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Details des Bayerischen Textil- und Industriemuseums tim

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Der Text zu Details des tim widmet sich den Bereichen Ziele, Sammlungen, Themen und Inszenierung des tim.

Die Ziele

Das tim will Geschichte dokumentieren. Dies geschieht am Beispiel Augsburg, das mit seinen Spinnereien, Webereien und Druckereien ein Motor der bayerischen Industrialisierung war. Die Dauerausstellung dokumentiert die Entwicklung der Technik, den Arbeitsalltag und die Lebensbedingungen in der Textilindustrie. Darüber hinaus soll aber diese Geschichte mit allen Sinnen multimedial erlebt werden.

Wechselnde Sonderausstellungen und ein umfangreiches Rahmenprogramm soll nicht nur unterschiedliche Zielgruppen erschließen, sondern den Museumsbetrieb auch abwechslungsreich gestalten. Das Motto dabei ist "Mensch, Maschine, Mode, Muster". So können unterschiedliche Aspekte der Textilindustrie dargestellt werden. Das bedeutet: Es wird die Geschichte von Augsburger Arbeiterinnen und Arbeitern erzählt, es wird das Leben im Takt der Textilmaschinen vorgestellt, in der Museumsfabrik bekommt der Besucher einen Eindruck von der damaligen Technik. Auf einem Laufsteg wird Mode vom Biedermeier- bis zum Flower-Power-Kleid vorgestellt. Und hinter dem Stichwort „Muster“ verbirgt sich die weltweit einmalige Stoffmustersammlung der Augsburger Kattunfabrik NAK. Insgesamt ergibt das einen 200jährigen Überblick über Mode und Design aus Augsburg.

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''' Für Kinder wird ein breit gefächertes museumspädagogisches Angebot zur Verfügung gestellt. Dabei wird die „Museumslandschaft“ des Augsburger Textilviertels mit seinen alten Fabrikgebäuden sowie dem Kanal- und Lokalbahnnetz einbezogen. Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es viele Materialien für den Unterricht''', die schulartübergreifend für die Fächer Geschichte, Geographie, Heimat- und Sachunterricht sowie Wirtschaft und Rechtslehre geeignet sind. Auf Anfrage ist eine Material-CD mit Quellentexten sowie historischen und aktuellen Fotoaufnahmen erhältlich.

Über den Museumsbetrieb hinaus versteht sich das tim auch als Forum und Kompetenzzentrum für Textilgeschichte mit Kreativarchiv. In diesem Zusammenhang werden die alten Stoffmuster genutzt, die Motive und Anregungen für die Auflage eigener tim-Produkte liefern: etwa Seidenschals, T-Shirts etc. Das tim präsentiert sich auch mit eigenen Kreationen und Kollektionen.

Die Sammlungen

Die Sammlungen des tim sind beeindruckend. Auf seiner Fläche wird z. B. das Stoffmuster-Archiv der ehemaligen Kattunmanufaktur NAK präsentiert. Die erhaltenen Musterbücher gehen bis ins Jahr 1790 zurück und umfassen etwa 1,3 Millionen Bügel mit Karo-, Blumen, Tier-, Streifen- und Punktmustern in allen Farben. Viele der Stoffmuster sind von der NAK selbst entworfen worden. In den Jahren ihres Bestehens war das Archiv ein wichtiger Kreativort der gesamten Modebranche.

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Mit der Schließung der Neuen Augsburger Kattunfabrik NAK im Jahr 1996 stand das renommierte Musterbucharchiv der Augsburger Stoffdruckerei auf der Straße. Ein japanisches Unternehmen wollte die mehr als 550 großformatigen Bände Stoffmuster nach Japan holen, um das eigene Design weiterzuentwickeln. Durch den Schulterschluss des Vereins zur Förderung eines Industriemuseums e.V.?, des Freistaats Bayern?, der Stadt Augsburg und der Stadtsparkasse Augsburg gelang es, das Stoffmusterarchiv in Augsburg zu bewahren, denn das Musterbucharchiv ist ein nationales Kulturgut.

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Die textile Sammlung umfasst aber auch Kleidungsstücke. Durch Sammlungen in der Bevölkerung sind vor allem aus dem 20. Jahrhundert wahre Schätze zusammengetragen worden. Beispielsweise Ball-, Designer-, Abend- und Cocktailkleider aus den 50er-Jahren. Aber auch Textilien aus der der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind zu sehen. Kinderbekleidung (Matrosenanzüge), Charleston-Kleidern, Bademoden aus den 20er- und 30er-Jahren sowie Sportbekleidung (Skianzüge etc.). Aus den 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts sind Hot-Pants, Schlaghosen und Mini-Röcke vorhanden.

Auch die technische Seite der Textilindustrie ist dokumentiert. Es gibt funktionstüchtige Webmaschinen verschiedener Baujahre zu bewundern, die z. T. auch in Betrieb genommen werden, denn das tim will ein lebendiges Museum mit laufenden Maschinen sein. In Zusammenarbeit mit Technik-, Design- und Modeschulen könnten die im tim ausgestellten Maschinen sogar der Ausbildung dienen. Die Sammlung von Geräten und Maschinen zur Textilherstellung und -verarbeitung sind europaweit einmalig. Auf ihnen produziert man im Museum Andenken, die im Museumsshop auch gekauft werden können.

