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Ehemaliges Hofzahlamt und Marstallgebäude
Ein zweigeschossiger Bau am Fronhof, der auf einem fast quadratischen Grundriss aufsitzt.
Allgemeines
Die Fassade des Baues ist etwas vorgewölbt und ein Mansardwalmdach bekrönt das Gebäude.
Geschichte
Der Bau wurde in den Jahren 1739 und 1740 wahrscheinlich von Johann Kaspar Bagnato? errichtet. Ihn hatte Johann Franz Schenk von Stauffenberg? mitgebracht. Dieser war Bischof von Konstanz und regierte drei Jahre auch als Fürstbischof von Augsburg (1737 bis 1740). Johann Kaspar Bagnato? war sein Hofbaumeister im Bodenseegebiet. In der Forschung wird die Urheberschaft Johann Kaspar Bagnatos? für den Bau hin und wieder bestritten. Sollte er nicht der Urheber des Baus gewesen sein, so hat der wahre Baumeister zumindest viele seiner Ideen, die aus der französischen Militärbaukunst kommen, an dem Bau verwendet. Eine entfernte Übereinstimmung ist mit der Orangerie Altshausen (Württemberg) gegeben, die Johann Kaspar Bagnato? im Jahr 1768 errichtete.
1751 fügte man einen westlichen Flügel an, der als Wagenremise genutzt wurde.
1964 und 1965 wurde das Gebäude saniert und erneuert.
Umbauten im Lauf der Jahrhunderte veränderten die Raumstruktur des Hofzahlamts, aber auch die des 1740 errichteten Marstalls, der 1984 abgebrochen und auf gleichem Grundriss wieder aufgebaut wurde.
Bis man die Alte Gasse? durch den Hofgarten verlängerte, um den Bereich für den Verkehr zu erschließen, war die Wagenremise von 1751 mit ihren zwei Geschossen mit ihrer Traufseite die nordöstliche Begrenzung zum Hofgarten.
Die Wagenremise wurde im Jahr 1985 saniert und renoviert.
1997 führte man eine statische Sicherung des Gebäudes durch.
Details
Wenden wir uns zunächst dem früheren Hofzahlamt zu. Im Nordwesten wird der Bau von den schmalen Flügeln des Marstalls flankiert, im Südwesten schließt sich die Wagenremise an. Im Rücken schließt das Gebäude mit der Dom-Mauer ab.
Der zweigeschossige Mansarddachbau hat eine konvexe Fassade, die im Erdgeschoss vier Tore für die Hofkutschen bietet. Die Pilaster sind wie das Bischöfliche Ordinariat nach Art Gabriel de Gabrielis? unauffällig gegliedert, die Fensterumrahmungen architraviert.
Was auffällt, ist der aus der Ebene verschobene, fast quadratische Grundriss des Hofzahlamts, das wie ein Pavillon wirkt.
Lage
Fronhof 8
Lage des ehemaligen Hofzahlamts und des Marstallgebäudes Augsburg
Weblinks
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