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Felder, Josef

Ein Augsburger Buchdrucker, Journalist und Politiker, der sich gegen die Nationalsozialisten wandte.

Leben und Wirken

Geboren wurde Josef Felder am 24. August 1900 in Augsburg. Sein Vater war ein Kaufmann, der zwei Ehen führte, aus denen elf Kinder hervorgingen. Josef Felder war der erste Nachkomme.

Als 18jähriger arbeitete Josef Felder beim „Badener Tagblatt“. Sein soziales Gewissen ließen ihn zum Mitglied der SPD werden. Die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich sollte überwunden werden.

Schon 1920 hatte er Adolf Hitler im Münchner Hofbräuhaus? auf einer Versammlung erlebt. „Schon damals fand ich Hitler als Person ungemein abstoßend. Aber er besaß die Gabe, demagogisch Schlagworte zu formulieren.“

1924 wurde er Redakteur der sozialdemokratisch ausgerichteten Schwäbischen Volkszeitung?. Er begann als Redner der SPD aufzutreten, war beliebt und gefragt, auch wenn Nazis immer wieder seine Reden zu stören versuchten.

1933 stimmt Felder am 24. März mit weiteren 93 Abgeordneten von der SPD gegen das so genannte Ermächtigungsgesetz. Schon im Juni 1933 wird die SPD verboten. Noch bis 1934 kann sich Josef Felder unter falschem Namen als Journalist und Redner in Deutschland aufhalten, obwohl er von den Nazis gesucht wird. Mit Hilfe seines Bruders flieht er 1934 nach Österreich und lebt in Wien. Doch er kehrt wieder nach Deutschland zurück, weil er seine Familie nicht nach Österreich nachziehen lassen kann.

Es kommt, wie es kommen musste: Josef Felder wird verhaftet und in das KZ Dachau? eingeliefert, wo er auch die Dunkelhaft im Bunker übersteht. Nach zwei Jahren kann ihn sein Bruder aus dem KZ Dachau? herausholen – gegen das Versprechen, sich nicht mehr politisch zu betätigen. Anschließend kann er bei der Firma Bogner arbeiten, die Sportartikel herstellt und kommt so durch die Zeit des Dritten Reichs.

Josef Felder starb am 28. Oktober 2000.

Auszeichnungen

1990 ist Josef Felder Ehrengast der ersten Berliner Sitzung des Bundestages.

Sonstiges

Weblinks


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