Die Themen

Im tim geht es u. a. um die folgenden Themen:

Das mittelalterliche Textilhandwerk, die Zünfte und die Kaufmannschaft, um die Anfänge des Kattundrucks, den Augsburger Stil, die Rebellion der Weber und ihren Aufstand. Es werden Schatten und Licht einer Manufaktur dargestellt, der Kattundruck als Massenware für das Volk und Luxus für die Oberschicht genauer betrachtet. Es geht um Musterklau und Musterschutz, Aufstieg und Bankrott von Textilunternehmen und um einzelne Gründergestalten der Augsburger Textilindustrie.

Der Aufbruch der Textilindustrie? in die Moderne erhält Raum, die neuen Maschinen werden beleuchtet, die Wasserkraft als Grundlage der Textilindustrie? wird betrachtet und die einzelnen großen Augsburger Textilfabriken werden im Detail vorgestellt. Aber es geht auch um die Textilindustrie und die Soziale Frage. Von der Augsburger Textilindustrie? wird der Bogen über Schwaben, Altbayern und Oberfranken? geschlagen.

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Schließlich geht es um das 20. Jahrhundert, um Rohstoffmangel und Ersatzwirtschaft im Ersten Weltkrieg, um die Inflation und weitere Rationalisierungen, um die nationalsozialistische Zeit, um die Arbeitsfront in den Betrieben, die Kriegswirtschaft im Zweiten Weltkrieg, die Arisierung jüdischer Unternehmen, die Zwangsarbeit und die Zerstörung der Betriebe in den Bombennächten. Die Themen nach dem Zweiten Weltkrieg sind Wiederaufbau aus dem Nichts, das Wirtschaftswunder, der Flüchtlingsfleiß, die Gastarbeit, Billiglohnländer, Konkurse und Niedergang der Textilindustrie in Augsburg und Bayern.

Weiterhin werden textile Innovationen und Modetrends beobachtet und die bayerische Mode- und Konfektionsgeschichte vorgestellt. So werden in einem Hightech-Bereich auch intelligente Kleidung oder neue Carbonstoffe präsentiert, auch ein Stück der Allianz-Arena-Außenhaut, deren Waben nach einem klassischen Webprinzip von Längs- und Querfäden hergestellt wurden.

Die Inszenierung

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Die Geschichte der Textilherstellung in Bayern wird im tim geradezu inszeniert. Die Ausstellung erstreckt sich über den Kopfbau der ehemaligen Augsburger Kammgarnspinnerei und über Teilbereiche der angrenzenden Shedhalle. Die Raumfuge zwischen diesen beiden Gebäudeteilen ist Foyer und Herzstück des Museums. Hier wird die großartige Musterbuchsammlung der Neuen Augsburger Kattunfabrik (NAK) ausgestellt. Eine Idee von der Vielfalt der rund 500 Musterbücher soll der Besucher mittels Projektion ausgewühlter Muster auf Überlebensgroße Figurinen erhalten.

Um diesen zentralen Raum laufen zwei parallele Rundgänge. Sie beginnen jeweils in der Shedhalle und enden im Kopfbau des Gebäudes. Der innere Weg verdeutlicht die Sozialgeschichte der Textilindustrie. Man durchwandert Themenräume mit Inszenierungen, die von den Anfängen des Weberhandwerks bis zum Niedergang der Bayerischen Textilindustrie im 20. Jahrhundert die historische Entwicklung verdeutlichen. Der letzte Themenraum widmet sich den Zukunftschancen des Produktes Textil und ermöglicht, wie in einem Labor, einige neu entwickelte Eigenschaften zu testen. Der äußere Rundgang konzentriert sich auf die Textilherstellung: Es geht um die Rohstoffe, die Zwischenstufen und das Endprodukt. Die Shedhalle mit ihren verschiedenen Maschinen stellt den Besucher in eine authentische Fabriksituation. Die Herstellung verschiedener Stoffe wird hier in einzelnen Schritten nachvollziehbar. Danach stellt der Kopfbau die Textilveredelung bis zur fertigen Modeware vor. Der Raum zeigt viele kleine Werkzeuge, unterschiedlichste Farben und eine einzigartige Mustervielfalt.

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Als roter Faden zieht sich das Motto "Mensch, Maschine, Muster, Mode" durch die Museumsräume. Sie sind farbenprächtig gestaltet und erzählen von Menschen, deren Leben von der Textilindustrie? geprägt wurde. Der Besucher wird dabei durch eine Bodengrafik durch die Ausstellung und ihre mehr als 1.000 Exponate geleitet. So kann er den Weg der Textilien vom Rohstoff über die Spinnerei und Weberei bis hin zur Veredelung nachvollziehen.

Etwas ganz Besonderes hat man sich zur Präsentation des Textilmuster-Archivs einfallen lassen. Sie werden auf so genannten "drei Grazien" präsentiert. Das sind vier Meter hohe Frauenkörper, die Besucher in einer so genannten "Stoffkathedrale" als interaktive Projektionsfläche für die digitalisierten Stoffmuster benutzen und immer wieder per Knopfdruck neu einkleiden können.

Für Kinder gibt es im Museum einen eigenen Entdeckerpfad. Auf Aktionsflächen können sie mit ihren Eltern selber weben, stricken und drucken.

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