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Elias-Holl-Platz
Ein Augsburger Platz direkt hinter dem Rathaus, der nach dem berühmten Augsburger Stadtbaumeister Elias Holl? benannt ist. Gehört zum Stadtbezirk Jakobervorstadt Süd?.

Der Elias-Holl-Platz in Augsburg, Panoramabild von Florian Übleis
Allgemeines
Der Elias-Holl-Platz liegt im Rücken des Augsburger Rathauses. Man kann ihn entweder rechts des Rathauses über eine steile Treppe oder über eine kleine Treppe hinter der Kirche St. Peter am Perlach erreichen. Steht man auf dem Platz, wird man von der Rückfassade des Rathauses überwältigt. 57 Meter ragt sie wuchtig vor dem Betrachter auf. Eine breite Treppen-Balustrade liegt vor der Fassade. Die achteckigen Türme des Rathauses und der grazile Perlachturm dominieren den Blick.
Details
Wenn man sich umblickt, fallen viele alte Bürgerhäuser auf, deren malerische Giebel und Erker eine andere Zeit aufziehen lassen und zum Verweilen einladen.
Elias-Holl-Platz 2: Auffällig ist zum Beispiel das Bürgerhaus mit der Nummer 2, ein dreigeschossiger Giebelbau, der 1577 erbaut wurde und mehrere Veränderungen hinter sich hat; der Ausleger z. B. stammt aus dem 18. Jahrhundert. Dieses Haus steht unter Denkmalschutz und beherbergt heute das Restaurant Die Ecke.
Elias-Holl-Platz 4: Bei diesem Gebäude handelt es sich ebenfalls um ein Bürgerhaus, das einen viergeschossigen Mansarddachbau mit einem Flacherker aufweist. Es ist im Kern ein Haus aus dem 16. Jahrhundert und zeigt einen geschweiften Giebel aus dem 18. Jahrhundert. Es diente einem Handwerker und hat einen korbbogigen Ladeneinbau. An der Fassade sieht man barocke Stuckfelderungen. Hinten hat das Haus einen kleinen Hof mit einem Zwerchhaus. Die Anlage wurde 1988 saniert.
Elias-Holl-Platz 6: Auch dies ist ein Bürgerhaus, der Giebelbau ist fünfgeschossig und hat einen hohen Flacherker. Auch dieses Haus geht ins 16. Jahrhundert zurück. Das Handwerkerhaus beheimatet heute die Künstlervereinigung Augsburg e. V. Ecke?. Ein kleiner Zierpfeiler mit Stern dient als Giebelschmuck, der Ladeneinbau ist korbbogig, es gibt eine mittelachsige Halle im Erdgeschoss, die ein Stichkappengewölbe aufweist und einen Zugang zu einer Wendeltreppe hat. Der Innenhof ist lichtschachtartig und hat ein Salettl.
Elias-Holl-Platz 8: Wieder sehen wir ein Bürgerhaus, diesmal nur mit drei Geschossen und Flacherker. Auch dieses Gebäude stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die Fassade weist eine Stuckdekoration aus der Zeit um 1700 auf. Mitte des 18. Jahrhunderts hat man dieses Handwerkerhaus umgebaut; damals erhielt es barocke Stuckleisten und man erweiterte die Fenster. Im ersten Obergeschoss finden sich seitlich gesprengte Segmentgiebel. Der vorspringende Erker hat Dreiecksgiebel, außerdem ein Stuck-Parapett mit Feston und Anker bzw. Äskulap als Symbole des Handels.
Elias-Holl-Platz 10: Dieses Bürgerhaus mit vier Geschossen und flach geschweiftem Giebel geht auch ins 16. Jahrhundert zurück, wurde aber im 18. Jahrhundert verändert. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und hat einen Flacherker, der Giebel schließt mit einem Dreieck ab. Ursprünglich befand sich in diesem Haus im Erdgeschoss eine geräumige Werkstatt mit spätgotischen Stuckfigurationen an der Flachdecke. Von diesen Halbkreisen mit Dreipass ist nur noch im Eingangskorridor etwas erhalten. Schon im späten 18. Jahrhundert hat man das komplette Gebäude zu einer Wohnanlage umgebaut.
Auf dem Elias-Holl-Platz steht auch das Elias-Holl-Denkmal und erinnert an die vielen Werke des Augsburger Stadtbaumeisters. Platanenreihen säumen die Fläche und könnten eine wunderbare altstädtische Idylle im Schatten eines meisterlichen Gebäudes bieten, doch den verantwortlichen Stadtarchitekten ist bis heute noch nichts eingefallen, wie sie den Platz dauerhaft zu einem Juwel in der Altstadt von Augsburg machen können. Hin und wieder finden zwar Veranstaltungen auf dem Platz statt, doch wirkt die Bedeckung des Platzes heute marode und ein Biergarten/Freiluft-Café im Sommer oder eine Gartenbepflanzung könnten dem Platz nicht schaden.
Geschichte
In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts plante man hinter dem Augsburger Rathaus ein weiteres Verwaltungsgebäude zu bauen. 1882 legte man dazu den Platz frei. Aufgrund von Bürgerprotesten blieb der Platz unbebaut und erhielt den Namen des berühmten Augsburger Stadtbaumeisters.
Lage
Weblinks
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