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Botschafter-Lokomotiven
Gotthard-Lok Ae 4/7
Botschafter-Lokomotive der Schweiz. Die Daten:
| Hersteller | SLM Winterthur und SAAS Genf |
|---|---|
| Baujahr | 1931 |
| Länge über Puffer | 16.76 Meter |
| Gewicht | 118 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 100 km/h |
| Leistung | 2252 kW |
| Eigentümer | SBB-Historic – Stiftung Historisches Erbe der Schweizerischen Bundesbahnen |
| Patenschaft | Stadtsparkasse Augsburg |
Die Gattung dieser Lokomotive wurde zwischen 1927 und 1935 von den Schweizer Bundesbahnen in einer Auflage von 127 Exemplaren gebaut. Sie war überall in der Schweiz zu finden und übernahm ab 1930 einen Großteil des Schnellzugverkehrs auf der Gotthardbahn.
Auf einem starren Lokomotivrahmen sitzen vier Triebachsen. Die Motorkraft wird einzeln auf jede Triebachse übertragen. Die Lokomotive besitzt zwei unterschiedliche Seiten: Die Antriebsseite zeigt die montierten Antriebe, die Apparateseite zeigt die Achsen fast frei einsehbar und die Kühlrohre für das Transformatoröl. Diese Apparateseite hat im Bereich des Maschinenraums kleine Fenster.
Die Ae 4/7 war die erste Botschafter-Lokomotive im Bahnpark Augsburg und traf hier am 17. Oktober 2004 ein. Sie wurde 1931 in Winterthur gebaut und zog unter anderem lange Zeit den Orient-Express durch die Schweiz.
Die CC 6503 „Aquitaine“
Botschafter-Lokomotive Frankreichs. Die Daten:
| Hersteller | Alsthom Belfort |
|---|---|
| Baujahr | 1969 |
| Länge über Puffer | 20.19 Meter |
| Gewicht | 116,7 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h |
| Leistung | 5900 kW |
| Eigentümer | Französische Staatsbahn SNCF Paris |
| Patenschaft | Stadt Augsburg |
Die CC 6503 ist die stärkste E-Lok, die je in Frankreich gebaut wurde. Sie zog die berühmten Expresszüge „Mistral“, „Le Capitole“ und „Aquitaine“. Täglich erreichte sie Laufleistungen von etwa 2.000 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern. Die im Rundhaus Europa stehende Lok trägt auf den Seitenwänden das Wappen von Bourges, der Partnerstadt Augsburgs in Frankreich.
Der „Gläserne Zug“
Botschafter-Zug Deutschlands. Die Daten:
| Hersteller | Waggonfabrik Fuchs und AEG |
|---|---|
| Baujahr | 1935 |
| Länge über Puffer | 20.60 Meter |
| Gewicht | 51 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 110 km/h |
| Leistung | 390 kW |
| Eigentümer | DB Museum Nürnberg |
| Patenschaft | Sparda Bank Augsburg eG |
Der „Gläserne Zug“ wurde von der Reichsbahn gebaut, um von München aus Ausflugsfahrten in die bayerischen und österreichischen Alpen mit einer grandiosen Rundumsicht zu ermöglichen. Es wurden nur zwei Exemplare dieses Zuges gebaut. Ein Zug fiel 1943 einem Bombenangriff auf München zum Opfer. Das Exemplar, das heute im Bahnpark Augsburg zu sehen ist (ET 91 01), überlebte den Krieg unversehrt und wurde bis 1995 von der Deutschen Bundesbahn in ganz Europa als Touristikzug eingesetzt. Erst ein Unfall mit schweren Beschädigungen zog die erfolgreiche Garnitur aus dem Verkehr.
