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Bertolt-Brecht-Forschungsstelle
Nach dem Brecht-Archiv in Berlin die weltweit bedeutendste Brecht-Sammlung.
Allgemeines
Die Bertolt-Brecht-Forschungsstelle ist der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg angegliedert. Sie bewahrt etwa 10.000 Erstausgaben, Erstveröffentlichungen in Zeitschriften oder Fremdsprachen sowie Tonträger. Dazu kommen noch etwa 5.000 Bände Sekundärliteratur. Auch Notenausgaben, Filme, Fotos, Plakate und Programmhefte werden gesammelt. Ziel ist es, die Werke von und über Brecht in allen Sprachen lückenlos zu sammeln und zu erschließen.
Außerdem betreibt die Stelle eigene Forschungsarbeiten und beteiligt sich an wichtigen internationalen Forschungsprojekten. Sie gibt sowohl die Jahrbücher der "International Brecht Society" wie die Buchreihe "Der neue Brecht" mit heraus. Daneben erscheinen immer wieder eigene wissenschaftliche Veröffentlichungen und eine Reihe von Editionen.
Die Forschungsstätte berät Wissenschaftler und alle, die sich mit dem Werk Brechts auseinandersetzen wollen. Sie hilft anderen Institutionen der Brecht-Pflege und gibt der Brecht-Forschung durch Veröffentlichungen, Lesungen, Vorträge und Tagungen Impulse.
Zusammen mit dem Brecht-Archiv in Berlin, der Arbeitsstelle Bertolt Brecht an der Universität Karlsruhe und dem Suhrkamp Verlag ist die Bertolt-Brecht-Forschungsstelle Augsburg die wichtigste Institution zur Erforschung von Leben und Werk Bertolt Brechts.
Geschichte
Der Aufbau der Forschungsstelle begann in den 1960er Jahren durch die Staats- und Stadtbibliothek
Details
Besondere Schätze der Forschungsstelle sind sämtliche Zeitungsveröffentlichungen von Bert Brecht in den Jahren von 1914 bis 1921 sowie viele Typoskripte und Autographen von ihm. Das sind insgesamt etwa 70 Veröffentlichungen. Darunter sind Briefe an Familienmitglieder, Jugendfreunde und -freundinnen, Gedichte etc. Der größte Teil der Dokumente stammt aus dem Nachlass von Walter Brecht?. Besonders wertvoll ist die einzig erhaltene vollständige Serie der Augsburger Schülerzeitschrift "Die Ernte", in der Bertolt Brecht in den Jahren 1913 und 1914 seine ersten Texte veröffentlichte, aber auch das einzige Exemplar des Druckes seines ersten großen Dramas "Baal" in der Fassung von 1920 und aus dem Jahr 1926 ein kostbarer Privatdruck der "Taschenpostille".
Jeder, der sich für das Werk Brechts interessiert, kann die Forschungsstelle und die in ihr gesammelten Dokumente benutzen und einsehen.
Veröffentlichungen in Auswahl
Wissenschaftliche Arbeiten
- Die Augsburger Schülerzeitschrift "Die Ernte" mit den ersten Veröffentlichungen Bertolt Brechts. 2000. (Patrimonia ; 180)
- Augsburger Brecht-Lexikon / Jürgen Hillesheim. 2000.
- "Denken heißt verändern ..." : Erinnerungen an Brecht / hrsg. von Joachim Lang ... 1998
- Bertolt Brechts "Die Ernte" : die Augsburger Schülerzeitschrift und ihr wichtigster Autor / hrsg. und kommentiert von Jürgen Hillesheim .... 1997
- Der junge Brecht : Aspekte seines Denkens und Schaffens / hrsg. von Helmut Gier ... 1996
- Liebste Bi : Briefe an Paula Banholzer / Bertolt Brecht. 1992.
Populärwissenschaftliche Werke
- "Ich muß immer dichten" : Zur Ästhetik des jungen Brecht / Jürgen Hillesheim. 2005
- Bertholt Brechts Augsburger Geschichten : Biografische Skizzen und Bilder / Jürgen Hillesheim. 2004
- Jahrbuch der International Brecht Society / Mitherausgeber: Jürgen Hillesheim seit 2002
- Brechthaus Augsburg : ein Begleitbuch zur ständigen Ausstellung im Geburtshaus Bertolt Brechts in Augsburg. 2000.
Öffnungszeiten
Montag, Dienstag und Freitag von 10:00 bis 12:30 und von 13:30 bis 17:00 Uhr
Mittwoch von 10:00 bis 17:00 Uhr durchgehend
Donnerstag von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:30 Uhr
Der Lesesaal ist Montag bis Freitag bis 17:30 Uhr geöffnet.
Adresse
Bertolt-Brecht-Forschungsstelle
c/o Staats- und Stadtbibliothek Augsburg
Schaezlerstraße 25
86152 Augsburg
Tel: 0821/3243729
Weblinks
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