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Frauentorstraße

Eine Augsburger Straße, die in der Nähe des Doms Unserer Lieben Frau liegt und nach ihm benannt ist.

Allgemeines

Geschichte

Der Siedlungsbereich nördlich des Doms lag bis 1308 brach und außerhalb der Stadtbefestigung. Deshalb hatte der Bereich den Namen "Frauenvorstadt". Nach 1308 siedelten sich jedoch um die Stifte Sankt Georg, Heilig Kreuz? und das Damenstift Sankt Stephan kleine Handelsbetriebe, Handwerker und Gastwirte an, die dem neu entstehenden Wohngebiet eine eigene Prägung verliehen.

1881 führte Augsburg die Pferdebahn, Vorläuferin der Straßenbahn durch die Frauentorstraße und das noch stehende Frauentor.

1885 riss man das Frauentor ab. Es war das letzte innerstädtische Tor und trennte das ehemalige Domviertel vom Rest der Stadt Augsburg ab. Das mit Fresken geschmückte alte Tor fiel trotz heftiger Proteste Augsburger Bürger dem immer stärker werdenden Verkehr in der Stadt zum Opfer.

Details

Frauentorstraße 31: Hier befand sich früher das Gasthaus „Drei Kronen“ mit seinen bewunderten Fassadenmalereien Eine Gelatinetrockenplatte des Fotografen Hämmerle um 1900 (heute im Bildarchiv des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege) zeigte den damaligen Zustand des Gebäudes mit seiner Fassade. Deutlich erkennt man eine 1731 entstandene Fassadenmalerei von HolzerJohannEvangelist?, dem wohl berühmtesten Augsburger Fassadenmaler. Zu sehen ist die gesamte Fassadendekoration samt ihrer Architekturgliederung. Ein Wappen ist noch zu sehen, eine Pieta und ein gemaltes Göttermahl. Allerdings konnte man schon 1933, also nur drei Jahrzehnte später, als einziges noch Spuren des Originals erkennen. 1944 kam dann die völlige Zerstörung in der Bombennacht des Februar 1944.

Frauentorstraße 51: Als man hier eine Kanaltrasse ausheben wollte, fanden Stadtarchäologen hier Spuren spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Besiedlung. Dazu aber nur wenig unter dem heutigen Hofpflaster sogar Reste eines römischen Steinbaus, dessen gut erhaltenen Tuffmauern mehr als einen Meter breit waren. Der Bau hatte Fußboden- und Wandheizung, Wandmelereien und Bodenmosaiken. Der gefundene wasserundurchlässige Mörtel, der bei römischen Bädern üblich war, ließ die Stadtarchäologen hier eine Therme vermuten, die direkt neben der Via Claudia Augusta lag.

Lage


Weblinks


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