Zum "Gläsernen Zug" gibt es eine schöne Webseite mit vielfältigen Impressionen und Informationen: Gläserner Zug
Gebirgsschnellzug-Dampflok 06-013
Botschafter-Zug Sloweniens. Die Daten:
| Hersteller | Borsig Berlin |
|---|---|
| Baujahr | 1930 |
| Länge über Puffer | 21.90 Meter |
| Gewicht | 150 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 85 km/h |
| Leistung | 1.400 kW |
| Eigentümer | Museum der Slowenischen Staatsbahn Ljubljana |
| Patenschaft | Pate wird noch gesucht |
1930 wurde die Lokomotive in Berlin von Borsig für das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen gebaut. 1941 beschlagnahmte die Deutsche Wehrmacht die Lokomotive in Belgrad. Das Fahrzeug fuhr bis März 1945 für die Deutsche Reichsbahn, wurde damals aber von Partisanen angegriffen, fuhr auf eine Mine, entgleiste und stürzte in die Save. Erst nach 5 Jahren wurde die Maschine geborgen und wieder in Stand gesetzt. Bis 1974 beförderte sie Fahrgäste – unter anderem auch als Zuglokomotive vor dem Orient-Express. Eine Dampflokomotive mit einer besonders wechselvollen Geschichte.
Das „großherzogliche“ Krokodil
Botschafter-Lokomotive Luxemburgs. Die Daten:
| Hersteller | Alsthom Belfort |
|---|---|
| Baujahr | 1958 |
| Länge über Puffer | 11.40 Meter |
| Gewicht | 84 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 120 km/h |
| Leistung | 2.470 kW |
| Eigentümer | Luxemburgische Staatsbahnen CFL |
| Patenschaft | Pate wird noch gesucht |
Bei dem „großherzoglichen“ Krokodil handelt es sich um eine Elektrolokomotive der Baureihe BB 3600. Sie wurde von den Luxemburgischen Staatsbahnen CFL 1958 und 1959 in Dienst gestellt. Wegen ihrer markanten Form tauften Eisenbahnfreunde die Lokomotive schnell auf „Luxemburgisches Krokodil“. Die Baureihe war 45 Jahre lang im Dienst. Neben der Augsburger Dauerleihgabe ist noch eine zweite Lok der Baureihe (die BB 3602) für die Nachwelt gesichert (Luxemburgisches Denkmalamt).
Dampflokomotive 93.1410
Botschafter-Lokomotive Österreichs. Die Daten:
| Hersteller | Maschinenfabrik der Österr. Staatseisenbahngesellschaft Wien |
|---|---|
| Baujahr | 1928 |
| Länge über Puffer | 11.96 Meter |
| Gewicht | 66 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 60 km/h |
| Leistung | 576 kW |
| Eigentümer | Landeseisenbahn Lippe e. V. (Extertal-Bösingfeld) |
| Patenschaft | Privatbrauerei Ustersbacher |
Von der später so genannten Baureihe 93 bauten die vier österreichischen Lokomotivfabriken 167 Exemplare. Die Maschinen verkehrten hauptsächlich auf den Nebenbahnen Österreichs und wurden zum Symbol für alpenländische Dampflok-Romantik. Einige Exemplare dieser Dampflokomotiven blieben sogar noch über das Ende der Dampftraktion hinaus als strategische Reserve bis 1982 in Österreich im Bahnbestand erhalten.
Orient-Express-Lokomotive 142.008
Botschafter-Lokomotive Rumäniens. Die Daten:
| Hersteller | Lokomotivfabrik Resita |
|---|---|
| Baujahr | 1937 |
| Länge über Puffer | 22.58 Meter |
| Gewicht | 123,5 Tonnen |
| Höchstgeschwindigkeit | 120 km/h |
| Leistung | 2.162 kW |
| Eigentümer | rumänische Staatsbahn CFR Bukarest |
| Patenschaft | Pate wird noch gesucht |
Die Baureihe 142 wurde zwischen den Jahren 1937 und 1940 von Resita und Malaxa gebaut. Es waren Schnellzug-Dampflokomotiven, die über Jahrzehnte ihren Dienst taten. Insgesamt waren 79 Exemplare im Einsatz. Sie mussten über die Berge der Karpaten, durch die Wälder Transsilvaniens und durch die Weiten der Walachei verkehren. Manchmal bespannten sie auch den berühmten Orient-Express von Paris nach Bukarest. Die Lokomotiven der Baureihe 142 gehören zu den größten und leistungsstärksten Dampfrösser Europas.
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