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Damenhof
Der berühmteste Hof Augsburgs, der mit seinen italienisch anmutenden Säulen auch heute noch den Glanz der Renaissance in Augsburg ausstrahlt.

Damenhof Augsburg © Eva Stuhlmüller (www.augsburg-parrot.de)
Allgemeines
Der Damenhof gilt als erster Renaissance -Prunkhof Deutschlands und liegt westlich neben den Fuggerhäusern in der Maximilianstraße 36. Die Fuggerhäuser zwischen dem ehemaligen Weinmarkt? und dem Zeugplatz? hatten mehrere Innenhöfe. Sie dienten zum Teil zum Ent- oder Beladen von Waren und konnten mit Pferdegespannen befahren werden. Der nördlichste dieser Höfe war den Fuggerfrauen reserviert und bietet deshalb eine exklusive Atmosphäre. Hier atmet alles Italien – aufgrund der Bauformen der Renaissance. Ein Wasserbecken in der Mitte des Hofes sorgt für eine entspannte Stimmung, die umlaufenden Arkaden für Sonnenschutz im Sommer.
Im Damenhof sitzend kann man sich gut in die ursprüngliche Ausstattung und den Reichtum der Fuggerhäuser am Weinmarkt? zurückversetzen. Der Hof hat einen Mosaikfußboden, Rotmarmorsäulen, Schmuckscheiben, profilierte Bögen, eine Terrakotta-Balustrade und Altane. In der Renaissance war der Damenhof reich ausgestattet und komplett bemalt.
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Geschichte
Erbaut wurde der Hof im Jahre 1515. Wer den Hof entworfen hat, ist nicht geklärt. Diskutiert werden Sebastian Loscher? und Hans Burgkmair?. Auf Rekonstruktionszeichnungen des Hofes sind reichhaltige Groteskmalereien zu sehen, die man Hans Burgkmair? zuschreibt.
Eine Fotografie auf Albuminpapier, die um 1870/1880 von einem unbekannten Fotografen aufgenommen wurde und im Bildarchiv des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege aufbewahrt wird, zeigt eine verwilderte Idylle und einen teilweise herunter gekommenen Hof. Rechts waren die toskanischen Rotmarmorsäulen teilweise eingemauert, der Boden des Wasserbeckens im Zentrum war nicht mehr zu sehen, weil alles bepflanzt war. An den Arkadenwänden waren noch Freskenreste aus der Bauzeit erhalten, die aber nur im Bereich der Bogenzwickel bis heute erhalten werden konnten. Links an der Wandfläche erkannte man noch eine illusionistische Arkade mit einem darüber liegenden Schmuckfries.
In späteren Jahren hat man den Damenhof saniert und dabei versucht, den ursprünglichen Zustand möglichst wieder herzustellen, wo das möglich war.
Im Jahr 2009 übernahm Stransky und Treutler? den gastronomischen Sommerbetrieb im Damenhof und führte ihn auch 2010 durch.
Im Februar 2011 melden die Augsburger Gastro-News, dass der Damenhof neue Bewirtschafter gefunden hat: Die Schiemann-Brüder (Park-Lounge und Park-Biergarten) und Maximilian Michel vom Pino. Sie eröffneten den Betrieb im Mai 2011 auf hohem Niveau mit etwa 50 Plätzen, die als Restaurant dienten, und dem Rest des Hofes als Lounge und Bar.
Details
Zum Damenhof gelangt man über das große Holztor neben der Fuggerbank? durch den Zofenhof?. Der Stil des Damenhofes entspricht der so genannten "Augsburger Renaissance". Damit wird ein Kunstschaffen bezeichnet, das eine Verbindung von heimischen und italienischen Formelementen suchte.
Der Grundriss des Hofes ist trapezförmig. Im Westen hat der Hof eine Arkadenwand, deren dünnen toskanischen Säulen aus Rotmarmor bestehen und deren Bogen aus Terrakotta geformt sind. Nach oben schließt eine Altane die Hofwände ab. Ihre Terrakottasäulchen sind erneuert.
Der Hof bietet über 100 Plätze im Sommer und wird normalerweise bei gutem Wetter zwischen 10:30 Uhr und 24 Uhr bewirtschaftet. Erlaubt es das Wetter nicht im Freien zu sitzen, begeben sich Gäste in die Gewölbe des früheren Fuggerkellers.
Im Nordosten des Hofes ist in der Ecke eine Wendeltreppe angebracht. Sie hat ein Säulengeländer. Das Geländerende bilden ein Löwen- und ein Echsenkopf. Smart Radio sorgt bei Bewirtschaftung des Hofes für das akustische Ambiente, so dass der Damenhof zu einer Urlaubsoase mitten in Augsburg wird.
Besitzer des Damenhofs ist Alexander Fugger zu Babenhausen?.
Öffnungszeiten
Jeden Tag 10:30 - 24:00 Uhr (bei schönem Wetter)
Reservierungen unter: 0152/21031003 oder reserviertung(at)damenhof.de
Lage
Der Damenhof hat die Adresse Maximilianstraße 36.
Weblinks
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