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ECubes
Eine ehemalige Kampagne des Wirtschaftsreferates mit dem Ziel, den Unternehmen der Stadt eine neue öffentliche Plattform zu bieten.
Allgemeines
ECubes oder auch "Economy Cubes" sollte für die wirtschaftlichen Bausteine oder Kompetenzen der Stadt Augsburg stehen. In dem Projekt stellte die Form des Würfels das Leitmotiv dar. Mit Würfeln sollten die wirtschaftlichen Bausteine Augsburgs und der Region dargestellt werden.
Die Stadt Augsburg vermarktete ECubes als "innovative Kampagne" für den Wirtschaftsstandort Augsburg. Beworben werden sollten die fünf Wirtschaftsbereiche, die als Aushängeschilder des Standortes Augsburg galten: Faserverbundwerkstoffe, Mechatronik & Automation, IT & Telekommunikation, Umwelt und Logistik. Symbolisiert wurden diese Wirtschaftsbereiche durch fünf große rote Würfel, die zur Information der Bürger und als Plattformen für Firmen der Region dienen sollten, kleine weiße Würfel konnten von Unternehmen als Werbeplattform genutzt werden. Die Stadt plante, die Würfel je nach Anlass an verschiedenen Orten aufzustellen.
ECubes wollte Oberflächen und Medien verbinden und damit komplexe Inhalte greifbar machen: Unternehmen, Bürger und ihre Stadt sollten kunstvoll abstrahiert und damit Kunst und Wirtschaft verbunden werden. Man wollte das Potenzial von Augsburg künstlerisch darstellen: in fünf roten Würfeln, die für die Handlungsfelder der Stadt stehen sollten, in hunderten weißen Würfeln, die für die vielfältigen Augsburger Unternehmen stehen sollten.
Geschichte
Gestartet wurde das Imageprojekt im Jahr 2010. Während des gesamten Jahres wurde es in verschiedenen Umfeldern inszeniert.
Im Jahr 2011 wurde es ruhig um das ECubes-Projekt. Die aktive Vermarktung der Multimedia-Würfel wurde eingestellt. Das Wirtschaftsreferat setzte sie noch ein, um Augsburg auf Messen oder Tagungen darzustellen. Auf der eigens zum Thema "ECubes" erstellten Webseite der Stadt waren als solche Tagungen 2011 etwa die Süd- und Ostbayerische Wassertagung in Landshut?, die Internationale Luft- und Raumfahrtmesse AERO in Friedrichshafen? und weitere Veranstaltungen aufgeführt, auf denen die Augsburger ECubes zum Einsatz kamen. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtmesse AERO in Friedrichshafen? kam am Messestand von Augsburg und Beechcraft? noch ein "Luft- und Raumfahrt-Würfel" als "eyecatcher" zum Einsatz, der auf heimischem Terrain nicht zu sehen war.
Die Gründe für das stille "Ausschleichen" des Projektes können nur vermutet werden. Natürlich hatte die Imagekampagne "ECubes" ihre Kritiker. Die nannten ECubes z. B. "Augsburgs bisher größtes Millionenwahnsinnsprojekt". Selbst Niederhatzkofen beneide Augsburg um die PR-Megaskulptur. Möglich, dass die Befürworter und Planer des Projekts nicht nicht die Durchhaltekraft hatten, das Projekt gegen die Kritiker zu vertreten. Dass in Augsburg vieles begonnen, aber dann nicht zu Ende gebracht wird, wenn sich der Wind des Widerstands regt, ist nichts Neues. Und im Fall der "ECubes" würde es deshalb nicht überraschen.
Details
Die Würfel sollten ein Jahr lang auf den populärsten Plätzen der Stadt inszeniert werden. Dabei sollte jeder Würfel individuell durch den Künstler Konrad Geldhauser? gestaltet werden. Die roten Würfel waren jeweils zwei mal zwei mal zwei Meter groß, individuell strukturiert, bildhauerisch gestaltet und inszeniert. Sie sollten dazu auffordern, sich mit ihrem jeweiligen Thema auseinanderzusetzen. Dabei waren kontroverse Diskussionen erwünscht, denn dazu will Kunst ja anleiten.
Die weißen Würfel umgaben als Symbol der Unternehmen am Standort die roten Würfel. Die Würfel waren mit Wellen- und Kissenstrukturen beschlagen: entlang des natürlichen Wuchses der vollen Douglasie und verbunden über glasgeperlte Edelstahltrichter. Mit diesen Würfeln konnten sich lokale Unternehmen als Sponsoren der Aktion beteiligen. So war es z. B. für einen Sponsor mit einem Betrag von 1.000 Euro möglich, ein Jahr lang an der Kampagne beteiligt zu sein.
Umwelt-Würfel
Der Umwelt-Würfel war der erste aufgestellte Würfel. Er füllte das Thema Umwelt mit Leben, indem er Augsburg als Umweltkompetenzstandort thematisierte. Dazu wuchsen rund um den Kubus stilisierte Bäume aus Lerchen in den Himmel. Jeder war eine tragende Säule, die harmonisch in das Gesamtkonstrukt integriert wurde. Die Betrachter sollten die dynamischen Strukturen ertasten, um ein Gefühl für sie zu bekommen. Außerdem konnte man einen Blick durch die Astlöcher auf die Medieninstallation im Würfelinneren werfen.
Der Würfel stand vom 19. Februar 2010 bis zum 20. März 2010 gemeinsam mit den ersten weißen Würfeln auf dem Messegelände Augsburg.
Zum Hintergrund des Würfels. In Augsburg arbeitet ein mehrdimensionales Netzwerk an zukunftsweisenden Lösungen für die Umwelt: Unternehmen in der Umwelttechnologie, Forschung und Wissenschaft, Verbände, Vereine und öffentliche Einrichtungen. Mit Gewerbeflächen im Umweltpark bietet die Stadt dafür ein Umfeld – auch für junge Unternehmen und Start-Ups. Durch die enge Verzahnung mit den etablierten Unternehmen, Hochschulen und Instituten entstehen Synergien, was die Stadt als Standortvorteil für alle wertet, die sich im Zukunftsmarkt Umwelt bewegen.
Logistik-Würfel
Mit ihm wurde das dynamische Thema Logistik versinnbildlicht. Seine Oberflächenstrukturen an den Seiten veranschaulichten den Transport von Gütern über verschiedene Verkehrswege und die zentralen Knotenpunkte Europas. Die Form eines Containers wurde auch für den Zugang zum Inneren des Würfels benutzt. Eine Seite des Cubes wurde medial inszeniert: Der Künstler brachte Bedienelemente aus Edelstahl an, die die künstlerische Inszenierung audiovisuell aufgriffen und interaktiv erlebbar machten.
Der zweite rote Würfel zum Thema „Die Zukunft der Logistik; in Augsburg“ stand vom 15. April 2010 bis 18. April 2010 vor dem Güterverkehrszentrum und anschließend bis Ende April 2010 auf dem Königsplatz mitten in der Stadt.
Hintergrund: Der Bereich Logistik zählt zu den führenden Kompetenzen des Standorts. Sie war 2010 der zweitgrößte Arbeitgebers der Region. Ermöglicht wurde das durch eine ideale Verkehrsanbindung in alle Richtungen und das Güterverkehrszentrum als süddeutscher Hot Spot für Logistik. Das GVZ ist eine Drehscheibe für den regionalen, nationalen und internationalen Güterverkehr. Transport- und Logistikgewerbe, Dienstleister und Service-Einrichtungen finden hier ein hohes Marktpotenzial und Ansiedlungsflächen.
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