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Brechtstadt
Allgemeines
Geschichte
1960 feierten die alternativen Augsburger eine Brechtwoche, zu der aus Ost-Berlin ein Abgeordneter der Akademie der Schönen Künste eingeladen wurde, der zu Brechts Ehren einen Strauß roter Nelken in den Lechkanal warf, worüber sich das konservative Augsburg aufregte, wie es ein Kommunist wagen konnte, inmitten von Augsburg einen Erzkommunisten zu ehren. Daraufhin stellte eine Kabaretttruppe namens „Die Scheibenwischer“ (den Namen übernahm später Dieter Hildebrandt) an einer Augsburger Autobahnausfahrt das Schild auf „Sie betreten die Stadt Augsburg, eine Stadt, die ihre großen Söhne totschweigt“, was wiederum die Polizei auf den Plan rief, die das Schild einzog.
Im Juni 2009 erwarb die Stadt Augsburg von Brechts Tochter Barbara mit Hilfe von Sponsoren wie der Stadtsparkasse Augsburg?, Alexandra Holland? u. a. aus dem Nachlass von Bertolt Brecht eine Sammlung von Dokumenten. U. a. waren darunter:
- ein Notizbuch der Mutter Sofie mit Gedichten und Aufzeichnungen bis zur Geburt Bertolt Brechts 1898
- Brechts Immatrikulationsurkunde von der Münchener Universität von 1917
- 70 Briefe an Helene Weigel? bzw. Ruth Berlau?
- eine Todesfall-Verfügung
Seit dieser Erwerbung kann die Staats- und Stadtbibliothek aus allen Lebensaltern Brechts Original-Urkunden vorweisen.
Im Jahr 2009 entfiel das Brecht-Wochenende an der Kahnfahrt?, das viele Jahre lang zwischen 3.000 und 5.000 Besuchern angelockt hatte und von der Buchhandlung am Obstmarkt? veranstaltet wurde. Grund waren Differenzen zwischen dem privaten Veranstalter Kurt Idrizovic und den städtischen Kulturpolitikern.
Details
Die Stadt Augsburg besitzt in der Staats- und Stadtbibliothek vor allem Brecht-Dokumente aus Brechts Kindheit und Jugend wie z. B.
- 30 Briefe an Paula Banholzer?, Brechts Jugendliebe
- eine vollständig erhaltene Serie der Schülerzeitung „Die Ernte“ aus den Jahren 1913 und 1914
Weblinks
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