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Brechtforschung

Im Juni 2006 will Jürgen Hillesheim, damaliger Leiter der Brecht-Forschungsstätte Augsburg?, einen Text in den Augsburger Neuesten Nachrichten? über die Abschlussfeier der Städtischen Mädchenschule in Augsburg Bertolt Brecht zuordnen. Der Artikel, der im Sommer 1918 entstand, sollte nach Jürgen Hillesheim die damalige Geliebte Paula Banholzer, die an der Feier teilnahm, beeindrucken.

Im Februar 2008 entdeckte Jürgen Hillesheim, damaliger Leiter der Brecht-Forschungsstätte Augsburg?, in einem Zeitungsarchiv Brechts Reportage „Ah … nous pauvres“. Bis dahin war sie in keinem Werkverzeichnis von Brecht aufgeführt. Brecht schreibt in der Reportage kurz nach Beginn des ersten Weltkriegs (27. August 1914) über französische Kriegsgefangene, die in einem Lager bei Augsburg festgehalten wurden (Militärlager Lechfeld).

Wurde Bertolt Brecht im Jahr 1919 als Wolfgang Amadeus Mozart verkleidet fotografiert? Das war eine Frage des Jahres 2011 in der Brechtforschung. Gerhard Gross, Sohn von Paula Banholzer hatte das Mozart-Bild als Kopie in einem Brecht-Ordner seiner Mutter gefunden, den diese einem Literaturagenten für eine Publikation zu ihrem frühen Liebhaber übergeben wollte. Auf dem Foto sind zwei Personen in Rokoko-Verkleidung zu sehen: Bi und ein Mann, der seinen Arm um sie legt. Daneben ein typisches Brecht-Requisit: ein Lampion. Daraus schlossen Gross und der Brechtforscher Jürgen Hillesheim, dass der Mann auf dem Bild nur Bert Brecht sein könne. Dieser Auffassung widersprach jedoch kurz vor dem Brechtfestival 2011 in Augsburg die Tochter des Dichters, Barbara Brecht Schall?. Auch andere Brechtforscher konnten in dem Fotografierten Brecht nicht zweifelsfrei erkennen. Wenn auf dem Bild Bert Brecht mit Bi fotografiert wäre, wäre es das bisher einzige aufgetauchte Foto, das die frühe Theaterarbeit Brechts festhält.

2012 erschien bei Suhrkamp ein mehr als 400 Seiten starkes Werk mit Briefen, die sich Helene Weigel und Bert Brecht von Beginn ihrer Beziehung bis zu Brechts Tod schrieben. Darin wird ein sehr geschäftsmäßiges Verhältnis des Ehepaares deutlich. Der Großteil der Briefe Brechts enthält praktische Wünsche oder Aufträge an Helene Weigel. Und umgekehrt zeigen sich die Briefe von Helene Weigel auch eher als Geschäftspost denn als Ausdruck einer tiefen Beziehung. Nur selten kommen darin Persönliches oder Gefühle zum Ausdruck.

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