftraten, wodurch Besucher gefährdet wurden. Als Sofortmaßnahme wurden alle kritischen Stellen mit Teppichen abgedeckt.

Ende 2011 schlug Peter Grab als Kulturreferent? eine Erhöhung der Jahresgebühr um über 50 Prozent vor.


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