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25. Artikel: Von der Beichte

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Die Beichte ist durch die Prediger dieses Teils nicht abgetan. Denn wir sind es gewohnt, das Sakrament denen nicht zu reichen, die nicht zuvor verhört und absolviert sind. Dabei wird das Volk fleißig unterrichtet, wie tröstlich das Wort der Absolution und wie hoch und teuer die Absolution zu achten ist. Dann es ist nicht des gegenwärtigen Menschen Stimme oder Wort, sondern Gottes Wort, der die Sünde vergibt. Denn sie wird an Gottes Statt und aufgrund Gottes Befehl gesprochen. Von diesem Befehl und der Schlüsselgewalt, wie tröstlich, wie nötig sie sei dem erschrockenen Gewissen, wird mit großem Eifer gelehrt; außerdem, wie Gott fordert, dieser Absolution zu glauben, nicht weniger, denn so Gottes Stimme vom Himmel erschallte, und uns der Absolution fröhlich trösten und wissen, dass wir durch diesen Glauben die Vergebung der Sünde erlangen.

Von diesen nötigen Punkten haben früher die Prediger, die von der Beichte viel lehrten, nicht ein Wörtchen erwähnt, sondern allein die Gewissen mit langer Erzählung der Sünden, mit Genugtun, mit Ablass, mit Wallfahrten und dergleichen gemartert. Und viele unser Widersacher selbst bekennen, dass durch uns von rechter christlicher Buße schicklicher als lange Zeit zuvor geschrieben und gehandelt worden sei.

Und über die Beichte wird gelehrt, dass man niemand drängen soll, die Sünde einzeln zu benennen. Denn dies ist unmöglich, wie der Psalm spricht: „Wer kennt die Missetat?“ Und Jeremia sagt: „Des Menschen Herz ist so arg, dass man's nicht auslernen kann.“ Die elende menschliche Kreatur steckt also so tief in Sünden, dass sie dieselben nicht alle sehen oder kennen kann, und sollten wir allein von denen absolviert werden, die wir zählen können, wäre uns wenig geholfen. Deshalb ist es unnötig, die Leute zu drängen, die Sünde einzeln zu benennen. So haben es auch die Väter gehalten, wie man findet in Dist. I. de poenitentia, da die Worte des Chrysostomus so lauten: „Ich sage nicht, dass du dich selbst sollst öffentlich dargeben noch bei einem anderen dich selbst verklagen oder schuldig sprechen, sondern gehorche dem Propheten, der spricht: Offenbare dem Herrn deine Wege. Deshalb beichte Gott dem Herrn, dem wahrhaftigen Richter, neben deinem Gebet; sage deine Sünde nicht mit der Zunge, sondern in deinem Gewissen.“ Hier sieht man klar, dass Chrysostomus nicht dazu zwingt, die Sünde einzeln zu benennen. So lehrt auch die Glossa in Decretis, de poenitentia, Dist. 5., dass die Beichte wegen der Absolution, die das Hauptstück und das Vornehmste darin ist, zum Trost der erschrockenen Gewissen und etlicher anderer Ursachen willen, zu erhalten sei.

De Confessione

Confessio in ecclesiis apud nos non est abolita. Non enim solet porrigi corpus domini nisi antea exploratis et absolutis. Et docetur populus diligentissime de fide absolutionis, de qua ante haec tempora magnum erat silentium. Docentur homines, ut absolutionem plurimi faciant, quia sit vox Dei et mandato Dei pronuntietur. Ornatur potestas clavium et commemoratur, quantam consolationem afferat perterrefactis conscientiis, et quod requirat Deus fidem, ut illi absolutioni tamquam voci de coelo sonanti credamus, et quod illa fides vere consequatur et accipiat remissionem peccatorum.

Antea immodice extollebanatur staisfactiones; fidei vero et meriti Christi ac iustitiae fidei nulla fiebat mentio. Quare in hac parte minime sunt culpandae ecclesiae nostrae. Nam hoc etiam adversarii tribuere nobis coguntur, quod doctrina de poenitentia diligentissime a nostris tractata ac patefacta sit.

Sed de confessione docent, quod enumeratio delictorum non sit necessaria, nec sint onerandae conscientiae cura enumerandi omnia delicta, quia impossibile est omnia delicta recitare, ut testatur psalmus: Delicta quis intelligit? et Ieremias: pravum est cor hominis et inscrutabile. Quodsi nulla peccata nisi recitata remitterentur, nunquam acquiescere conscientiae possent, quia plurima peccata neque vident, neque meminisse possunt. Testantur et veteres scriptores enumerationem non esse necessariam. Nam in decretis citatur Chrysostomus, qui sic ait: Non tibi dico, ut te prodas in publicum, neque apud alios accuses te; sed oboedire te volo prophetae dicenti: Revela ante Deum viam tuam. Ergo tua confitere peccata apud Deum, verum iudicem, cum oratione. Delicta tua pronuncia non lingua, sed conscientiae tuae memoria. Et glossa de poenitentia Dist. 5, in cap. Consideret, fatetur, humani iuris esse confessionem. Verum confessio cum propter maximum absolutionis beneficium tum propter alias utilitates conscientiarum, apud nos retinetur.


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