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Fassadenmalerei
Allgemeines
Noch bis vor dem Zweiten Weltkrieg konnte man an vielen Augsburger Gebäuden die für die Fuggerstadt typischen Fassadenmalereien bewundern. Die Erinnerung daran halten einzelne Gebäude wie das Weberhaus und Bilddokumente im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege aufrecht, die sehr alt sind. Heute geben praktisch nur noch diese Bilder eine Vorstellung von dem sinnlichen Glanz, den die vielfältige Farbigkeit der Gebäude in früheren Zeiten verströmte.
Geschichte
Schon im 16. Jahrhundert begannen zahlreiche Augsburger Hauseigentümer, ihre Gebäude mit Fassadenmalereien zu schmücken.
1790 zeigte sich Johann Wolfgang von Goethe von den Augsburger Fassadenmalereien sehr beeindruckt. Besonders bewunderte er die Werke von Johann Evangelist Holzer? und "Holzers Freiheit durch den frohen Begriff, an Häusern außen zu malen. Ich halte das für einen glücklichen Stand, wer Heilige an den Außenwänden malen konnte und wollte. Die Fröhlichkeit und Freiheit vergleicht sich mit nichts. Der Teufel hole den Geschmack, der ernst und traurig ist. Augsburg dagegen ist Sonnenschein" (Maximen und Reflexionen).
Die meisten Augsburger Fassadenmalereien überdauerten die Zeiten bis ins späte 19. Jahrhundert.
Die meisten Augsburger Fassadenmalereien wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Natürlich hatte man sich spätestens zu Beginn des Krieges Gedanken um den Schutz dieser Malereien gemacht, doch waren sie wegen ihrer festen Bindung an die Häuserwände praktisch nicht zu schützen. Im November 1939 lehnte es das Staatsministerium für Unterricht und Kultus ab, einen Zuschass für Sicherungsarbeiten am Schaezlerpalais und am Blauen Krügle? ab, weil die Bergung beweglicher Kunstgüter wichtiger sei.
Nach der Besichtigung der Schädigungen französischer Kunstgüter im Zuge des Frankreichfeldzuges 1940 setzte sich der Direktor des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege mit Macht für Sicherungsmaßnahmen an kunsthistorisch bedeutsamen Gebäuden in Bayern ein, konnte sich aber in Augsbug gegen den damaligen Leiter des Maximilianmuseums Ludwig Ohlenroth?, der ihn heftig kritisierte, nur teilweise durchsetzen.
Details
Die Fassadenmalereien mussten im Laufe der Zeit immer wieder überarbeitet werden, sollten sie ansehnlich bleiben. Ein Beispiel dafür sind die Fuggerhäuser.
Weblinks
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